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PD Dr. Dr. Edmund Rose: Zahnärztliche Maßnahmen zur Behandlung des
Schnarchens und von obstruktiven Schlafatmungsstörungen
Leitender Oberarzt der Abteilung für Kieferorthopädie, Klinik für
Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
edmund.rose@uniklinik-freiburg.de
Schnarchen ist für einen Partner sehr störend und belastet eine Beziehung
nicht selten erheblich. Kommen nächtliche Atemaussetzer hinzu und wird der
erholsame Schlaf durch häufige Aufschreckreaktionen fragmentiert, liegt eine
ernstzunehmende Schlafstörung vor. In der Nacht getragene Schienen stellen
bei umschriebenen Voraussetzungen eine sehr erfolgreiche
Behandlungsmöglichkeit dar, das Schnarchgeräusch dauerhaft zu beseitigen.
Mit den Schienen wird der Unterkiefer leicht geöffnet und nach vorne
verlagert, hierdurch werden der Schlund und die Atemwege im Schlaf erweitert
und vor einem Verschluss bewahrt.
Die Therapieform wird gegenwärtig aktuell diskutiert. In den letzten 10
Jahren wurden an der Klinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde des
Universitätsklinikums Freiburg i. Br. zahlreiche Erfahrungen mit dieser
Therapieform an mehr als 1500 Patienten erworben. Verschiedene Schienen
wurden in mehreren klinischen Untersuchungen ausgetestet, verglichen und
verbessert. Die aktuellen Schienkonstruktionen bilden heutzutage eine
eigenständige Apparaturengruppe, die bezüglich der Effektivität, des
Tragekomforts, der Nebenwirkungen und der Haltbarkeit seit der
Erstbeschreibung wesentlich verbessert wurden. Wirksame Schienen sind
individuell für den Patienten im zahntechnischen Labor gefertigt. Die
sorgfältige Beurteilung der zahnärztlichen Voraussetzungen ist neben einer
präzisen schlafmedizinischen Diagnosestellung für einen dauerhaften
erfolgreichen Einsatz der Apparaturen eine Voraussetzung.
Obstruktive Schlafregulationsstörungen stellen sich bei Kindern klinisch
völlig anders dar. Eine Aufgabe kieferorthopädischer Maßnahmen ist die
Überwachung und Steuerung der skelettalen Entwicklung des Gesichtsschädels.
Bestehen skelettale Auffälligkeiten, die zu einer Einengung der Luftwege
führen, wie z. B. ein verkleinerter Unterkiefer oder ein zu schmales
Mittelgesicht, können durch kieferorthopädische Behandlungen diese bei
Kindern dauerhaft beseitigt werden. Die kieferorthopädische Abteilung ist
Mitglied eines interdisziplinär ausgerichteten Behandlungskonzeptes.
In der Präsentation werden die aktuellen Schienen vorgestellt und anhand von
Patientenbeispielen die Therapieformen veranschaulicht.
12. IZZ-presseforum, 21. Juli 2006, Freiburg
Zahnmedizin in Theorie und Praxis
Universitätsklinik für Zahn-, Mund und Kieferheilkunde Freiburg
1. Schlafbezogene Atmungsstörungen im Fokus der zahnärztlichen und
ärztlichen Schlafmedizin |