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Mythen & Kultstätten

W+B Agentur-Presseaussendung März 2004
 <<Den Langzeit-Mythen auf der Spur – Das Heilige präsentiert sich im Alltag>>
Buchbesprechung
<<Anne Bancroft: Mythen, Kultstätten und die Ursprünge des Heiligen>>
Aus dem Englischen von Dita Stafski
 286 S.; Paperback; EUR 11,95
Patmos Verlag, Düsseldorf, 2004 www.patmos.de

Anne Bancroft hat die Originalschrift dazu bereits 1987 unter dem Titel Origins of the Sacred – the Way of the Sacred in Western Tradition  in London und New York bei Arcana erfolgreich publiziert.
Ihre Aufmerksamkeit richtet sich dabei auf folgende Inhalte:  Frühes Bewusstsein: Die Traumzeit; Der Schamane und die Geister der Tierwelt; Mutter Erde; Sonne, Mond und Erdtempel; Eine Religion aus Stein; Schöpfung und Imagination: die Kelten; Druiden – die Schamanenpriester der Kelten; Die Götter von Rom und Athen (warum chronologisch zuerst Rom genannt wird, bleibt unklar?); Die Kriegsgötter des nördlichen Europas; Die Heilige Familie und die alten Götter; Eremiten und Mystiker -
In dessen letzten zwei Unterthemen befasst sich Bancroft mit Das Göttliche Dunkel und mit dem Licht im Alltag.
So kommt Bancroft zum Schluss, dass es statt einer ständigen Perfektionierung in Jahrtausenden der Entwicklung des Menschen drei Grundvorstellungen gibt,  auf die sich die Hoffnung der Menscheit von Anfang an stützt:
1. dass Wesenhaftigkeit des menschlichen Selbst mit der der zeitlosen Realität übereinstimmen..
2.dass der Mensch ..sich aus der Konditioniertheit durchdie Dinge zu lösen habe, so dass ihm schliesslich– sobald dies   gelingt – die wahre Essenz seines irdischen Daseins erkennbar wird.. und den ihmzugewiesenen Platz innerhalb des  Universums in seiner ganzen Bedeutung begreifen…
3. Diese erkannten Daseinsbedingungen .. finden ihren entsprechenden Ausdruck in deren Literatur und
 darstellenden Künsten, Musik, Prophezeiungen und Mythen
.
Fazit. Aus allen diesen Erkenntnissen will Bancroft vorschlagen, statt der bisherigen Unterschätzung des frühen Menschen seine ganz alltägliche Welt mit all ihren Höhen und Tiefen, aber auch den sie bestimmenden Elementen des Numinosen und Spirituellen zum Kriterium zu machen.
Fazit: Das Heilige präsentiert sich im Alltag, sinngemäss formuliert nach der Eliade und Bancroft