--Wolkenpost: Harald Naegeli

von: harry wolke <mailto:urwolke@hotmail.com>
Betreff::landschaften
Datum:29.05.2014 um20.53
an;Freunde der Wolke

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Galerie - Kunst & Gestaltung 4.0 - nach Topoi > Begegnungen > real > imaginär -- Naegeli
--Naegeli -Wolkenpost
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Online-Publikation: März 2021 im Internet-Journal <<kultur-punkt>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< Wolkenpost: Harald Naegeli >>
144 Seiten, Klappenbroschur; 978-3-257-02176-9; € (D) 32.00 / sFr 42.00* / € (A) 32.90
Diogenes Verlag AG, Zürich; http://www.diogenes.ch; info@diogenes.ch; mail@steidl.de;

Charakteristika
> Topoi:
Imaginäre Kunst, Cartoon, Fotografie
> Harald Naegeli : 'Liebe Freunde, wie sind aus solchem Stoff, aus dem man Täume macht; und unser kleines Leben beginnt und schliesst mit Schlaf'. William Shakespeare:, Der Sturrm. Übersetzung: Joachim Lux (Burgtheater, Schauspielhaus Zürich Barbara Frey)
> Der Sinn der Kunst ist Utopie, erfährt sich selbst - in Teilhabe mit Anderen - und die Aufgabe aller Künstler ist die Aufklärung,
H. Naegeli

Wolkenpost
Als »Harry Wolke« schreibt Harald Naegeli seit 2013 in unregelmäßigen Abständen an die »Freunde der Wolke«. In seinen rebellischen und philosophischen Nachrichten erzählt er über seine neuesten Graffiti und Zeichnungen, aber auch über Begegnungen mit Mensch und Tier, über die Lektüre, die ihn inspiriert, über seinen unzerstörbaren Glauben an die Utopie und seine Sicht auf die Kunst – nicht nur im öffentlichen Raum. Zeilen voll Absurdität, Nachdenklichkeit und Zuneigung, die abgerundet werden von Fotos seiner Arbeiten: Frauen und Flamingos, Blitze und Fische, Augen und Wanzen – das Universum eines einmaligen Künstlers.

Autor und Gestalter
Harald Naegeli, 1939 in Zürich geboren, studierte in Zürich und Paris und machte sich in den 1970er Jahren einen Namen als ›Sprayer von Zürich‹. Seine Arbeiten sind stets Protest gegen Uniformierung und den gängigen Kunstbegriff. Während seine Graffiti in der Schweiz immer wieder entfernt und Naegeli strafrechtlich verfolgt wurde, hat er in Deutschland unter anderem durch Joseph Beuys Unterstützung erhalten. Er schuf ein umfangreiches zeichnerisches Werk. Im September 2020 erhielt Harald Naegeli den Kunstpreis der Stadt Zürich.

Stimme
»Dieses Buch ist vieles. Es ist ein Bilderbuch, und es ist Poesie. Es ist ein Tagebuch, ein politisches Manifest, ein Brief- und ein Entwicklungsroman.«
Hélène Arnet / Züritipp, Zürich

Fazit
"Der Sinn der Kunst ist Utopie, erfährt sich selbst - in Teilhabe mit Anderen - und die Aufgabe aller Künstler ist die Aufklärung, so leitet Harald Naegeli seine Werkübersicht "Wolkenpost" mit seiner äusserst markanten Srrichführung - präsentiert unvermittelt im urbanen Alltags-Gelände wie zumeist an der Wand bis Boden zumeist an-eckend am privaten Eigentum ausgeliefert, verfolgt und gebüsst - um tauben Augen durch den grauen Alltag in die Utopie vor zu stampfen und im Hier und Jetzt zu begegnen und zum Diskurs aufzufordern Sein Linienskelett weist immer knapp abstrahiert und kantig Wesentliches aus.
Naegeli ist Sinnfinder von urbanen Kürzeln einer visionär-utopischen Zukunft.
Schliesslich ist dieses Werkportrait von Naegeli dank der überaus gelungenen synästhetischen* Kooperation von Diogenes und Steidl entstanden.
m+w,p21-2 < k. >

*) Synästhetisch
https://www.kultur-punkt.ch/galerie/werkzeuge-n-der-betrachtung/aesthetik-reflexionen/synaesthetisches.html
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