Inszenierung ornamental (K. Moser) - Kultur-Punkt.ch

Koloman Moser : Universalkünstler zwischen G. Klimt & J. Hoffmann / Universal Artist between Gustav Klimt & Josef Hoffmann . Hrsg. C. v. Thun-Hohenstein / E.Schmuttermeier / C. Witt-Dörring

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Inszenierung ornamental (K. Moser)
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Online-Publikation: Januar 2019 im Internet-Journal <<kultur-punkt.ch>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< Koloman Moser : Universalkünstler zwischen G. Klimt & J. Hoffmann / Universal Artist between Gustav Klimt & Josef Hoffmann . Hrsg. C. v. Thun-Hohenstein / E.Schmuttermeier / C. Witt-Dörring >>
288 Seiten;30,5 x 23,0 cm; gebunden; ISBN 978-3-0356-1849-5; 44,95 € / $51.99 / £41.00
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Birkhäuser Verlag AG, Basel; http://www.degruyter.com/;  http://www.degruyter.com/dg/page/birkhauser

Charakteristika
• Alle Werkaspekte Kolo Mosers in einer aktuellen Zusammenschau
• Große Ausstellung im MAK 19.12.2018–22.4.2019
• Beiträge internationaler Experten
• Topoi:
> Schlagworte: Sezession; Wiener Werkstätte; Wien; Vienna; Jugenstil; Fin de Siecle; KolomanZielgruppe: Architekten, Künstler, Kunsthandwerker, Historiker, Studenten, interessierte LaienFachgebiete
   Architektur und Design > Graphik, Kommunikationsdesign; Ornament; Kulturgeschichte,
> Zielgruppe: Architekten, Designer, Künstler, Kunsthandwerker, Historiker, Studenten, Kultur-Interessierte

Inhalt
Kolo Moser war einer der bedeutendsten Universalkünstler im Wien der Jahrhundertwende: er zählt zu den führenden Vertretern des Jugendstils. Sein Werk umfasst Malerei, Grafik und Kunsthandwerk sowie u. a. Mode- und Möbelentwürfe und Designs für Beleuchtungskörper, Bühnendekorationen, Glasfenster, Buchillustrationen und sogar Banknoten.
Als Schrittmacher der Kunst seiner Zeit war er Gründungsmitglied der Wiener Secession und etablierte 1903 die Wiener Werkstätte, gemeinsam mit dem Architekten Josef Hoffmann und dem Industriellen Fritz Waerndorfer. Das Ziel dieser Produktionsgemeinschaft bildender Künstler war die Realisierung des Gesamtkunstwerks auf handwerklich höchstem Niveau. Rund 400 Objekte, systematisch präsentiert und durch Essays erläutert, eröffnen einen neuen Blick auf sein beeindruckendes Lebenswerk. h
ttps://de.wikipedia.org/wiki/Koloman_Moser

Blick ins Buch
https://www.degruyter.com/view/product/511171?rskey=QTNgDi
Blick in die Aussellung
Universalkünstler zwischen Gustav Klimt und Josef Hoffmann
Mi, 19.12.2018–Mo, 22.04.2019
MAK-Ausstellungshalle
Bis heute übt Koloman Mosers Gesamtwerk eine nachhaltige Faszination aus. Als Universalkünstler beherrscht Moser die Disziplinen Malerei, Grafik, Kunstgewerbe und Innenraumgestaltung ebenso wie Mode und Bühnenbild. Das von der Wiener Secession propagierte Gesamtkunstwerk lebt Moser in beeindruckender Weise vor. Er gilt als einer der wichtigsten Wegbereiter der Wiener Moderne, als einer der einflussreichsten Künstler des Wiener Jugendstils und zählt neben Gustav Klimt und Josef Hoffmann zu den führenden Künstlerpersönlichkeiten des Wiener Kunstfrühlings.
Anlässlich seines 100. Todesjahres würdigt das MAK Koloman Moser (1868–1918) mit einer der bisher umfangreichsten Personalen zu seinem großen und visionären Werk. Die Ausstellung taucht tief in das Œuvre des Ausnahmekünstlers ein und zeigt auf, wie entscheidend Moser die Suche nach einer neuen, modernen Formensprache in Wien um 1900 mitgeprägt hat. Viele der rund 500 Exponate, großteils aus der MAK-Sammlung und ergänzt um zahlreiche nationale und internationale Leihgaben, werden erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Chronologisch aufgebaut und in fünf Kapitel gegliedert, lässt die MAK-Schau jede Etappe von Mosers ungewöhnlichem Werdegang Revue passieren: vom Maler zum Allround-Gestalter und schließlich wieder zurück zur Malerei.
Gastkurator: Christian Witt-Dörring
Kuratorin: Elisabeth Schmuttermeier, Kustodin MAK-Sammlung Metall und Wiener-Werkstätte-Archiv


Fazit
Zu Recht  übt  'Koloman Mosers Gesamtwerk bis heute eine nachhaltige Faszination aus. Als Universalkünstler (1) beherrscht Moser die Disziplinen Malerei, Grafik, Kunstgewerbe und Innenraumgestaltung ebenso wie Mode und Bühnenbild' wobei das Ornament (2). eine inhärente Rolle (3) einnimmt.
Die hervorragend, bibliophil gestaltete Monografie - sowohl bild-ästhetisch als auch text-analytisch,  zusammen mit der chronologisch wie übersichtlich - in fünf Stadien - aufgebauten Ausstellung.
Inhaltlich wird das panoramatische Talent, zugleich Grenzgängerische von Moser 'dionysisch wie apollinisch (4)' umfassend gewürdigt - zwischen Otto Wagner, Olbrich und Wiener Secessionisten (5).
Auf diese Weise ist in einmaliger wie panoramatischer Weise - am Beispiel eines Protagonisten der Wiener Sezession die universale wie platonische Sichtweise dieser Epoche klar zu legen (Katalogbuch) und mehrdimensional (Ausstellung) positionieren. m+w.p19-1

1)
Universalmensch & -künstler
Der Universalmensch (italienisch uomo universale) ist ein Idealbild des Menschen, das zur Zeit der Renaissance entstand, angelehnt an Vorbilder aus der griechisch-römischen Antike. Ein Universalmensch ist im Sinne des Humanismus vielseitig gebildet, aufgeschlossen und unabhängig von kirchlichen Dogmen. Er wird schöpferisch tätig und lebt idealerweise in Harmonie mit der Natur.
https://de.wikipedia.org/wiki/Universalmensch
2)
Ornament : Design - Überblick
> Universalkunst
Koloman Josef Moser (geboren 30. März 1868 in Wien, Österreich-Ungarn; gestorben 18. Oktober 1918 ebenda; auch Kolo Moser) war ein österreichischer Maler, Grafiker und Kunsthandwerker.
> Ornament ein Verbrechen?!
Adolf Loos (* 10. Dezember 1870 in Brünn, Mähren, damals Österreich-Ungarn; † 23. August 1933 in Kalksburg bei Wien, Niederösterreich; heute Teil von Wien) war ein österreichischer Architekt, Architekturkritiker und Kulturpublizist. Er gilt als einer der Wegbereiter der modernen Architektur.
https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Loos
http://www.kultur-punkt.ch/architektur-design/design-topoi-4-0/design-ueberblicke/design-ornament.html
> A Ornament will i sehen
http://www.kultur-punkt.ch/architektur-design/architektur-topoi-2-0-4-0/architektur-protagonisten/ornament-diskurs.html
> Inhärenz mit Ornament (Auszug) / Bildende Kunst, Architektur, Un(d)Sterblichkeit
Abseits der unvermeidlichen Förderung der Besucherquote mithilfe des Gaffersyndroms bei der Veröffentlichung eines katastrophalen Ereignisses, sei es noch so lange her wie hier bei diesem, wollen wir im Gegenzug aus phänomenologischer Sicht auf das Innewohnen, die Inhärenz  von Rahmenhandlung/Ornament , Bildwelt/Malerei-Architektur zur Thematik von Un(d)Sterblichkeit hier näher eingehen. Dank dem Diskurs vor Ort mit  zeitgenössischen Maler Heribert Heere  www.heere.de ist das   zwiespältige Verhältnis in den letzten hundert Jahren nach Adolf Loos, Bauhaus I (D)und II (USA) bei der Vernichtung des Ornaments und operativen Ausgrenzung bei diesem höchst anschaulichen Rundgang noch krasser zu Tage getreten. Dabei  zeigt sich eine Kultur des seismografischen Ahnens in der bildenden Kunst vor den Stunden des Untergangs vom 24. August 79 n.Chr. und deren Innewohnende Bildkunst in einem determiniert – ja existenzialistisch (nach Sarautte, Sartre..) - wirkenden ornamentalen bis architektonischen Rahmen. Die Kurzformel dazu lautet Ornament : Bildwelt - Im Wechselschritt
http://www.kultur-punkt.ch/architektur-design/architektur-design-urban-topoi-a-z/rem.html
3)
Inhärenz (Innewohnen, Anhaftung)
In der Philosophie bezeichnet der Begriff Inhärenz den Umstand, dass manche Eigenschaften notwendig zu bestimmten Sachen dazugehören. Es besteht ein inniger Zusammenhang (Inhärenz) zwischen einer Eigenschaft und dem Träger der anhaftenden oder innewohnenden Eigenschaft. Die Inhärenz unterstreicht also Zusammenhänge und Abhängigkeiten. Der Begriff umfasst aber auch jene Eigenschaften, die einem Ding oder einer Substanz durch einen Zufall anhaften können und die deswegen keine Notwendigkeit darstellen. Hierbei handelt es sich um sogenannte Akzidenz.
http://www.kultur-punkt.ch/diskurs-platon-akademie-4-0/pa4-diskurs-topoi-aktuell-a_z.html
4)
Platon Akademie / PA4
Apollinisches
Das kognitiv Eine: Wahrhaftige / verum
Inhärentes > Ornamentales
Das ethisch Eine: Gute / bonum
Dionysisches
Das ästhetisch Eine: Schöne / pulchrum
Zusammen bilden sie das  Eine / unum
das sich der Sprache entzieht und ist deshalb undefinierbar archê tu pantos (Prinzip von allem, vgl. Sonnengleichnis) Ideen erkennen und ihre Ursache:
- Das Unsichtbare, Unsagbare (das der Sprache Entzogene) / indicibile;
- Das Unaussprechliche (jedoch für ein Subjekt mystisch Erfahrbare) / ineffabile;
- Das Gewahren des Unausdrückbaren (inexprimabile) und Unbeschreiblichen...
http://www.kultur-punkt.ch/diskurs-platon-akademie-4-0.html
5)
Wiener Secession
'Sine arte sine amore non est vita' - L.Hevesi,
https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Hevesi)
Die Wiener Secession ist eine Vereinigung bildender Künstler in Wien aus der Zeit des Fin de siècle. Davon abgeleitet wird auch die Wiener Variante des Jugendstils als Secessionsstil oder Wiener Jugendstil bezeichnet..
https://de.wikipedia.org/wiki/Wiener_Secession
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