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Kongress: „Gesellschaftliche Spaltungen“ vom 9.-12. 3. 2017 in Berlin

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Arm & Reich - Spaltungen
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Kongress: „Gesellschaftliche Spaltungen“ vom 9.-12. 3. 2017 in Berlin

Die Gesellschaft driftet auseinander, die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer...
 Die Zahlen sind bekannt. Parteien betonen im Jahr der Bundestagswahl, was sie gegen die auseinanderklaffende Schere zwischen Arm und Reich bereits getan haben oder spätestens nach der Wahl tun werden, wenn man sie regieren lässt. Als ginge es nur um Geld auf dem Konto und nicht auch um Teilhabe an Entscheidungen und Bildung. Deutlich sichtbar sind Spaltungsprozesse auch bei einem Blick auf das Spektrum der Parteien und Bewegungen, das sich vor allem nach rechts hin erweitert hat. An der scheinbaren Attraktivität des Rechtspopulismus und seinen Auswüchsen zerbrechen Familien und andere enge private Beziehungen.
Als ließen sich diese Risse mit Wahlversprechen als wohlfeilem Mörtel füllen, stürzen sich die Parteien in den Wahlkampf. Wenn ihnen Antworten bzw.Lösungen fehlen, werden ihnen später immer noch die Sachzwänge als Begründung für politische Weichenstellungen bleiben. Grundlegend wird trotz offensichtlicher Fehlentwicklungen kaum etwas infrage gestellt.
Der vom 9. bis 12. März in Berlin stattfindende Kongress „Gesellschaftliche Spaltungen“, veranstaltet von der Neuen Gesellschaft für Psychologie (NGfP), widmet sich den Spaltungsprozessen in ihrer Vielgestaltigkeit, beschreibt und analysiert sie, geht Ursachen auf den Grund. Wie viele dieser Erscheinungen sind objektiven Widersprüchen geschuldet, wie viele der Entsolidarisierung unter den gegebenen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen? Um Antworten und Erklärungen bemühen sich fast 40 Referenten – u.a. Psychologen, Soziologen, Ökonomen, Historiker und Pädagogen, darunter Prof. Dr. Michael Schneider, Prof. Dr. Christoph Butterwegge, Dr. Almuth Bruder-Bezzel, Prof. Dr. Gerd Bosbach, Dr. Werner Rügemer und viele andere renommierte Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen. Eröffnet wird der Kongress am Donnerstagabend mit einem Vortrag von Dr. Ulrich Schneider, dem Vorsitzenden des Paritätischen Wohlfahrtsverbands.
Erwartet werden etwa 200 Teilnehmer, denen sowohl Vorträge im Plenum als auch diverse Panels geboten werden. Neben Wissenschaftlern kommen dort auch Praktiker zu Wort, die sich beratend oder therapeutisch mit den Folgen dieser Spaltungen auseinandersetzen müssen.
Nutzen Sie die Chance zur Information, zu Gesprächen und Kontaktaufnahme und besuchen Sie den Kongress. Er findet in Räumen der Rosa-Luxemburg-Stiftung am Franz-Mehring-Platz 1 in 10243 Berlin statt. Mehr Informationen sowie das vollständige Programm finden Sie auf der Webseite der NGfP*  unter:
http://www.ngfp.de/wp-content/uploads/2017/01/GSp_Ankuendigungsflyer_170129.pdf
Wenn Sie aus Zeit- oder anderen Gründen keine Möglichkeit haben, persönlich am Kongress teilzunehmen, zögern Sie bitte nicht

Kontakt
Neue Gesellschaft für Psychologie NGfP*
Gesellschaft für Theorie und Praxis der Sozialwissenschaften
http://www.ngfp.de/
http://presse@ngfp.de
Christa Schaffmann

Die Neue Gesellschaft für Psychologie e.V.
 ist ein Zusammenschluss von WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen aus der Psychologie und deren Nachbarprofessionen. Ihr gemeinsames Ziel ist die methoden- und gesellschaftskritische Auseinandersetzung mit psychologischen Themen. Zu diesem Zweck bemüht sich die NGfP um eine fächerübergreifende Zusammenarbeit sowie um die Überwindung der Spaltung von Wissenschaft und Praxis.