Kinderrechte . Herausgeberinnen: Anna Maria Kalcher, Karin Lauermann

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Kinderrechte (A.M. Kalcher,  K. Lauermann)
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Online-Publikation: Februar 2018 im Internet-Journal <<kultur-punkt.ch>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
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144 Seiten; 17 x 24 cm; Softcover; ISBN 978-3-7025-0876-0; € 23,00 / eBook: 978-3-7025-8041-4, € 16,99
Verlag Anton Pustet, A-5020 Salzburg; http://www.pustet.at; mailto:office@barbara-brunner.at

Charakteristika
> Alle Kinder haben Rechte!
> Adoleszenz / Heranwachsen
https://de.wikipedia.org/wiki/Adoleszenz
> Kinderrechte
Als Kinderrechte im engeren Sinne werden die Rechte von Kindern und Jugendlichen bezeichnet. Weltweit festgeschrieben sind sie in der UN-Kinderrechtskonvention (im Folgenden UN-KRK), die am 20. November 1989 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet und heute von den meisten Staaten der Erde ratifiziert worden ist, woraus sich eine universelle Verbindlichkeit der Kinderrechte ableiten lässt. Dieser Beschluss war das Ergebnis eines jahrzehntelangen Prozesses nach dem Zweiten Weltkrieg, an dessen Anfang die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte im Jahr 1948 stand.
Im übernationalen Bereich hat auch das Haager Minderjährigenschutzabkommen Bedeutung
https://de.wikipedia.org/wiki/Kinderrechte

Inhalt
 Janusz Korczak (1878–1942), der polnisch-jüdische Kinderarzt und Pädagoge, forderte als erster nachhaltig Rechte für diejenigen, die über Jahrhunderte hinweg weitgehend rechtlos waren: die Kinder. 75 Jahre nach seiner Ermordung erhebt die 66. Internationale Pädagogische Werktagung Salzburg die Kinderrechte, wie sie von der UNO erstmals 1959 beschlossen und 1989 zur rechtsverbindlichen Kinderrechtskonvention erweitert wurden, zum Thema.
 In diesem Buch von Anna Maria Kalcher und Karin Lauermann werden die Bedeutung und die Auswirkungen dieser UN-Kinderrechtskonvention reflektiert. Im Fokus stehen Konzepte der Demokratiepädagogik, der Entwicklung von Selbstständigkeit und Verantwortungsgefühl sowie Fragen nach Verbindlichkeiten, die wir von Kindern und Jugendlichen in erzieherischen Kontexten erwarten. Zudem werden die Ansätze Janusz Korczaks diskutiert und Emmi Piklers Engagement als Anwältin für Säuglinge und Kleinkinder beleuchtet.

Diskursexperten:
 Über diese pädagogischen Grundfragen sprechen namhafte Referentinnen und Referenten:
 Univ.-Prof. Dr. Lothar Krappmann, Freie Universität Berlin
 Mag. Dr. Andreas Paschon, Universität Salzburg
 Univ.-Prof. Dr. Michael Winkler, Universität Jena
 Univ.-Prof. Dr. Annedore Prengel, Universität Potsdam
 Dr. Andrea Holz-Dahrenstaedt, Kinder- und Jugendanwaltschaft Salzburg
 Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Hannelore Reicher, Universität Graz
 MMag. DDr. Andrea Richter, Schulpsychologie Bildungsberatung Niederösterreich
 Anna Tardos, Pikler-Institut Budapest
 Univ.-Prof. Dr. Dr. hc. mult. Fritz Oser, Universität Fribourg

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Fazit
Wenn Kinder stören, streiten und quälen, dann kommt den Betroffenen vorerst nicht der Essay von Fritz Oser im Diskursbuch von Anna Maria Kalcher und  Karin Lauermann "Kinderrechte" in den Sinn.
Darin geht es um Empfehlungen, 'das zu tun, was das Kind nicht will, bei Fehlern korrigiert zu werden, Krisen zu durchleben, nicht alles selbst entdecken zu müssen - den vollständigen Respekt, das Vorschuss-Vertrauen und seine Einzigartigkeit' anerkannt zu bekommen.
Inhaltlich geht es um die kinderrechtliche Verbesserung pädagogischer Beziehungen (am Beispiel 25 Jahre Kinderrechte in Österreich), um Mitbestimmen - Mitgestalten - Partizipation...
Quintessenz:
Das Wichtigste für die Entfaltung eines Kindes, so Oser, ist, wenn es Verantwortung für das Lernen eines anderen Kindes übernehmen kann, so entsteht originärer Lernzuwachs gepaart mit sozialer Selbstwirksamkeit (empirisch nachgewiesen). Das bedeutet wirksame Zukunftsgestaltung für die Gesellschaft. m+w.p18.2

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