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KpZ 2006 - Dr. Nahid Meyer-Tehrani: Überlebenszeitanalyse von Zahnimplantaten privatversicherter Patienten
Beobachtung bundesweit inserierter Implantate, ihrer Verluste sowie erfolgter Nachimplantationen.
Tätigkeitsfeld: Vorklinische Zahnheilkunde, Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universität Köln
mailto:c.meyert@t-online.de; mailto:t.kerschbaum@uni-koeln.de;  http://www.uk-koeln.de  > Prof. Dr. med. Thomas Kerschbaum, Doktorvater von Frau Dr. Nahid Meyer-Tehrani, Trägerin des KpZ - Dissertationspreises 2006.

Im Rahmen der Dissertation wurden 530 Versicherte der Deutschen Krankenversicherung (DKV), die im Zeitraum Mai 1994 bis März 2003 insgesamt 2037 Implantate erhielten, anhand der von ihnen bei der Versicherung eingereichten Rechnungen erfasst. Die in den Rechnungen enthaltenen Daten wurden statistisch ausgewertet.

Um die Einflussfaktoren auf die Überlebenswahrscheinlichkeit der Implantate zu ermitteln, wurden zahlreiche Parameter in die Auswertungen einbezogen, wie zum Beispiel das Geschlecht der Patienten, die Anzahl sowie Ort und Datum der Implantationen, das Implantatsystem, die Art der prothetischen Versorgung, Implantatverluste wie auch erneute Implantationen nach Implantatverlust.

Die Überlebenswahrscheinlichkeit der Implantate war erwartungsgemäß sehr hoch (statistische Methode nach Kaplan-Meier). Sie betrug nach einem Jahr 98,8% (± 0,5%), nach 5 Jahren 97,1% (± 0,8%) und nach 7 Jahren 96,1% (± 1,0%). Bei 47 Patienten kam es zum Verlust von insgesamt 64 Implantaten. Bei 19 Patienten wurden 28 Implantate durch neue Implantate ersetzt. Die Reimplantationsrate lag mit 43,8% aller zu Verlust gegangenen Implantate unerwartet hoch. Beachtenswert ist, dass im gesamten Beobachtungszeitraum kein erneut inseriertes Implantat verloren ging.

Faktoren wie Geschlecht des Patienten oder der Ort der Implantation (Oberkiefer oder Unterkiefer) hatten keinen signifikanten Einfluss auf die Überlebensrate der Implantate (in allen Fällen p> 0,05). Weit verbreitete Implantatsysteme wiesen bessere Ergebnisse auf als unbekannte Fabrikate (p= 0,015). Auch die Art der prothetischen Versorgung (festsitzend oder herausnehmbar) hatte keinen statistisch signifikanten Einfluss auf die Überlebensdauer der Implantate (p=0,92).

Die Ergebnisse dieser Studie stimmen weitestgehend mit der aktuell auf diesem Gebiet veröffentlichten Fachliteratur überein. Ein neuer Aspekt, der bisher in der Literatur keine Beachtung fand, ist die Ermittlung der Nachimplantationen bei verloren gegangenem Erstimplantat.

Die in der Untersuchung ermittelten Überlebensraten von Implantaten bestätigen die Sicherheit dieser Therapie und den hohen Erfolg von implantatgestütztem Zahnersatz.


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   Stand: FEBRUAR 2012

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