W. Wondratschek: Mittwoch - Kultur-Punkt.ch

Wolf Wondratschek : Mittwoch . Roman

Belletristik
W. Wondratschek: Mittwoch
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Online-Publikation: April 2015 im Internet-Journal <<kultur-punkt.ch>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung

dtv 14408 : 248 Seiten; ISBN 978-3-423-14408-7;  9,90 [D] 10,20 [A]
Deutscher Taschenbuch Verlag, München; http://www.dtv.de

Inhalt
Ein Roman, in dem Tausendundeine Nacht auf einen Tag fallen
Ein Hundert-Euro-Schein geht im Laufe eines Tages - und dieser Tag ist ein Mittwoch - von Hand zu Hand, und Wolf Wondratschek tut nichts anderes, als die Personen, zu denen diese Hände gehören, vor unseren Augen lebendig werden zu lassen.
Und der oder die kann ein Mechaniker, ein Friseur, eine Hure oder ein Boxer sein oder auch einer der vielen feinen Raucher, die sich in einem Tabakgeschäft versammeln. Auf diese Weise entsteht auf bewegende Weise und fern jeder Ideologie das Bild einer Menschheit, in der niemand für sich ist, sondern alle auf geheimnisvolle Weise mit allen verbunden sind.

Autor
Wolf Wondratschek, geboren 1943 in Rudolstadt/Thüringen, lebt in Wien.
"Es ist seltsam, wie viel erfinden müssen..."
Gedichte, Reportagen und Romane - Wolf Wondratschek ist ein begnadeter Poet und Erzähler. Mehr über den in Wien lebenden Autor und seine Werke im dtv-Special.
Unter anderem war er Redakteur der Literaturzeitschrift Text und Kritik.http://de.wikipedia.org/wiki/Wolf_Wondratschek

Fazit
Wolf Wondratschek verweigert sich seit seinen literarischen Anfängen weitgehend dem Literaturbetrieb - das charakterisiert über ihn hinaus die österreichische Kulturszene und ihre Protagonisten. In seinen Texten dokumentiert sich auch inhaltlich seine radikale Opposition zu herkömmlichem Sprachausdruck. Diese seine spezifisch-verwirrend, zugleich tief berührend, narrative Art äussert sich auch im Roman "Mittwoch" , hintergründig umgeben von den Titelfeldern seiner Hörspiele*. m+w.p15-4
 

*) Den Autor charakterisierende Begriffsfelder / Topoi, am Beispiel seiner Hörspiel-Titel:
Freiheit oder Ça ne fait rien (SR 1967), Regie: Hans Bernd Müller
Paul oder Die Zerstörung eines Hörbeispiels (WDR/BR/HR/SR 1969), Regie: Heinz Hostnig
Zufälle (SR/WDR 1969), Regie: Heinz Hostnig
Einsame Leichen (WDR 1970), Regie: Hein Bruehl
Zustände und Zusammenhänge (BR/SR 1970)
Akustische Beschreibungen (1971)
Kann das Quietschen der Straßenbahn nur eine Frau sein (WDR 1971)
Eine Sendung für Anfänger (WDR 1973)
Maschine Nr. 9 (BR/HR/NDR 1973), mit Bernd Brummbär und Georg Deuter, Regie: Wolf Wondratschek, Bernd Brummbär, Georg Deuter
Die himbeerfarbene Glühbirne (WDR 2007), Regie: Angeli Backhausen