Guelf Welt leben - Kultur-Punkt.ch

Fernand M. Guelf : Ich kann nur am Anfang oder am Ende der Welt leben

Online-Publikation: April 2014 im Internet-Journal <<kultur-punkt.ch>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< Fernand M. Guelf : Ich kann nur am Anfang oder am Ende der Welt leben >>
Reihe Passagen Literatur: 228 Seiten, Broschur, 208 x 128 mm; ISBN 9783709200926; 25,90 EUR
Passagen Verlag = 25 Jahre*, Wien; www.passagen.at; 

Inhalt
„Ich kann nur am Anfang oder am Ende der Welt leben“ (Emil Cioran). Guelfs Buch ist die Geschichte der missglückten Liaison zwischen Individuum und Leben.
Ein Mann gelangt in den Besitz mysteriöser Aufzeichnungen, die das verstörende Bild eines Lebens vermitteln, das gleichermaßen geprägt ist von Wissensdrang, Hass und der Absicht, in den Ablauf der Geschichte einzugreifen. Die Reise in die Psyche des Verfassers der Aufzeichnungen beginnt mit dem Bestreben, den Plan der Welt zu erfassen und endet in der chaotischen Realität der Gegenwart. Mit fortschreitender Erarbeitung der Skizzen und aufgrund seiner Nachforschungen gerät der Erzähler selbst in die zerstörerische Spirale. Dort, wo Kontinuität gesucht wird, zeigt sich die menschliche Existenz gefangen in dem Strudel aus der Unversöhnlichkeit von Wissen, Fortschritt und Alltag. Der begrenzte Handlungsspielraum verführt dazu, im Extremen eine letzte Überlebenschance zu sehen. Aber gerade hier findet die Hoffnungslosigkeit ihren authentischen Ausdruck.
Fernand Mathias Guelf, geboren 1955 in Luxemburg, studierte Philosophie, Deutsche Literatur, Vergleichende Literaturwissenschaften und Geschichte. Er lebt in Luxemburg und Berlin.

Schlagworte zu diesem Titel
Psychologie | Individualismus

Autor
Fernand Mathias Guelf, geboren 1955 in Luxemburg, studierte Philosophie, Deutsche Literatur, Vergleichende Literaturwissenschaften und Geschichte. Er lebt in Luxemburg und Berlin.
Titel von Fernand M. Guelf bei Passagen
- Ich kann nur am Anfang oder am Ende der Welt leben. 2013
- ... dichterisch wohnet der Mensch. Philosophischer Essay. 2012
- Fesseln der Zeit. 2011

Fazit
Der Literaturwissenschaftler, Philosoph und Poet Fernand M. Guelf transferiert in seinem Buchtitel "Ich kann nur am Anfang oder am Ende der Welt leben" diesen Essenz ausstrahlenden Satz von E.M.Cioran, aus dessen Roman 'Die Rückkehr zum Chaos' . Es ist eine literarische Volte, ja ein Fraktal, das die Interessierten daraus gewinnen werden. Er sagt es selbst, gleich anfangs spricht von der Wichtigkeit der Neutralität 'zwischen Wahreheit und Fiktion, Gegenwart und Vergangenheit, Recht und Unrecht, Tod und Leben'. Was diesen anvisierten Wertepaaren im 'Roman' bewusst fehlt ist Gegenwart und Zukunft. Er schliesst mit dem offen täuschenden Gesprächsspiel, in dem es um 'Wahn, Einbildung und Trug' geht. So erscheint auch uns die gekonnt tradierte Sprachwelt, zurückblickend gesehen von Guelf, möchten wir zustimmend hinzufügen. m+w.p14-4
*) www.kultur-punkt.ch/akademie4/pa4-13-11gutleben-platon-basistexte.htm