Teresa von Avila - Kultur-Punkt.ch

Teresa von Avila . Die innere Burg

Gedenken
 Teresa von Avila
diogenes13-2avila-innereburg
http://www.kultur-punkt.ch/buchtipps/diogenes13-2avila-innereburg.htm


Online-Publikation:  Februar 2013  im Internet-Journal <<kultur-punkt>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< Teresa von Avila . Die innere Burg . Aus dem Spanischen von Fritz Vogelgsang >>
detebe 20643, 224 Seiten, ISBN 978-3-257-20643-2; € (D) 9.90 / (A) 10.20  (CH) sFr 14.90
Diogenes Verlag AG, Zürich; http://www.diogenes.ch;

Quintessenz von Teresa von Avila:
»Der mir zu schreiben befohlen hat, sagte mir, daß die Nonnen in diesen Klöstern Userer Lieben Frau vom Karmel jemanden brauchten, der ihnen einige Zweifel wegen des Gebets zerstreue. Da er den Eindruck habe, daß Frauen die Sprache von ihresgleichen am besten verstehen, wären meine Worte - bei der Liebe, die sie für mich hegten - ihnen wohl am dienlichsten.«

Stimmen
»Teresa war mitnichten, was man sich unter einem klösterlichen Geschöpf vorstellt. Die frommen Bücher langweilten sie nicht weniger als das obligate Hersagen der Gebete. Sie wünschte, daß man von Herzen fröhlich sei und sich damit beschäftige, die anderen zu erheitern. Und daß man sich sehr hüten solle, ›seinem Geist zu entfliehen›, wenn man so glücklich sei, einen zu haben. Alle großen Einsiedler und Mönche waren mächtige und heroische Liebhaber der Wirklichkeit, welche die Fackel des Lebens weitergaben, nie vom Leben flüchtende Feiglinge und selbstische Visionäre. Mit Verfall quittiert die Kirche, wenn ihrem geistigen Leben die mystische Nahrung aus diesem Elan vital versagt bleibt.«
(alte Rs)Franz Blei
»An Teresa darf nicht das Normalmaß gelegt werden. Sie ist ein Phänomen, wie es nicht in jedem Jahrhundert vorkommt.«
Walter Nigg

Fazit
Von "Sieben Wohnungen" erzählt Teresa von Avila in ihrem Erkenntnisbuch " Die innere Burg", mit tief empfindender Bescheidung im Gebet. Diese teilt sie in jeweils verschiedene Kapitel.
In den 7 Wohnungen finden sich folgende Gebetsstränge:
1 Im Gegensatz zur Todsünde ist von der Schönheit und Würde der Seele die Rede
2 Dazu ist Beharrlichkeit und Unbeirrbarkeit von nöten
3 Unsicherheit und Prüfungen werden die Bewohner zu erwarten haben
4 Konzentriertes Denken beim Gebet bringt Hochgefühl
5 Vereinigung der Seele mit dem Göttlichen schützt vor dem Scharfsinn des Bösen
6 Trotz viel Leid verknüpft es sich mit höherer Erkenntnis dank bildhaft-seelischer Vision
7 Schliesslich geht es um die Wirkkraft des Gebetes.
Quintessenz: Unmerklich und doch unbewusst nähert sich der Erkenntnisdrang und -weg dem platonischen Modell vom "verum-bonum-pulchrum" im Sonnen-, Linien- und Höhlengleichnis*, besonders dem letzteren Gleichnis mit der bildhaft-mystischen Vision von Teresa von Avila . m+w.p13-2
*) http://www.kultur-punkt.ch/akademie4/