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KpZ 2006 - Frau Georgia Trimpou als Vertretung
für Herrn Prof. Dr. Hans-Christoph Lauer :
Implantate – das Plus für mehr Lebensqualität
Direktor der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik, Zentrum der Zahn-,
Mund- und Kieferheilkunde (Carolinum) der Johann Wolfgang Goethe-Universität
Frankfurt/Main, ZZMK (Carolinum), Haus 29,
Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik,
Theodor-Stern-Kai 7, 60596 Frankfurt am Mai,
Tel.: 069 / 63 01 56 40, Fax: 069 / 63 01
37 11
mailto:H.C.Lauer@em.uni-frankfurt.de,
mailto:trimpou@em.uni-frankfurt.de
Die Implantologie fokussiert sich traditionell auf die hervorragenden
Möglichkeiten, Zahnersatz mit Hilfe zusätzlicher, osseointegrierter Pfeiler
besser und zugleich biomechanisch vorteilhafter zu verankern, als
konventionelle prothetische Therapiemittel es vermögen. Prothesen mit
verbessertem Halt – oder deren Vermeidung – sowie die Schonung intakter
Zähne für die Nutzung als Brückenpfeiler sind dank der hervorragenden
Verweildauer von Implantaten inzwischen Vorteile, auf die immer weniger
Patienten verzichten wollen.
Die Verbesserung der Lebensqualität resultiert vor allem in der Vermeidung
von herausnehmbaren Prothesen. Letztere bedürfen einer ständigen Nachsorge
und sind häufig so verankert, dass unter Funktion eine
Prothesenbeweglichkeit auftritt. Diese so genannte Kinematik wirkt sich
dauerhaft gesehen ungünstig auf das Prothesenlager aus. Fest verankerte
Kronen und Brücken hingegen vermitteln den Patienten die Empfindung eigener
Zähne und verhindern über die Einleitung funktioneller Reize einen
unphysiologischen Knochenabbau.
Ein sehr großes Indikationsfeld für Implantate bieten allerdings nach wie
vor zahnlose Patienten. Die demographische Entwicklung beeinflusst sowohl
die Anzahl als auch den Typ von Patienten in Zahnarztpraxen: In naher
Zukunft wird vor allem der Anteil an alten und sehr alten Patienten stark
zunehmen, die aktiv um eine Verbesserung des aufgrund ihrer atrophierten
Alveolarkämme insuffizienten Prothesenhalts nachfragen.
Durch lediglich zwei Implantate im Unterkiefer kann der Halt einer
Totalprothese so entscheidend verbessert werden, dass der Patient wieder
eine ausreichende Kau- und Sprechfunktion zurück gewinnt. Hier ist ein
bedeutendes Plus für mehr Lebensqualität zu erzielen. |