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Norbert
Mayr:
Städtebau-Kritik am aktuellen Beispiel Salzburg
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Original Message -----
From:
Gisela Schuler-Wallner
To:
B. Gappmair
Cc:
H.Breidenbach
Sent:
Thursday, January 15, 2004 3:01 PM
Subject:
Leserbrief zu "Altstadt braucht Vitalität..." im Salzburger Fenster
01/2oo4
15.01.2004
Sehr
geehrte Damen und Herren,
Ich
bitte um Veröffentlichung des nachstehenden Leserbriefes.
Grundsätzlich kann man feststellen, dass Stadtentwicklung ohne
Kritik und Anstösse von außen meist sich selbst "ad absurdum" führt.
Erst durch massive Zeitungskritik wurden z. B. die öden
Plattenbauten der Gemeinde Wien gegen Ende der 60er Jahre durch
differenzierte Wohnformen abgelöst.
Ich war selbst Mitinitiator von Arbeitskreisen, die durch permante
Kritik und öffentliche Aufklärung zur Beendigung der brutalen
Zerstörung der wertvollen Bausubstanz von Wien anfangs der 70er
Jahre beigetragen haben.
Und als Stadtplaner in Tübingen erlebte ich eine gleichgeschaltete
Presse, die einen überdimensionalen Straßenbau forcierte. Als ich
mich dagegen wehrte, mußte ich gehen.
Ich weiß auch umgekehrt, dass kritische Stadträte hier in Salzburg
anfangs der 80er Jahre einen unglaublichen Umschwung bzw.
Fortschritt auf dem Gebiet der Stadtentwicklung erreicht haben.
Ich finde also Norbert Mayr, einen der wenigen qualifizierten
Architekturkritiker, die es in Österreich außerhalb von Wien gibt,
außerordentlich wichtig.
Gäbe es keine solchen Kritiker, begänne das zu blühen, was in der
Altstadt-Sachverständigenkommission (SVK) in Ansätzen bereits
vorhanden ist: Überheblichkeit (siehe die Bezeich-nung
"Selbsternannter Architekturkritiker") und Bürgerferne (keine
öffentlichen Sitzungen und keine Protokolle).
Mit
freundlichen Grüßen
Gerhard Wallner
Zwieselweg 3 D
5020 Salzburg
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