Lebensreise - Labyrinth (G.Candolini) - Kultur-Punkt.ch

Gernot Candolini: Labyrinth: Inspiration zur Lebensreise

Konstruktion eines klassischen Labyrinths
Gestaltungsfolge: 1 Mittelkreuz > 4 Ecken > 4 Punkte >
Diese werden in Reihe kreisförmig miteinander verbunden

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Lebens- & Arbeitswelt 4.0  Leben - wie -> Verhalten - Gesellschaft > L
Lebensreise - Labyrinth (G.Candolini)
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Online-Publikation: Dezember 2018 im Internet-Journal <<kultur-punkt.ch>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
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Bestellnr: 4315966128 • Seiten • gebunden mit Schutzumschlag, Fadenbindung • ISBN: 978-3-451-31596-1 • 25,00 €
Verlag Herder- Kreuz, D-79104 Freiburg; https://www.herder.de/verlag-herder

Charakteristika
• Weg zur Mitte Weg zu mir selbst
• Die spirituelle Kraft des Labyrinths
• Farbfotografien und Strichgrafiken geben einen Überblick über Herkunft, Geschichte und Bauformen
Topoi
• Minimalismus: Weniger ist mehr - und macht glücklich
• Hygge: Ein Lebensgefühl, das glücklich macht
• Lebensweisheiten, buddhistische & chinesische Weisheiten

Inhalt
Die spirituelle Kraft des Labyrinths
Kurze Sachinformationen und poetische Texte, berührende Erzählungen und stimmungsvolle Fotografien lassen die spirituelle Kraft des Labyrinths lebendig werden. Gernot Candolini ist der führende Experte für das Labyrinth und Erbauer mehrerer Labyrinthe.
Das Labyrinth ist ein uraltes Symbol der Menschheit. Bis heute geht eine magische Anziehungskraft von den in allen Kulturen verbreiteten Labyrinthen aus.Menschen, die den Labyrinthweg gehen, spüren eine geradezu meditative Kraft. Vielleicht ist es die Sehnsucht, in der eigenen Mitte anzukommen, die sie dazu bringt, dem verschlungenen Weg des Labyrinths zu folgen, denn anders als im Irrgarten führt der Weg des Labyrinths immer in die Mitte.
Mit seinen vielen Wendungen lässt sich der Labyrinthweg auf den Lebensweg beziehen: Jeder kommt im Zentrum, bei sich selbst an, mag der Lebensweg auch noch so verschlungen und voller Rückschritte sein und scheinbar vom Ziel wegzuführen. Kehren und Rückschritte gehören zum Lebensweg wie auch zum Weg des Labyrinths. Und doch darf man darauf vertrauen, im Zentrum anzukommen. Das Labyrinth lehrt Geduld und Achtsamkeit, das Ankommen in der Mitte schenkt Harmonie, Gelassenheit und Ruhe.
Der griechischen Mythologie nach befindet sich das erste Labyrinth auf Kreta. Eindrücklich berichtet der Mythos vom Ungeheuer Minotaurus im Zentrum eines Labyrinths, vom Helden Theseus, der sich in das Labyrinth hineinwagt und das Ungeheuer besiegt, und vom Ariadnefaden, der Theseus den Rückweg, den Weg der Liebe, finden lässt. Vom Mittelmeerraum aus verbreitet sich das Labyrinth in verschiedene Richtungen. Es lässt sich in Äthiopien, Syrien, Iran, Pakistan, Indien, Sri Lanka und Indonesien sowie bei den Hopi-Indianern nachweisen. In Europa gibt es alte Funde in Spanien, Frankreich, England, Deutschland und in Skandinavien.
Seit der römischen Mosaikkunst entwickelt sich das Labyrinth zusehends weiter. Weite Verbreitung findet es im Mittelalter in zahlreichen Kathedralen. Das wohl berühmteste Labyrinth befindet sich in der Kathedrale von Chartres. Eine wahre Renaissance erlebt das Labyrinth seit etwa 20 Jahren in ganz Europa mit zahlreichen Neubauten.
In diesem wertvoll ausgestatteten Buch gibt er anhand zahlreicher, zum großen Teil bisher unveröffentlichter Farbfotografien und Grafiken einen Überblick über Herkunft, Geschichte und Bauformen des Labyrinths und lässt mit stimmungsvollen Bildern, poetischen Texten und berührenden Erzählungen die spirituelle Kraft des Labyrinths aufscheinen.

Inhaltsfolge
• Ein Symbol vieler Kulturen
• Das Labyrinth im Mythos
• Wege und Wandlungen
• Alte Rituale
• Liebeslabyrinthe und Heckenirrgärten
• Die Wiederentdeckung des Labyrinths
• Was im Labyrinth geschieht

Autor
Gernot Candolini, geboren 1959, ist studierter Biologe. Er lebt als Lehrer, Fotograf, Autor und Designer von Labyrinthen und Gärten in Innsbruck. Seit 1992 beschäftigt er sich mit dem Thema Labyrinth. Er gehört zu den führenden Experten und hat zahlreiche erfolgreiche Bücher zum Labyrinth veröffentlicht. Sein Wissen und seine Erfahrungen mit dem Labyrinth gibt Candolini in seinen Büchern, Vorträgen und Seminaren weiter.

Fazit
Der Biologe Gernot Candolini und Gestalter von Labyrinthen und Gärten ist in seinem Diskursbuch "Labyrinth" inspiriert vom Topos 'Lebensreise'. Dazu zeigt er Wege und Wandlungen auf, beschäftigt sich kulturell mit dem Mythos und alten Ritualen und ihrer Wiederentdeckung. Dieses bibliophile Bildband mit Rat und Tat verständlich und eingehenden Texten, die zum Teil  für einen begrenzten „inneren“ Personenkreis bestimmt sind, der für andere etwas 'esoterisch* bis versponnen (1)' wirkt, beispielsweise wenn es heisst: ..' Aber die Gnade  der Gnaden ist es, sich zu beugen und ob auch zerbrochen und erschöpft, vorwärtszugehen bis zum Ziel'?. Die Fotostrecken zeugen von hoher Qualität und wirken durchaus anmutend. Es wirkt grosso mode sehr anschaulich und ist für alle Interessierte ein ganz besonderes Geschenk, mit Fadenbindung lebensbegleitend. m+w.p18-12

*) ttps://de.wikipedia.org/wiki/Esoterik
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