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W+B Agentur-Presseaussendung Juni 2006
Buchbesprechung
<< Hannes Etzlstorfer: Küchenkunst und Tafelkultur >>
Culinaria von der Antike bis zur Gegenwart

432 Seiten mit ca. 500 Abbildungen, in 4-Farb-Offset auf 135 g schwerem, halbmattem Kunstdruckpapier gedruckt
Format 19 x 25 cm. Fadenheftung. Leinen, einfarbig geprägt, mit 4farbig bedrucktem Schutzumschlag
ISBN 3-902510-41-2 ; € 49,90, sfr 84,00; www.brandstaetter-verlag.at ; info@cbv.at ; Wien 2006

Zum Inhalt:
Die ältesten mittelalterlichen Kochbücher (wie das handgeschriebene Kochbuch des Dorotheerklosters, um 1400)
überraschen vor allem mit ihren phantasievollen und teils haarsträubenden Rezepten. Zu den eindrucksvollsten Beispielen
zählen u.a. die reich illustrierten Renaissance-Kochbücher des Papstkochs Bartolomeo Scappi oder des kurfürstlichen
Hofkochs Marcus Rumpold. In den barocken Kochbüchern finden sich dann auch die raffiniertesten Ideen der barocken
Tafelkultur. Diesen jahrhundertealten Bücherschätzen wird die unübersehbare Vielfalt an Kochbüchern im 19. und 20.
Jahrhundert gegenübergestellt. Die Küche als Arbeitsplatz und Tatort wird ebenso beleuchtet wie die repräsentative
Dimension des öffentlichen Mahls und dessen Inszeniereungen. Wie sagte doch der Schweizer Objektkünstler Daniel
Spoerri: "Wenn alle Künste untergeh'n/die edle Kochkunst bleibt besteh'n."

Zum Herausgeber:
Dr. Hannes Etzlstorfer, geb. 1959 in Lasberg/ OÖ. Kunst- und Kulturhistoriker, Ausstellungsmacher und Kulturjournalist.
Wissenschaftliche Konzeption bzw. Mitarbeiter zahlreicher Ausstellungen zur österreichischen Kunst- und Kulturgeschichte
– etwa im Wien Museum, Kunstforum Wien, OÖ Landesmuseum, Stadtmuseum Linz, Stadtgalerie Klagenfurt oder
Salzburger Barockmuseum. Forschungsschwerpunkt: Monastische Kunstsammlungen Österreichs (in diesem Rahmen
kunsttopographische Arbeiten für die Stifte Schlägl, Wilhering, Seitenstetten und Schlierbach. Edition zahlreicher Kataloge
und Bücher.

Fazit: Dank der Findekraft und dem qualitativen Blick von Dr. Etzeldorfer und andererseits dem ungeheuren Fundus der österreichischen Nationalbibliothek, der Handschriftensammlung, ihren Autographen und Inkunabeln - einer Vielvölker-Sammlung der Donaumonarchie - ist dieses herausragend gestaltete, bibliophile Werk entstanden. Hinzu kommt die weltweite Entfaltung der Esskultur und ihr Einfluss auf regionale Umfelder, wie sie in den einzelnen Kapiteln vorzüglich dargestellt wird: vom Horsd'oevre bis zu Dessert triste und Digestif.

 


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Stand: JULI 2010