Weltsicht - länderweise; Der Fischer Weltalmanach

39 zu Weltsicht
W+B Agentur-Presseaussendung Januar 2000
<<Weltsicht - länderweise; Der Fischer Weltalmanach>>
In Zahlen, Daten und Fakten sowie Hintergrundinformationen, alljährlich überarbeitet.
Herausgegeben von Dr. Mario von Baratta
Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main, 1403 S.; 1999; DEM 24,90.-
www.s-fischer.de
Zehn kompetente Autoren, zusammen mit den Karto-grafen von bitmap, Mannheim, sowie der hervor-ragenden Grafikerin Christine von Solodkoff, verstehen es die Daten und Fakten der Länder der Erde, effizient begreiflich zu machen und vor allem zu visualisieren.
Dabei sind es besonders die vielen Zweifarben - Karten, die in ihrer Übersichtlichkeit, einen schnellen Blick zulassen. Darüber hinaus tragen die hellen, sanft abgestuften Farbfelder in den Karten, zur erhöhten Lesbarkeit bei.
Die Nato Karte IX beispielsweise, die Mitglieder und Kommandostruktur darstellt, zeigt dies überzeugend: man sieht auf einen Blick den neutralen Korridor, der tief, begonnen von Slowakei, Österreich bis zur Schweiz, einragt, insbesondere für jeden geopolitisch Denkenden ein wichtiges Indiz zum Weiterfragen.
Da wir schon, unter anderem Österreich, Karte XXIX, erwähnt haben, ist der Redaktion dabei ein wesentlicher Fehler unterlaufen: St. Pölten ist seit mehreren Jahren Landeshauptstadt von Niederösterreich geworden, bisher in Wien integriert, was die zuständigen Autoren noch nicht zur Kenntnis genommen haben. So erscheint St. Pölten ohne richtiges Legenden - Bildsymbol auf der Karte.
Ein winzige Kleinigkeit sei noch angemerkt: In der Universitätenkarte Deutschlands XXIII fehlt die Erklärung von HfB. Handelt es sich vielleicht um eine Hochschule für Bauwesen oder Bildung?
Ausserordentlich übersichtlich generell sind die Kurztextstellen, am Anfang eines jeden Landes, die dem Schnell - Leser eine überzeugende Hilfe anbieten.
Hier ist allerdings generell zu fragen, warum das BIP / Bruttosozialprodukt je Einwohner, immer noch in
Dollar angegeben wird, wo wir doch seit geraumer Zeit mit dem EURO befasst sind. Haben wir Europäer so wenig Selbstüberzeugung, dass wir uns hinter dem Dollar verstecken müssen? Es ist zudem umständlich, im Gegensatz zur sonstigen Klarheit im ganzen, dies selbst jeweils umrechnen zu müssen.
Die Flaggenkarten, von Afghanistan bis Zypern und von Organisationen, sind hervorragend gedruckt, müssten aber nicht gerade ein Land oder ein zusam-menhängendes Themenfeld teilen. Warum nicht am Ende des Buches? Möglicherweise erklärend, sei hinzugefügt: Es kann allerdings mit der Bindefähigkeit der Klebung bei Massierung verschiedener Papier-qualitäten zusammenhängen, wie z.B. zwischen Hoch-glanz- und gestrichenem Kunstdruckpapier.
Schliesslich werden die Landestrukturen, Staaten und ihre Wirtschaft, sowie ihre aktuelle politische Lage, Konflikte, sowie der Schwerpunkt Umwelt, darüber hinaus auch reformierende Gesetze anschaulich und sachlich beleuchtet, was die immense Erfahrung von vierzig Jahren zusätzlich bewirkt.