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<< AMPEL - codechec-10-6: " Diskussion rund um die
Lebensmittel-Ampel" >>
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Unabhängige Produktinformationen durch Strichcodes; Codecheck, Tel
+41 (0)44 450 25 41;
www.codecheck.info;
Roman Bleichenbacher;
presse@codecheck.info;
Themenbereiche: Gesundheit, Einkaufen, Leben, Nachhaltigkeit,
Verbraucherschutz/-tipps, Informationstechnologie/ Innovation, LOHAS
(Lifestyle of Health and Sustainability), Produkttransparenz,
ethischer/strategischer Konsum
Beispiele:
Coca Cola Zero
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hohes C Milder Apfel Acerola Goldklar
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Inhalt
Ist die Lebensmittel-Ampel wirklich vom Tisch?
Das EU-Parlament hat gestern die Lebensmittel-Ampel nach langem
politischen Kräftemessen abgelehnt. Ist die einfache Kennzeichnung
für die Verbraucher also endgültig gestorben? Keineswegs. Mithilfe
des eigenes Handys kann sie über die deutschsprachige Plattform
codecheck.info überall abgerufen werden.
Gestern tönte der Abgesang aus allen Medien: Der Verband der
Europäischen Lebensmittelhersteller und ihr Heer von Lobbyisten
hatten der Lebensmittel-Ampel den endgültigen politischen Todesstoss
versetzt. Ein Erfolg der Kampagne gegen die leicht les- und
vergleichbare Lebensmittelkennzeichnung, in die die
Lebensmittelindustrie eine Milliarde Euro investiert hatte. Und eine
Niederlage für Ärzteverbände und Konsumentenschutzorganisationen,
die die Ampel seit Jahren gefordert hatten - ein Kampf zwischen
David und Goliath.
Aber ist die Ampel nun wirklich weg? Auf der Verpackung leider
schon. Aber sonst keineswegs. Seit Mitte Januar berechnet die größte
unabhängige Konsumenten-Plattform Codecheck.info für jedes von der
Community erfasste Lebensmittel die Ampelwerte. Über das Internet an
jedem Computer, mithilfe des internetfähigen Handys auf
codecheck.mobi und seit März auch über jedes Smartphone können
seither Verbraucher für eine steigende Anzahl von Lebensmitteln die
Ampel kostenlos abrufen. Gerade die für das Google Android und das
iPhone entwickelten Apps erfreuen sich riesiger Popularität: 270'000
mal wurden die Apps in kürzester Zeit heruntergeladen.
Offensichtlich wird die Ampel von Verbrauchern geschätzt und
nachgefragt.
Werden die Verbraucher getäuscht?
Zu kompliziert, irreführend und wissenschaftlich unfundiert sei die
Ampel, so lauteten die Hauptkritikpunkte der Industrie-Lobby. Damit
meint sie nicht etwa die von den Produzenten präferierte GDA (Guideline
Daily Amount), die die Nährwertangaben für eine beliebig gewählte
?Portion" angibt. Sondern ein auch für Kinder und Fremdsprachige
leicht lesbares System, das auf Werten der WHO basiert und von der
britischen Nahrungsmittelbehörde FSA empfohlen wird. In dieser
Hinsicht sind die gestern verabschiedeten Maßnahmen auch ein kleiner
Sieg: Mit den nun obligaten Angaben der ?Big-8" (Eiweiß,
Kohlenhydrate, Zucker, Fett, gesättigte Fettsäuren, Ballaststoffe
und Natrium) ist es für den Ampel-Rechner von Codecheck ein
Leichtes, die Ampel auszurechnen.
Nicht alle Kritikpunkte der Lobbyisten sind einfach falsch.
Tatsächlich braucht es ergänzende Angaben zu den Inhaltsstoffen,
damit ersichtlich ist, ob Zucker mit Süßstoff oder Salz mit Glutamat
ersetzt wird. Dies (und noch viel mehr) leistet Codecheck seit
Jahren; der innovative gemeinnützige Verein hat damit
industriefreundliche Politiker wie auch die Industrie selbst längst
überholt. Mit der Nährwert-Ampel möchte Codecheck weder den Genuss
von Schokolade verbieten (dass diese zuviel Zucker enthält, wissen
wohl mittlerweile alle), noch eine Ernährungsanleitung für
Bauarbeiter bieten (die Werte der Ampel beziehen sich auf eine
durchschnittliche erwachsene Frau). Codecheck vergleicht Produkte
miteinander und zeigt jene Pizzas, die weniger fettig und Joghurts,
die weniger süß sind. Und das ist schließlich das Ziel der Ampel:
Die Hersteller dazu zu bewegen, gesündere Produkte herzustellen. Ob
sie das auch wollen, daran lässt die Lobby-Kampagne zweifeln.
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