L. Fabius & das neue Klimaschutzabkommen

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Wir zeichnen aus:

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Ein neues Klimaschutzabkommen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Laurent_Fabius http://www.sueddeutsche.de/news/wissen/klima-hoffnung-auf-historischen-durchbruch-bei-der-un-klimakonferenz-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-151212-99-274949

Es ist ein historischer Durchbruch
Paris (dpa) -  Kurz vor dem Ende der zweiwöchigen Pariser UN-Klimakonferenz haben Gastgeber Frankreich , die EU und Umweltschützer eindringlich für ein Ja zu einem umfassenden Weltklimavertrag geworben. Präsident François Hollande und Laurent Fabius mahnten die 196 Vertragspartner in einer leidenschaftlichen Rede: "Es ist selten, dass es im Leben die Gelegenheit gibt, die Welt zu verändern. Sie haben diese Gelegenheit." Es wäre der erste Vertrag, mit dem sich nahezu alle Staaten auf Klimaschutz verpflichten.


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Die Welt hat ein neues Klimaschutzabkommen.
Nach langen Verzögerungen haben die 192 Verhandlungspartner in Paris die Vereinbarung zur Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad angenommen. Die Entscheidung wurde im Plenum und vor den Türen frenetisch gefeiert. Viele weinten. Von Julia Kuttner.

Das Paris-Abkommen ist angenommen
12.12.2015 19:29 Uhr
Das Abkommen von Paris ist verabschiedet worden. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich von ihren Plätzen erhoben und klatschen. Viele liegen sich in den Armen und weinen.
UN-Konferenz beschließt historischen Weltklimavertrag
https://www.tagesschau.de/newsticker/klimakonferenz-171.html
Klima  Delegierte der UN-Klimakonferenz lauschen der Rede von Laurent    
Paris (dpa) - Der Weltklimavertrag steht: Die Pariser UN-Klimakonferenz hat am Samstag eine Vereinbarung zum Kampf gegen den Klimawandel beschlossen. Damit verpflichten sich erstmals nahezu alle Länder zum Klimaschutz.

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UN-Konferenz in Paris: Entwurf für Klimavertrag steht
Klima  UN-Generalsekretär Ban während einer Pressekonferenz zum Klimagipfel in der französischen Hauptstadt. Foto: Etienne Laurent   

Paris (dpa) - Entscheidende Stunden auf der Pariser Klimakonferenz: Nach schwierigen Verhandlungen will der französische Außenminister und Konferenzleiter Laurent Fabius am Vormittag seinen Vorschlag für einen Weltklimavertrag präsentieren.

Der neue Textentwurf soll die verbliebenen Streitpunkte überbrücken und noch an dem Tag den 196 Vertragspartnern vorgelegt werden. Es wäre der erste Vertrag, mit dem sich nahezu alle Staaten auf Klimaschutz verpflichten.

Wie die französische AFP meldete, wurde der Entwurf in der Nacht fertigstellt. Die Nachrichtenagentur berief sich auf Eingeweihte in der Konferenzleitung. Präsentiert werden soll der Vorschlag demnach um 11.30 Uhr. Ursprünglich war dafür 9.00 Uhr geplant. Die Übersetzung des Entwurfs machte dem Bericht zufolge aber die Verschiebung nötig.

Am Freitag waren beträchtliche Spannungen deutlich geworden. Eine selbst ernannte Koalition der Ehrgeizigen aus EU, USA und zahlreichen Entwicklungsländern warnte davor, bei den Bestimmungen zum Klimaschutz hinter dem letzten Textentwurf zurückzubleiben. Umstritten ist nach wie vor die Frage der Finanzhilfen für Entwicklungsländer. EU und USA wollen hier künftig auch finanzstarke Schwellenländer zur Kasse bitten, diese lehnen das ab.

"Wir werden uns nicht mit dem kleinsten gemeinsamen Nenner begnügen", kündigte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks an. Fabius warnte die Teilnehmer davor, zu hoch zu pokern: "Wenn jeder auf seinen 100 Prozent besteht, dann gehen alle mit null Prozent nach Hause."

Wegen anhaltender Differenzen hatte Gastgeber Frankreich die Konferenz um einen Tag verlängert. In fieberhaften Gesprächen im kleinen Kreis suchten Minister und Unterhändler nach Kompromissen bei den umstrittenen Kernpunkten. Auch Staatschefs schalteten sich ein.

Hoffnung schöpften Umweltschützer aus der Ankündigung, dass Brasilien sich der informellen Allianz für einen ehrgeizigen Klimavertrag anschloss. Christoph Bals von Germanwatch sah ein Anzeichen, dass sich Schwellen- und Industrieländer aufeinander zu bewegen. "Es zeichnet sich ab, dass Brasilien, Südafrika und Mexiko eine wichtige Brückenrolle für das Abkommen spielen können."

Umweltschützer fürchten allerdings, dass die Detailregelungen nicht ausreichen, um die Erderwärmung wie geplant auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen. Mit den bisher vorgelegten nationalen Klimaschutzplänen würde die Temperatur auf der Erde um etwa 2,7 Grad steigen. Indien sieht die alle fünf Jahre geplanten Nachbesserungen der Ziele mit Skepsis und sieht zunächst die Industriestaaten in der Pflicht, die historisch viel mehr CO2-Emissionen in die Atmosphäre gepustet haben.

"Die entwickelten Länder wehren sich etwas gegen die Pflicht, Geld an die Entwicklungsländer zu zahlen", sagte der Umweltminister von Guatemala, Andreas Cord Lehnhoff Temme, der Deutschen Presse-Agentur. Ein Knackpunkt sei die Frage, ob die Hilfen freiwillig oder verpflichtend werden sollten. Christoph Bals von Germanwatch betonte: "Um den gordischen Knoten aufzulösen, müssen sie sich zu regelmäßigen Finanzierungsrunden alle fünf Jahre verpflichten und eine klare Zusage geben, dass ein erheblicher Anteil der Klimafinanzierung für die Anpassung an die Folgen des Klimawandels vorgesehen ist."

Links zum Text

http://unfccc.int/2860.php http://www.cop21.gouv.fr/en http://newsroom.unfccc.int/ http://www.oecd.org/environment/meeting-climate-goals-will-require-stronger-policies-to-cut-emissions.htm http://www.ipcc.ch/publications_and_data/publications_and_data_reports.shtml http://dpaq.de/V51PF http://newsroom.unfccc.int/financial-flows/climate-finance-building-ahead-of-paris-overview-of-recent-announcements/ http://ec.europa.eu/clima/news/articles/news_2015120902_en.htm http://unfccc.int/documentation/documents/advanced_search/items/6911.php?priref=600008822