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Kuratorium perfekter Zahnersatz, 2008-05: "Raucher verlieren früher ihre Zähne - Risiko für Parodontitis und Mundhöhlenkrebs höher – Zahnarztbesuch wichtig"
pressestelle@kuratorium-perfekter-zahnersatz.de
www.zahnersatz-spezial.de

(za). Das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg hat erneut auf die Gefahren des aktiven und passiven Rauchens
hingewiesen. „Rauchen erhöht nicht nur das Risiko, einen Schlaganfall, eine Erkrankung des Herz-Kreislaufsystems oder der Lunge zu erleiden, auch die Mundgesundheit ist gefährdet“, teilt dazu das Kuratorium perfekter Zahnersatz mit.

Rauchen führt zu einer schlechteren Durchblutung – überall im Körper, somit auch in der Mundhöhle. Folge ist, dass bei Rauchern
chronisch verlaufende Erkrankungen des Zahnfleisches und des Zahnhalteapparates (Parodontitis) deutlich häufiger auftreten als
bei Nichtrauchern. Auch die Ergebnisse bei der Behandlung der Parodontitis sind bei Rauchern im Vergleich zu Nichtrauchern
schlechter. Daher haben Raucher im Durchschnitt weniger Zähne als Nichtraucher.

Vor allem bei starken Rauchern sind zudem die Einheilungsrate und die Lebensdauer von dentalen Implantaten geringer. Der
Bundesverband der implantologisch tätigen Zahnärzte in Deutschland benennt Rauchen sogar als wesentlichen Risikofaktor für die
Ausbildung einer so genannten Periimplantitis, bei der sich das um ein Implantat verlaufende Zahnfleisch entzündet. Diese kann
langfristig zum Verlust des Implantates führen.

Besonders kritisch wird es, wenn an den an einer Parodontitis erkrankten Zähnen beziehungsweise an den von einer Periimplantitis
betroffenen Implantaten umfangreicher Zahnersatz abgestützt oder verankert ist. Hier kann schon beim Verlust eines einzigen
Pfeilers der gesamte Zahnersatz unbrauchbar werden, mit entsprechenden Folgen für den Patienten.

Wenig bekannt, aber dramatisch in der Auswirkung: Rauchen begünstigt darüber hinaus auch deutlich die Entstehung von Krebs in
der Mundhöhle und im Rachen – bei Männern immerhin die sechsthäufigste Krebstodesursache. Nach Angaben des Deutschen
Krebsforschungszentrums ist bei rauchenden Männern das Risiko, an Mundhöhlen- oder Rachenkrebs zu erkranken, im Vergleich zu Nichtrauchern 27-fach erhöht.

Rauchen ist aber nicht nur eine Gefahr für die Gesundheit, es macht die Zähne auch hässlich: Die im Tabakrauch enthaltenen
Pigmente können zu unschönen Verfärbungen von Zähnen oder Zahnersatz führen. Durch professionelle Mundhygienemaßnahmen
lassen sich diese meist wieder entfernen. Außerdem sollten Raucher bei Zahnersatz Versorgungen aus Zirkonkeramik wählen, da
diese wenig anfällig sind für Verfärbungen. Aber Vorsicht: Billig-Zahnersatz aus China kann, wie eine amerikanische Untersuchung
jetzt zeigte, auch mit dem Risiko behaftet sein, Verunreinigungen wie Blei zu enthalten. Es empfiehlt sich daher, Zahnersatz nur
aus geprüften Materialien und in einem deutschen Meisterlabor, das eng mit dem Zahnarzt zusammenarbeitet, anfertigen zu
lassen.

Schließlich kommt auch der regelmäßigen Kontrolle eine erhebliche Bedeutung zu: „Vor allem für Raucher ist es wichtig, zwei Mal
jährlich zum Zahnarzt zu gehen. Damit lassen sich die Folgen des Rauches auf die Mundgesundheit frühzeitig erkennen“, rät das
KpZ. Wer komplett dem blauen Dunst entsagt, hat übrigens gute Chancen, dass sich die oben genannten Risiken im Verlauf einiger Jahre zurückbilden. Daher lautet die beste Empfehlung an alle Raucher: Weg mit dem Glimmstängel!

 


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Stand: SEPTEMBER 2010