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Oekodose wird Tischkultur - Ikone
hans.jordi@hoffmann.ch
Sie ist mit der Büchse der Pandora reziprok
vergleichbar: „Die Oekodose hat am Ende ihrer Produktionslinie
einen Detektor, der das Austreten des Ungeheuerlichen stoppt.“
Die Führungskräfte von Hoffmann Neopac:
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Dr. Hans Jordi, General Manager |
Dipl. Ing. Rolf Käser,
Direktor Technik/Logistik/
Produktion |
René von Rotz, Verkaufsleiter |
Fazit:
Mit ungeheurem Fleiss, einer guten Portion Mut zur Vision und deren
kompetenter Umsetzung in einem Minuswachstumsfeld ist es zwei
mittelständischen und kooperierenden Unternehmen – wie Hoffmann Neopac
(CH) und tartex Dr.Ritter (D) möglich geworden, ihre Standhaftigkeit in
Standfestigkeit zu verwandeln und dank stetiger Innovation und
Patchwork-Technologie und vor allem mit motivierten und in die Vision
miteinbezogenen Mitarbeitern – Zukunft zu sichern. Hier und heute.
Die Oekodose wird aus Weissblech gefertigt. Über das
Informations-Zentrum Weissblech e.v
www.weissblech.de erfahren wir auf unserer Recherchereise, unterstützt
von Astrid Goldberg Insider-Beraterin <goldberg@fundh-d.de>
und von Heike Schur, Kommunikationsleiterin
schur@izw.de, dass beinahe 100% des Marktanteils des Weissbleches zur
Dosenverarbeitung dient.
In Thun, Kanton Bern,
mit 40.000 Einwohnern, am weltbekannten See mit seinem unverkennbaren
Türkis, das aber nur an Sonnentagen, ansonsten grausilber glänzend, ist
der Sitz der Firma Hoffmann Neopac AG , die sich mit der Fertigung der Oekodose
befasst.
Darüber hinaus werden auch Plastiktuben geformt, bekannt sind davon
insbesondere Oeko-Zahnpastentuben, die leider auch durch ihre Sperrigkeit
beim Biegen eine gewisse Unhandlichkeit und auch Verlust beim Ausdrücken
des Putzgutes aufweisen. Bedruckt werden sie mit dem neuesten
Sechsfarbenoffset-, Heissfolien- und Siebdruck. Dipl.Ing. Rolf Käser,
Technik/Logistik/Produktion - Direktor
rolf.kaeser@hoffmann.ch erklärt die Gründe für die Wanddicke der
Tuben: „Nur so kann der Sauerstoff nicht ausdringen, das Füllgut geschützt
und die Barriereeignung erreicht werden“.
  
Die Hauptproduktionslinie bildet
der Blechdruck, im sogenannten Offset-Frequenzrasterdruckverfahren auf
neuestem Hightech-Stand gebracht. Zur Frage der Tragikseite der
Rationalisierung, dazu auch Käser: „Es geht zwar weiter mit Qualität, aber
auch mit weniger Beteiligten“. Im Kompetenz-Zentrum werden alle Schritte
in einem Wochendurchgang erledigt vom Weissblech bis zur auslieferbaren
Leerdose - in den gewünschten und entsprechenden Firmenechtfarben bedruckt
und lebensmittelgerecht schutzlackiert.
Bekannte Marken und Anwendungsfelder sind u.v.a. Dosen für: Bleistifte von
Caran d’Ache, Zigarren von La Paz oder Getränke von Black Lemon,
Schokoladen von Hachez …
Dennoch sind eine hauseigene Härterei und eine Lehrlingswerkstatt für
Werkzeugmacher eingerichtet.Auch an guten alten, funktionierenden
Oerlikon-Maschinen wird ausgebildet. Nicht zuletzt als unabdingbare
Existenzsicherung für die Zukunft der hauseigenen Personalentwicklung.
Technisch ausgesprochen, heisst die hier hergestellte Oekodose
3-Stückdose, da sie aus Mantel, Boden und Deckel besteht, die durch
Linienschweissung eine feste Verbindung eingehen. Die Wandstärke beträgt,
je nach Bedarf, 0,16 bis 0,22 mm.
Angestrebt wird die Neuentwicklung einer 2-Stückdose im
Tiefziehverfahren, die nur aus Mantel und Deckel besteht und so an den
Füllort der Kunden geliefert wird.
Derzeit ist die führende Marktposition Hoffmann Neopac in Thun von
rund 4000 Stück Dosenfertigung pro Stunde gegenüber China mit 800 Stück
immer noch in einer sehr guten und qualitativen Vorrangstellung,
insbesondere was den Süsswaren- und Zigarrenmarkt betrifft.
Exklusive Kleindosen haben Auflagen bis zu 2500, mittlere 25 bis 30
Tausend und für Tartex sind es zwischen 500.000 bis zu 1,5 Mio. Weltweit
stehen 50 Mio. Dosen für Massenqualitäten 50 Tsd. Dosen für
Exquisitqualitäten gegenüber: 1 : 1000 also Klasse zu Masse, was für die
Produktion im Qualitätsbereich in Hinkunft auch in Thun bedeutet:
Kopfbedeckung, Vergitterte Fenster und Tuchbespannung über der
Produktionslinie – also noch mehr Anstrengung und stetig steigende
Innovation zur Markterhaltung von Qualitätsgütern.
Hinzu kommt noch die neue Kernkompetenz – die 2-Stück-Dose: „Tiefziehen
plus Polyfoil-Lack als High-tech Vorteil“, so Direktor Käser.
“Ziel der Vision einer Marke ist, dass auch Verpackung zu einer IKONE
wird“ stellt Dr. Hans Jordan, General Manager der Hoffmann Neopac
hans.jordi@hoffmann.ch fest, auf die Frage nach dem Anliegen
einer Dosen-Innovation.
Hoffmann Neopac
AG beschäftigt derzeit 550 Mitarbeiter mit 80 Mio. Umsatz und
Lizenzpartnern in den USA und Korea. Es handelt sich um einen
ausserordentlich heterogenen Markt, mit einem Wachstumsschwund von -5% in
Europa und -8% in den USA.
Hinzu kommt , dass Papier 3 cent, Plastik 6 cent und Weissblech 15 cent
für ein Gefäss gleicher Grösse kostet. Das Wagnis heisst also: Im
teuersten Verpackungsbereich arbeiten.
„Führend, innovativ,
kostenvorteilhaft und miteinbezogene Mitarbeiter und 3 Patente im Jahr“,
fügt Dr. Jordi hinzu, sind die Garanten für ein Überleben im
Wachstumsminus.
Eine Dose ist für ihn ein Impulsartikel, eine Bühne, ein Auftritt also,
für Gefühle, Träume und Erlebniswelten.
Dem stimmen wir vollends zu, da denken wir an die mythische Büchse der
Pandora, die auch Unheil entlässt: „Ja, aber am Schluss der Produktlinie
ist sie mit einem Detektor versehen, der Unglück vermeiden hilft“,
entgegnet beharrlich und verschmitzt-optimistisch Direktor Käser.
Und Dr. Jordi doppelt nach: „Je pense donc je suisse“ und entschuldigt
sogleich für dieses Bonmot und dessen zart hervorgehobene
Überheblichkeit, die sich darin verbirgt.
Allerdings, ohne solch starken Optimismus ist kein Unternehmen in einem
kritischen Umfeld derzeit überlebenstüchtig. Schliesslich zum Risiko
befragt fügt er noch hinzu: „Ohne Risiko sterben wir auch…“.
Fazit: Europa ist aktuell das Hauptfeld der Unternehmensausrichtung von
Hoffmann Neopack.

Auf Garantien zur
Oeko-Dosenschutzhülle angesprochen antwortet
René von Rotz
rene.vonrotz@hoffmann.ch , Verkaufsleiter von Hoffmann-Neopac, mit
einem gewissen und erfolgsbestätigtem Stolz: „Dieses Produkt – wie hier
die Tartex-Oekodose, innen mit einem geschmacksneutralen Schutzlack
versehen - wird zum Verpacken von Lebensmittel verwendet. Es muss den
jeweiligen geltenden deutschen, schweizerischen und EU-rechtlichen
Vorschriften und der jeweiligen Verkehrsauffassung, insbesondere den
Leitsätzen des deutschen Lebensmittelbuches und der
Bedarfsgegenständeverordnung entsprechen. Es muss mit der erforderlichen
Sorgfalt und unter Anwendung der Hygiene- und Qualitätskontrollen
hergestellt worden sein“.
Von Rotz weißt darüber hinaus auf die Migrationswerte hin - von
Nichteingeweihten als Fachchinesisch verstanden – von BADGE und BFDGE
müssen den aktuellen Vorgaben gem. BGA, BAG und FDA entsprechen.
Schliesslich nützen alle diese
rechtlich schönen Grundsätze allerdings alle nicht, wenn es nicht die
insgesamt rund tausend verantwortungsbewussten Mitarbeiter von Hoffmann
Neopac in Thun (CH) und Tartex Dr.Ritter, Freiburg (D) auf allen Ebenen
der beteiligen Unternehmen gäbe, die mit ihrem täglichen Einsatz auf an
Produktlinie dies umfassend garantieren, dass wir uns unter anderem auch
dosenfrisch auf dem Tisch gesund ernähren können.
tartex Dr.Ritter mit Sitz in Freiburg (D)
Die Frage zur
Vision
von Tartex Dr.Ritter,
www.tartex.de
eine Unternehmensgruppe von
www.wessanen.com wird von Werner Fischer, General Manager
werner.fischer@tartex.de
mit überzeugenden Worten dargestellt:
“Wir produzieren und vertreiben vegetarische Markenprodukte von
gleichbleibend hoher neuform Qualität für das Reformhaus. Die Marke Tartex
ist die vegetarisch gesunde Alternative für bewusstes Genießen. Die Marke
Dr. Ritter ist die natürliche und wirksame Ernährungstherapie, von
Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. Ritter empfohlen. Tartex und Dr.
Ritter Produkte sind in ihren jeweiligen Segmenten marktführend“.
 
Bildmitte: Werner Fischer,
Generalmanager
Gregor C. Reddemann, Technikmanager
“Alle Produkte erfüllen die strengen
neuform-Qualitätsrichtlinien“, so Gregor C. Reddemann, Technischer
Manager
gregor.reddemann@tartex.de , die weit über das in Deutschland gültige
Lebensmittelgesetz hinausgehen“. Das Qualitätsmanagement des Hauses ist
entsprechend nach ISO 9001 aufgebaut. Das Werk in Freiburg besitzt
zusätzlich die Bio-Zertifizierung und ist damit berechtigt, Produkte aus
ökologischem Landbau herzustellen, wie es auch René von Rotz von Hoffmann
Neopac in seinem Statement ausführte. Dazu kommt die - unterstützend für
die Ernährungsberatung im Hause und der Kundenservice - zuständige und
kompetente Mitarbeiterin Stefanie Schönberg
stefanie.schoenberg@tartex.de.
 
Stefanie Schönberg, Ernährungsberatung,
Stefanie Wagenbrenner, Marketing
Kundenservice
„Tartex ist die führende Marke im
neuform-Reformhaus für vegetarische Fleisch- und Wurstalternativen.
Ihre Kompetenz reicht von vegetabilen Pasteten, pflanzlichen
Brotaufstrichen, über vegetarische Fertiggerichte und Saucen, bis hin zu
Brühen, Senf und Bindemitteln. Und mit:
Dr. Ritter ist die dynamische Reformhausmarke, die für aktuellen
Ernährungsprobleme wissenschaftlich fundierte, natürliche Produkte
anbietet. Der ernährungswissenschaftlicher Berater, Herr Prof. Dr. Guido
Ritter, wirkt dazu unterstützend.
Die Qualität GRÜNER HOOF-Produkte sind aus
kontrolliert-biologischer Erzeugung. Seit 2000 bietet GRÜNER HOOF
hochwertige Bio-Fruchtaufstriche mit reformerischer Süßung, Bio-Honige und
Bio-Getreide-Erzeugnisse an“, so die Marketingbeauftragte Stefanie
Wagenbrenner
stefanie.wagenbrenner@tartex.de dazu befragt.
Zur Vision von Tartex Dr.Ritter gehört auch der rücksichtsvolle
Umgang mit unserer Umwelt.
Das wir sogleich augenscheinlich bei der Einfahrt zur Firma. Mancher neuer
Besucher und Taxifahrer mussten nochmals umdrehen, da beide Firmenlogos
sich hinter Verkehrzeichen und grünen Baumwipfeln und Hecken zurücknehmen
und so auch das umfeldbewusste Verhalten bereits beim Eintritt ins
Firmengelände signalisieren.
Im Tartex Werk in Freiburg wurde bereits vor 40 Jahren mit der
Produktion der vegetarischen Tartex Produkte begonnen. Auf einem
ca. 16.000 m² großen Gelände wurde in mehreren Bauabschnitten das Werk
entsprechend der großen Nachfrage allmählich zur heutigen Größe
entwickelt. 1992 wurde ein ca. 1200 Palettenplätze fassendes Werkslager
errichtet, in dem die eingehenden Rohstoffe, Verpackungsmaterialien und
Halbfabrikate gelagert werden. 1997 mußte die Konfektionierungsabteilung
erweitert werden, da durch die verschiedenen Verpackungsformen, wie Glas,
Weißblech und Aluminiumportionen auch mehrere Verpackungslinien benötigt
werden.
Die Kompetenz der Mitarbeiter ist ein unverzichtbarer Baustein zum Erfolg:
  
  
Das Werksareal wurde bereits Anfang der 80er Jahre im Zuge der
Werkserweiterungen mit einheimischen und exotischen Gehölzen bepflanzt.
Zwischenzeitlich befinden sich auf dem Gelände mehr als zweihundert
verschiedene Bäume und Sträucher. Hier ist in den vergangenen Jahrzehnten
ein schönes Grundstück entstanden, auf dem sich die Mitarbeiter auch in
ihren Pausen wohl fühlen können. Eine kleine Oase bietet der von
Mitarbeitern errichtete Teich, der während der wärmeren Jahreszeit gerne
in den Pausen zum Entspannen genutzt wird.
  
So schonend und natürlich wie möglich
ist die Energieeinsparung in der Fabrikation. Sie wurde bereits
Ende der 80er Jahre laut Werner Fischer, General Manager, begonnen, um
einerseits bei den Produktionsprozessen Energie zu sparen, und
andererseits die Produkte so schonend und natürlich wie möglich
herzustellen. Die Fabrikation wurde erneuert und Maßnahmen zur
Energieeinsparung vorgenommen.
Durch die Kühlwasserrückgewinnung konnte der Wasserverbrauch für
die Sterilisation der hergestellten Produkte und die Reinigung der
Produktionsanlagen um ca. 50% reduziert werden. Zur Reduzierung der
Emissionswerte wurde die Dampferzeugung von Heizöl auf Erdgas
umgestellt. Mit der eingeleiteten Umstellung wird auch die Kapazität
der Dampferzeugung an die heutigen Erfordernisse angepasst.
Bei der Abfüllung der Produkte in Glas konnten in den letzten Jahren durch
größere Investitionen der Lärm so weit reduziert werden, dass in diesem
Bereich keine Schutzmaßnahmen mehr notwendig sind.
Seit den 90er Jahren hat sich Tartex ausgiebig mit der
Wertstofftrennung und der Restmüllbeseitigung auseinandergesetzt. Gab
es damals für die Abholung des Restmülls noch zwei große 5 m³ Container,
gibt es nunmehr die Trennung der Wertstoffe in verschiedene Glasfarben,
Kunststoffe, Pappen und Papier, Metall, Aluminium und Holz. Diese
Trennung, wird zusammen mit den Mitarbeitern geschult, beginnt im Büro und
setzt sich schritt für schritt in der Produktion fort:
Schliesslich:
Praktizierte Oekologie – rund um die Oekodose, tag für tag angewandt, mit
Form und Gehalt bestückt – wirkt als Tischkultur-Ikone auf Dauer:
Entgegen allen Unkenrufen aus dem Trittin-Lager. (c) 2004 M + W Prankl |