K. Bittermann 40 Jahre Verleger Tiamat - Kultur-Punkt.ch

Klaus Bittermann: Einige meiner besten Freunde und Feinde . Unruhestifter und Abweichler

Klaus Bittermann und Harry Rowohlt
im Festsaal Kreuzberg am 17.4.2013

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Wir würdigen (nach Aktualität)
K. Bittermann  40 Jahre Verleger Tiamat
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Online-Publikation: Oktober 2019 im Internet-Journal <<kultur-punkt.ch>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< Klaus Bittermann:  Einige meiner besten Freunde und Feinde . Unruhestifter und Abweichler >>
Critica Diabolis 269: 380 Seiten; Broschur;  ISBN 978-3-89320-249-2; 20.- Euro
40 Jahre Edition Tiamat / Verlag Klaus Bittermann , Berlin; http://www.edition-tiamat.de;

Charakteristika
> 40 Jahre Edition Tiamat
https://edition-tiamat.de/verlagsgeschichte/
https://edition-tiamat.de/unsere_autoren/

Inhalt
Zur 40jährigen Verlagsgeschichte veröffentlicht der Verleger Texte über seine Autoren, die wichtig für den Verlag waren und sind und ihn mit geprägt haben, Texte über Wolfgang Pohrt und Eike Geisel, über Harry Rowohlt und über die verlorene Freundschaft mit Roger Willemsen, über Fanny Müller und Horst Tomayer, über Hunter S. Thompson und Guy Debord. Außerdem enthalten sind Elogen auf Bücher und Literatur von Lucia Berlin, Patrick Modiano, Mordechai Richler, J.D. Vance, Rita Navai, Didier Eribon und Benjamin von Stuckrad-Barre, die der Verleger selbst gerne verlegt hätte. Ein großer Essay über die verführerische Kraft der Zigarette, die zur Emanzipation der Frau mehr beigetragen hat als die Frauenbewegung, eine Verteidigung des »Kommenden Aufstands«, ein Vortrag über den Palästinakonflikt, einige Bemerkungen über den Kulturbetriebsintriganten Günter Grass und den verschrobenen Rechthaber Sarrazin. Dabei entsteht ein Bild mit vielen Facetten, die dem Verlag sein einigermaßen unverwechselbares Gesicht gegeben haben.

Leseprobehttps://edition-tiamat.de/wp-content/uploads/2019/06/Bittermann-Freunde-1-29.pdf

Stimmen
> »Zynisch und blasphemisch, zuweilen wirklich bitterböse geht es in den Paperbacks der Reihe Critica Diabolis zu, deren Herausgeber Klaus Bittermann ist. Verletzend, einseitig und ungerecht sei das eine, ein Anschlag auf den guten Geschmack das andere, infam das dritte. Tiefe Empörung spricht aus den zahlreichen Rezensionen.« (Profil, Wien)

> »Klaus Bittermanns Nachfolger sollte die Fähigkeit besitzen, während der Frankfurter Buchmesse in einem vier Quadratmeter großen Stand zu stehen und dabei einen noblen Eindruck zu machen. … Aber wie es aussieht, sucht Klaus Bittermann gar keinen Nachfolger. Er ist auf der Höhe seiner Schaffenskraft.« (Die Zeit)

Fazit
"Einige meiner besten Freunde und Feinde . Unruhestifter und Abweichler" titelt Klaus Bittermann seine verlegerische Autobiografie. 1979 hat den Verlag beim Gewerbeamt in Nürnberg angemeldet, und zog zwei Jahre später zum Kreuzberg in Berlin, wo er seither residiert.
Er verlegt seither intellektuelle Unruhestifter wie Wolfgang Pohrt, 'das national Kulturgut' von Guy Debord, und den 'besten Marxisten' Robert Kurz. Klar hat er es mit dem 'Paganini der Abschweifung' Harry Rowohlt zu tun, und verlegte dessen nicht weggeworfenen - nach bestem Wiskey schmeckenden - Briefe...und über vierzig andere bedeutenden Über-/Zeitgefährten.
Dazu lautet seinen unverbrüchliche Quintessenz, dass die Absatzzahlen sinken und trotzdem wird verlegerisch weitergemacht mit der Erkenntnis: 'Jeder schreibt sein Buch und veröffentlicht es. d.h. die Autoren nehmen umgekehrt proportional zu den Lesenden zu'. Das wissen wir zu würdigen. m+w.p19-11
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