Weltgeschichte - Bilder (H. Hesse ) - Kultur-Punkt.ch

Helge Hesse : Bilder erzählen Weltgeschichte

Lebenswelt
H. Hesse : Bilder - Weltgeschichte
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Online-Publikation: November 2012 im Internet-Journal <<kultur-punkt.ch>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
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336 Seiten . Durchgehend vierfarbig; ISBN 978-3-423-28011-2; EUR 24,90 [D] 25,60 [A] SFR 34,90 [CH]
Deutscher Taschenbuch Verlag, München; http://www.dtv.de

Inhalt
Wenn Bilder sprechen könnten
Wir sehen, wie vor 26.000 Jahren ein Junge seine Fackel gegen Höhlenwände mit den ältesten Bildern der Menschheit schlägt. Wir treffen auf Friedrich den Großen und seine Gäste in Sanssouci. Während der Französischen Revolution begleiten wir eine junge Frau nach Paris, wo sie ein Attentat auf einen Revolutionär ausüben wird. Wir begegnen den Stützen der Gesellschaft in der Weimarer Republik. Wir lernen ein schwarzes Mädchen kennen, das 1960 nur unter Polizeischutz eine amerikanische Schule für weiße Kinder besuchen konnte.
Hier wird Geschichte anhand von Malerei erzählt. Gemälde und Zeichnungen führen uns durch alle Epochen, von der Steinzeit bis in die Gegenwart, bis hin zu Gerhard Richter. Manche der Bilder sind eher unbekannt, andere sehr berühmt. Die Atmosphäre der Ereignisse wird fühlbar. Dem Autor gelingt es mit Leichtigkeit, Menschen und Schauplätze zum Leben zu erwecken.

Autor
Helge Hesse studierte Philosophie und Betriebswirtschaftslehre und ist als freier Autor und Publizist zu historischen, kulturellen und wirtschaftlichen Themen tätig. Er hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, unter anderem ›Hier stehe ich, ich kann nicht anders: In 80 Sätzen durch die Weltgeschichte‹ (2006) und ›Ich habe einen Traum: In 80 Sätzen durch das 20. Jahrhundert‹ (2008).

 Fazit
 Helge Hesse's - links im Buch - genial ausgewählten "Bilder erzählen Weltgeschichte" in rund achtzig dazu rechtsseitig klar und unmissverständlichen "Sätzen" in beeindruckender und sogar oft tief berührender Weise, wie es besonders das Bild von Norman Rockwell (Öl auf Leinwand) auszudrücken vermag: 1955 verweigert sich in der USA sich die Schwarze Rosa Parks in Montgomery im Bus einem Weissen Platz zu machen ... ein halbes Jahrhundert später betrachtet die ehemalige mutige schwarze Schülerin Ruby Bridges als ausgegrenzte und schliesslich erfolgreiche Nachfolgerin und nun Bürgerrechtlerin, zusammen mit Präsident Barack Obama dieses von Rockwell im Pop-Realismus-Stil gemalte Bild. Ein paradigmatisches Buch zur Weltgeschichte in Kürze und mit Verve verfasst. m+w.p12-11