3 Kulturreise in Osttirol -
zu 2000 Jahren Mythen, verinnnerlichter Spiritualität und leibhaftigen
Spezialitäten

Bild <Osttirol-Plan:
schubert-franzke(c)St.Pölten
.Auf zu den aktuellen Mythen
.Regionale Kultur lockt
.Die vergessenen Himmel
.2000-jährige Geschicklichkeit
.Urlaub am Bauernhof
.Ein bekömmliches Mittagsmahl
.Zu Mythen und Almhütten
.Mythen ohne Ende? Wildschütz, Kruckenkreuz und ihre stille Folgen...
.Gelebte Mythen
.Wohlfühl-Tischkultur und –Aufenthalt
.Tipps zu Lienz, Osttirol
Es ist Freitag nachmittag.
In Lienz angekommen. Wir haben vor, Pilgerwegen und der regionalen Kultur
nachzuspüren. Was uns auch hier in Lienz zusammengeführt hat - mit neuen
Bekannten und Interessierten aus Hamburg: Ulrike
ulrike.cordes@t-online.de
, Berlin: Cornelia
c.staudacher@t-online.de
, Düsseldorf: Jonny Markus
cityjd@aol.com und
Schweiz / Süddeutschland: Marga&Walter
prankl@kultur-punkt.ch

Bild<St.Helena>
Auf zu aktuellen Mythen
So machen wir uns auf den uns von den Einheimischen empfohlenen
Friedensweg. Er führt von Lienz/Thurn zur Filialkirche
St.Helena, 1279m, einer fünfhundertjährigen Linde mit Regenbogen.
Gina
media@pirkner.at und Gabriel Ortner, ein gestandener Lehrer,
führen uns Schritt für Schritt, mit fünfjährigen Erfahrungen beim Auf- und
Ausbau dieses ganz typischen Bergfades, mit sprudelnden Quellen, die uns
immer wieder be-rauschen. Vor uns haben engagierte Christen andere
überzeugt, darunter Jugendliche, ihre Lehrer und anonymen Gestalter. Sie
haben zum Thema Frieden, ähnlich den Kalvarienberg- und Wallfahrtswegen
gewerkt, allen voran der Pfarrer Mag. Franz Trojer, der Organisator:
"Menschen gehen aufeinander zu / Sie brauchen einander / Sie helfen einander
... Sie verurteilen einander / Sie schlagen einander / Ein ewiger Kreislauf,
Bemühen, ewiges Ringen, Bemühen, Unterwegssein" – gleich uns? So folgen
wir, mit Mühe den Kuhfladen und groben Steinen am Weg ausweichend, Gabriel
und Gina , die mit von der Initiativen-Partie sind und die das alles vor
fünf Jahren da mitangezettelt haben.
Schliesslich kommen wir auf steilem Weg an. Es ist die gewaltige 500-jährige
Linde, die uns empfängt und über das Lienzer Tal spannt sich wunderbar ein
Regenbogen zu unserem Empfang. Gleich der Regenbogen-Zeitschrift, die von
Trojer herausgegeben wird: Er fragt uns darin, welche Schritte wir wohl zu
gehen bereit sind, um zum Frieden zu gelangen.
Er hat die Schritte gut vorgedacht: 1.Sämann - Friede entsteht im
Kleinen; 2. Wegweiser – weist auf das Leid und die Tränen hin, die
der Krieg verursacht; 3. Verwurzelung – Gewachsene Kraft,
Gewaltlosigkeit und Zuhörenkönnen sind gefragt; 4.Friedensengel –
Friede bei den Menschen seiner Gnade...wenn sie in seiner Liebe leben,
Sehnsucht wird gestillt;
5. Kreuz – gleich zweimal Kreuze in Holz und Metall, fast alle jungen
und älteren Menschen tragen ihr Kreuz, selbst verschuldet oder
hineingetrieben in den Schlachthof der Zeit, Sinnkrise entsteht: Sterben
lernen ist angesagt. 6. Quelle des Lebens – Wasser als
Lebens-Sinnbild...Alles fliesst...Beim Weggleiten, Teilen wird Gemeinsinn
spürbar...7. Versöhnung – Wenn wir einander offen in die Augen
schauen und den Blick aushalten, gewinnen wir Frieden; 8. Schwerter oder
Pflugscharen – nützen statt ausnützen, schmiedet Pflugscharen aus
Schwertern, Jes.2.4...; 9. Friedensgebet des hl. Franziskus:
"Herr, mach mich zum Werkzeug deines Friedens, dass ich liebe, wo man hasst;
10. Regenbogen und Friedenstaube – Versöhnen und Vergeben, täglich
lernen...
Wir sind am Ziel: wir haben uns eine Pause verdient. Der Regenbogen wird von
der Natur pur gestiftet. Der Blick in das Lienzer Tal ist von berührender
Grösse, und zum Himmel gerichtet braut sich ein spätbarockes,
coeliumfarbenes Deckengemälde von abstrakter Intensität zusammen. Fast
unmerklich werden wir dabei auch Martin Buber gewahr, religiöser Philosoph
des 20. Jhdt., genau 40 Jahre sind es her – als er den Erasmuspreis erhielt,
für seinen lebensbegleitenden, publizierten chassidischen Humanismus: Im
Alltag das Gespräch für ein friedliches – im mindestesten – ein
Nebeneinander plädieren, wenn oft kein Miteinander möglich ist.
Die gertenschlanke, hochgewachsene Annelies info@osttirol.com
wird von Gabriel animiert, in den kamingrossen Schlupf emporzusteigen, um
für uns die Glocken, die früher zum Wetterläuten und besonderen Anlässen
dienten, zu läuten. Die Stricke dafür sind schwer zugänglich gehalten, da
sie von den Halbwüchsigen sonst zu oft und ungereimt benutzt würden.

Bild <Eichel-Ober,Holzschnitt,75x50mm,1570>
Regionale Kultur lockt: <Südspiel – Spielkarten aus
Alt-Österreich>
Ausstellung in der Tammerburg, 1242 erstmals erwähnt, Mitte
16. Jhdt. im Renaissancestil ausgebaut /
http://inform-akademie.osttirol.net , Lienz,
bis 7. Oktober 2003.
Mag.art Margarethe Oberdorfer, Vereinsinitiatorin der INFORM-Akademie,
befragt, schildert die Schwierigkeiten und jahrelangen Anstrengungen, die
Tammerburg zu dem zu machen, wie sie heute besucht werden kann. Anonyme
Helfer, bekannte Sponsoren wie der Rotary-Club und die Bank Austria, aber
auch eine Bäckerei – Ernst Joast, Weinphilo-Vinothek in Lienz und die
testtec-Prüfstandtechnik in Ainet, haben zum Gelingen dieser Ausstellung
beigetragen.
Wir treffen den Initiator der Ausstellung, Univ.Prof.Dr. Harald Stadler,
ein mit leiser Selbstironie begabter, innovativer Geist, der erstmals den
Zusammenschluss von Spielkarten, wie Fundgattungen aller Art und der
Archäologie findet und erforscht. Auf die Frage nach dem Kernanliegen führt
er uns zum Eichel-Ober, einem Findling, auch Bauopfer (nicht zu
verwechseln mit Bauernopfer) genannt und führt sinngemäss aus: "Der in einem
Blindboden geborgene Eichel-Ober, eine Trumpfkarte sozusagen, hat über seine
Funktion im Spiel eine mythische Bedeutung, die auf das anvisierte Glück im
Spiel des Lebens, hier beim Hausbau, in der Art einer Versicherung, Hinweise
gibt...". Neben dem Eichel-Ober finden wir über 600 bisher unveröffentlichte
Spielkarten, ab dem 14. Jhdt. begonnen, "was mit ihrer erstmaligen
Verbreitung in Europa zusammenfällt", so Peter Blaas, Obmann des
Österreichisch-Ungarischen Spielkartenvereins Wien/Budapest.
In der Cafeteria findet für uns ein kleines Fest statt und so nehmen wir,
erschöpft von des Tages Mühen die Einladung gerne an, schmausen, trinken und
hören viele anonyme Weisen und Lieder, vorgetragen von vier in die 70er
Jahre gekommenen einheimischen Musici, die noch eine urwüchsige originale
Musik gestalten (die von den in den Massenmedien verramschenden Vertretern
sogenannter Volksmusik in Musikstadeln & Co. versaut werden). So hören wir -
beinahe schockartig betroffen - diesen verdrängten Original-Klang aus
Kindertagen, einem bis anhin verloren geglaubten Klang der Alpenwelt. Ihm
wird hier unmittelbare Gestalt gegeben.
"Das alles und noch mehr bietet die Tammerburg als Sitz der
INFORM-Akademie Osttirol, durch deren Aktivitäten sie zu einem Forum für
Kunst, Handwerk, Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft geworden ist", so
Frau Oberdorfer im Gespräch. INFORM leitet sich im übrigen her von
Informiert sein, in Form sein, zeitgemäss formen und zu entwickeln. Lehren,
Lernen und Kultur. Ganzjährig und initiativ handeln. Was auch diese aktuelle
Ausstellung wieder zeigt. Hier stimmt das Ziel mit dem Weg überein.
Am Samstag besuchen wir
Die vergessenen Himmel – Wallfahr(t)en in Osttirol
Ausstellung bis 26.10.2003; Museum der Stadt
Lienz
www.stadt-lienz.at
darüber hinaus ständige Schau der Hauptwerke des expressionistischen Malers
Albin Egger Lienz, zu Lebzeiten verkannt und politisch missbraucht – heute
anerkannt - wie so oft. Sowie die Werke seiner Zeitgefährten und Vorbilder
Franz von Defregger und Hugo Engl. Auch die junge Kunst mit ihren
Installationen ist beeindruckend – aktuell: ent-fremdung von Peter
Raneburger.
 |
 |
Bild <Egger-Lienz, Makraber Tanz,1907; Schnitter 1914-18,Öl
auf Leinwand>

Bild <Schloss Bruck: Leonhard & Paola,
Fresko-Ausschnitt > Offsetdruck auf Bierdeckel>
Schloss Bruck, 13. Jhdt., mit gut erhaltenem Bergfried, Palas/Hauptgebäude
und Rittersaal, sowie gelungener Restaurierung 2000. Wohlerhalten ist auch
das Innere, der Rittersaal und die freskengeschmückte gotische Kapelle, bis
heute eine Gedechtnus – Stätte für das kinderlose landesfürstliche
Paar Leonhard & Paola aus dem Hause Görz. Vor allem Paola ist auch in der
Wahlfahrtskirche von Virgen "Unsere Liebe Frau vom Schnee" mehrmals
in der Fresken-Bibel dargestellt.
Museumsführerin Heike Förster empfängt uns im Innenhof des Schlosses,
einer Görzerburg, und wir erleben eine bestens geschulte Stimme mit
gediegenem Inhalt, gefördert durch das akustisch-räumliche Umfeld. Diese
Stimme wirkt sowohl samtweich und ist dazu fähig, eine eindringliche Art der
Vermittlung darzustellen. Diese beeindruckende Ausstellung hat uns hier
zusammengeführt und so erleben wir an Hand von hunderten Objekten und
Votivbildern die Geschicke von Kult- und vorwiegend anonymer und zugleich
grossartiger Kunst-Handwerklichkeit.

Bild <Aguntum: >
Anschliessend fahren wir zu 2000-jähriger Geschicklichkeit,
nach
AGVNTVM
liegt 4 km östlich, heute Dölsach genannt, von der Bezirkshauptstadt Lienz
entfernt. Es firmiert heute als Archäologischer Park mit 20.000 qm
Ausgrabungsfläche. Die engagierte Führerin Michèle Oberstaller, hat
einen reizend klingenden französischen Akzent und eine grazile Gestalt. Sie
erzählt mit leicht dramatischer Geste viel Wissenswertes: Der Schriftsteller
Plinius der Ältere berichtet bereits um die erste Jahrtausendwende von
Aguntum, das Kaiser Claudius zum Oppidum ernannte, also einer
wichtigen Stadt mit eigenem Gewerbe und Marktrecht auf der Handelsroute
zwischen Süd-Nord und Ost-West. Dieser ursprünglich bereits vorher für die
Kelten ein wichtiger Ort, auf der heutigen Felbertauernstrasse gelegen,
wurde von den Römern friedlich übernommen. Nach neuesten Forschungen wurden
vor allem Kupfer, Gold, Holz und Harz gehandelt. Vom Reichtum zeugt auch das
grosszügig errichtete Atriumhaus, das geradezu monumental wirkt, mit seinem
angeschlossenen Thermenbereich, den Fussbodenheizanlagen, aus denen so
mancher Sklave beim Reinigen der Kanäle nicht mehr zurückkam, da er der
Kohlenmonoxyd-Vergiftung erlegen war. Figurenfunde sind in Vitrinen
ausgestellt Eine Figur , es ist eine Jagdszene bei der ein Mann von Hunden
angegriffen wird, bewirkt bei Cornelia als auch bei Walter die gleiche
Assoziation: Es ist die griechisch-römische mythische Figur der Penthesilea,
einer Amazone, die diese Szene der Erjagung und Opferung eines Mannes,
selbst unsichtbar, einleitet, was beide auf das Amazonische unserer Führerin
in Verbindung bringen: "Wir sind einer Amazone in realiter begegnet". Ein
wahrhaft mythisches Erlebnis, hier in Osttirol, das einen unvergleich hohen
Anteil an Mythen, Sagen und Legenden nicht nur überliefert sondern noch
lebt. Auf diese Weise fühlen wir uns in das historisch-kuturelle Umfeld
richtig eingebettet. Folgen wir nun den Ausführungen weiter:
Um 610 n. Chr. kam es dann zwischen den Bajuwaren und Slawen, die hier
einfielen und gegeneinander kämpften, zugunsten letzterer zum Entscheid. Die
verbliebene Bevölkerung zog sich danach in Richtung des heutigen Lavant
zurück. So entstand bereits in der Spätantike ein Bischofssitz, der bis
heute eine spirituelle Ausstrahlung als Wallfahrtsort ausübt. Zeugen dieser
Zeit sind freigelegte Ruinen, Römersteine und Funde. Im selben Ort museal
untergebracht: Die Kirche und zwei mittel-alterliche Tortürme unter St.
Ulrich.

Bild <Kartitsch: >
Urlaub am Bauernhof
Wir erreichen Kartitsch, 1350 m hoch gelegen
www.kartitsch.com
liegt inmitten einer Welt aus Fels, Almen und Wäldern. Gämsen und Adler
haben hier noch Lebensraum, im Gailtal, seitlich des Pustertales. Hier
finden sich Bauernstuben aus dem 17. Jhrdt., die noch heute bewohnt werden.
Ein gut ausgebautes Wanderwegenetz verbindet die Almen und Berge. Schade,
dass in Österreich allgemein, ausser den Markierungen, die Wegweiser meist
keine Angaben über Entfernungen oder Wanderzeit geben, was in der Schweiz
auf standardisierten gelben Alutäfelchen genau vermerkt wird, Das kann für
die energiebewusste Entscheidung weiterzugehen oder zurückzukehren von
Bedeutung sein, insbesondere was sowohl die eigenen Kräfte als auch die der
Naturgewalt betreffen. Wir kehren im Gästehaus Hofer ein <Fax 0043
4848 5262-3>, so gegen ½ 11 Uhr vormittags, und erhalten da eine kleine
Jause mit Ostiroler Speck, unvergleichlich zart naturgetrocknet und
schmackhaft (im Gegensatz zum allgemeinüblichen massenverarbeiteten
Schwarzwälder Speck, der leider meist mit Flüssigrauch "parfümiert" wird),
einen orts- oder hausgemachten Apfel-Birnen-Schnaps (41-46 % Alkohol)
und einen gehaltvollen Holunderblütensyrup. Nach dem Rezept gefragt
erfahren wir: Man nehme 10 Holunderblütenschirme mit Stengel, 1 Liter
Wasser, 1 Kilo Zucker, mit etwas Zitronenpulver/-saft, nach 24 Stunden
abseihen und in Flaschen füllen. Dieser Saft schmeckt uns himmlisch. Wir
stehen draussen auf der Terrasse, unser Blick gleitet vom Hochpustertal bis
zu den Karnischen Alpen. Dann wandert er weiter und trifft auf die Kirche
St. Maria Schnee etwa 100 m entfernt, von einem kleinen Friedhof umgeben. Da
steht ein Mann, hoch-gewachsen, in der Mitte des Lebens, braungebrannt mit
jugendhafter Geste und doch bedächtig in der Wahl der Worte, die er an uns
richtet. Es ist Thomas Sint <0043 4848 5350>, Buchhalter in der
Gemeinde und zugleich der Messner dieser kleinen barocken Kirche. Wir treten
ein und finden ein typisch bäuerlich-barockes Juwel, strahlend vor
Sauberkeit und lichterfüllt, besonders an diesem hellen Junitag. Am
Hochaltar sehen wir ein einfaches, ebenfalls barockes Tafelbild der Hl.Maria.
Plötzlich verschwindet der Messner hinter dem Altar und das Gnadenbild senkt
sich und verschwindet. Hervorkommt eine grossartige goldene Monstranz, in
deren Mitte sich eine kleine Marienfigur mit Kindlein entdecken lässt. Der
Legende nach hatte eine Frau aus Kartitsch den Auftrag ins Tal zu gehen.
Immer wenn sie ihrem Korb abstellte, fand sie darin die kleine Marienfigur
mit Kind. Danach verschwand diese Figur wieder. Als sie nach Kartitsch
zurückgekommen war, blieb die Madonna im Korb. Aus diesem Anlass hat man
dann die Kirche erbaut.

Bild <Heimfels: >
Ein bekömmliches Mittagsmahl bringt uns wieder Stärkung, im Ansitz
und Gasthaus Burg Heimfels:
www.gasthaus-burgheimfels.com
Heimfels liegt inmitten des Tiroler Hochpustertals. Hier gedeihen auch die
Stauden von Granten und Kranebitten, deren herbe / hantige
Beeren dem Osttiroler Speck die einmalige Würze verleihen.Wir entscheiden
uns da, am Fusse der Burg einzukehren. Mit persönlichem Händedruck seitens
der Wirtsleute und aufmerksamer Bedienung werden wir empfangen
Familie Schneider führt das Gasthaus und Konrad Kassewalder.48,
ist der Koch mit Haube.
Nach der Lehre im Zillertal, Jungkoch am Tegernsee. fünf Jahre Schweiz als
zweiter, mehr ungeliebter Küchenchef - weil Öschtricher -, danach
Schiffskoch in Skandivien und nun seit 15 Jahren Küchenchef in Österreich:
am Achensee, in Süd- und Osttirol.
Seine Spezialität für uns: Hausgemachte Schlutzkrapfen mit Bergkäse und
goldbrauner Butter, Tafelspitz mit frisch geriebenem Apfel-Kren
(Meerrettich), Gemüse und Röst-Erdäpfel, abschliessend ein fantastisches
Hollunderparfait auf warmen Beeren, liebevoll und gekonnt serviert.
Der Spruch des gastlichen Hauses, auch zum Abschied ein herzlicher
Händedruck dazu: Ruhe schaffen / still werden / Zeit füreinander haben /
Geborgenheit spüren / lächeln / glücklich sein /. Wer will das nicht und
weiter heisst es: Gemeinsam verweilen / tun, wozu man Lust hat / staunen,
bewundern, sich freuen, einfach leben /. Zu finden ist es auf der
Strecke Lienz Richtung Sillian-Brenner.
Rundum lädt die Bergwelt der Hohen Tauern.

Bild <Virgen: >
Zu Mythen und Almhütten
Hochgemut fahren nach Virgen, heute ein schmuckes Dorf im Virgental,
gegründet im frühen Mittelalter, unter der Herrschaft der Grafen von Görz ,
an der Isel gelegen, wurde vor 500 Jahren kaiserlicher Besitz von Maximilian
I., somit Tirol. Das Dorf Obermauern und deren Pfarre beherbergen die
Tochterkirche von Virgen "Unsere Liebe Frau vom Schnee".
Dieser Name rührt von einer Erscheinung Mariens her, die im vierten
Jahrhundert in Oberitalien erstmals so genannt wurde. Auch ehemalige
Befestigungen lassen sich sehen, was typisch für die Wehrkirchen dieser
Alpenregion war. Bemerkenswerte romanische Steinreliefe sind in den
Aussenmauern eingelassen, u.a. die Heiligen Drei Könige. Im Portalbereich
zeigt sich ein grosses Fresko des Pilgerpatrons St. Christophorus "das
gemel hat gemach sebastian maller purger zu luntz 1468" gemeint ist:
Sebastian Gerumer, Lienzer Maler.
Im spitzbogigen Hauptportal können wir am Scheitel drei sagenumwobene
Bergkristalle entdecken, eine Opfergabe dreier Grafensöhne, bevor sie in den
Krieg zogen.
Im linken Inneren der Wand entstand ein Armenbibel-Fresko / biblia
pauperum / Passionszyklus, sinnbildlich in zwei aufgeschlagene
Buchseiten gestaltet, ganzflächig unterteilt in Bibelszenen, was auch noch
heutige Besucher durch die farbige Intensität überwältigen kann und zur
Besinnung aufruft: "Wir ziehen zur Mutter der Gnaden..." singen immer
noch die WallfahrerInnen. Die verehrte Gnaden-Skulptur am Hochaltar zeigt
die Mutter mit dem Kind, 1425 geschnitzt, später barock verschandelt. Klar
dass auch St.Georg, der Drachentöter, gemeint sind die Heiden, und
St.Florian, der Feuerschutzheilige nicht fehlen dürfen. Einen weiteren
Höhepunkt in unserer stillen Betrachtung finden wir in der spätgotischen und
anonym hervorragend gestalteten St.Anna selbdritt mit ihrer Tochter
St. Maria und Enkel Jesu, rechts vor dem Presbiterium / Priesterbereich.
Simon Marenki von Taisten, der Pustertaler, hat die Fresken in
realistisch-stilisierter Weise gemalt, bis an die Grenze der Linienhärte. Er
ist sowohl damit Volks- als auch Hofmaler und hat in minnehafter Weise des
öfteren auch die Gemahlin des Grafen von Görz in die Fresken
integriert...was ihm - dem Pustertaler - trotz allen Beziehungen weder bei
den Grafen noch beim Kaiser den zeitlos wohlverdienten Lohn einbrachte. Wie
modern/d klingt dieses Lied vom sich verausgabenden Künstler!

Bild < Reiter Kirchl>
Es ist Samstag nachmittag und wir sind auf dem Weg zum Herz Jesu Fest
–
1. Etappe: Reiter Kapelle – Leisach, 1130 m Seehöhe, wo uns
auch ein langer warmer Sommerregen überrascht. Am frühen Abend erreichen wir
nach ausgiebiger Wanderung die Kapelle.
Im Inneren ist bereits eine Kerze gestiftet. Wir kennen den Heiligen nicht,
dem sie gewidmet ist. Auch wir zünden eine Kerze für unsere Gruppe an, man
weiss ja nie, welche Fährnisse uns noch begegnen werden.
Still sitzen wir in der engen Gebetsbank, die Kinder unserer Führerin Gina,
die uns diesen Geheimtip gegeben hat ist mit von der Partie und ihre
aufgeweckten Kinder Teresa und Florian und FreundInnen. Teresa
hat in das Logbuch der Kapelle ihr verschlüsseltes Porträt in den
Jahresezahlen untergebracht. Ihre natürlichen Locken hat sie durch eine
Wellenlinie über den Zeitzahlen hinterlassen und ihre Augen leuchten aus der
O und der 3 der Jahreszahlen als funkelnde Punkte hervor. Ihre Freunde ist
da viel reservierter / cooler.
Giana verteilt selbstgebackenen Kuchen. Einige von uns interessiert
viel mehr der eingetragene Text in das Logbuch der Kapelle. Da gibt es oft
nur Namen, Wünsche und Sehnsüchte und Hoffnungen, die da geäussert werden,
um Maria zu überzeugen ihnen, zu helfen. Manchmal hat sie das auch getan und
dann gibt es Dankesworte.

Bild <Hochsteinhütte>
2.Etappe: Auf verschlungenen Wegen / Wirtschaftspfaden Einheimischer,
geht es weiter zu 2023 m Seehöhe. Zur Hochsteinhütte <Tel: 0043 664
345 4960>, die von der Familie Rautter aus Nussdorf bewirtschaftet
wird <Tel: 0043 4852> 61 880. Was es da wohl zu essen geben wird, fragen wir
und erwartungsvoll? Die Speisekarte, ein einfaches Blatt Papier, wird
gereicht. Als Vorspeise wird eine einheimische Gerstlsuppe mit Selchfleisch
/ Selchschopf mit Brot angeboten <EUR 3,50>. Die meisten von uns
bevorzugen einen Schweinsbraten mit Knödel. Auf dem Menüblatt werden sieben
Suppen mit und ohne Tiroler Knödel und zehn weitere schmackhafte
warme Speisen, insbesondere Tiroler Landküche angeboten. Klar gibt es auch
kaltes Essen und österreichische Mehlspeisen. Wir sind davon sehr
angetan.
Das alles auf über 2000 m Höhe! Ein Blick hinaus zeigt, wie schnell es im
Gebirge zu einem Gewitter und starken, böigem Wind kommen kann. Wolken
drängen sich da gleich Schafen, nah am Boden zusammen und behindern mehr und
mehr die Sicht, was für den Wanderer ohne Kompass oder Führung ziemlich
gefährlich werden kann.
Die Kinder anderer Festgäste vom Herz-Jesu-Fest drängen nach dem
Dunkelwerden nach draussen um die bereits brennenden Feuer zu sehen, die
jährlich zu diesem Anlass rund um die Täler Osttirols weithin sichtbar
entzündet werden . Dank der in Kreuzform arrangierten Tetrapacks mit
Brennstoff gefüllt – statt Holz, das bei trockenem Wetter eingesetzt wird. -
Die Feuerwehr in Bereitschaft. Trotz beginnendem Regen werden die
Herz-Jesu-Lichterkreuze bewegungsunscharf durch das Gewölk sichtbar...
Andere Kinder wiederum haben nicht nur SMS-Botschaften zu übermitteln,
sondern haben bereits eine kleine Kamera auf der Rückseite ihrer Handys um
die Anwesenden damit zu porträtieren. Florian ist dabei sehr eifrig, er
will ja derzeit in einer Schule weitermachen, die seinen bereits erreichten
technischen Interessen entspricht. Parallel dazu baut er inmitten des
allgemeinen Wirbels in der Berghütte – draussen tobt bereits der Sturmregen
– ein dreigeschossiges Kartenhaus auf – in aller Ruhe und mit viel
Gleichgewichtssinn, auch wenn ihn viele Vorbeieilende oder auch leicht
Eifersüchtige bedrängen. Und es gelingt ihm. Es ist eine langzeitlich und
spielerische wirkende Übung von Präzision und Konzentration fürs kommende
Berufsleben.
Nach all dem kehren wir in absoluter Finsternis zurück, aber nur wenige
hundert Meter sind es die uns Unbedarften aber viel Mühe bereiten, nicht
aber den an uns überholenden jungen Bergkinder, die lachend und frohgestimmt
an uns vorbeispringen. Glücklicherweise gibt es auch einen Fahrweg für ein
Taxi, so dass wir nach einem gewagten Fussmarsch die Heimkehr gut
überstehen.

Bild <Kalkstein>
Mythen ohne Ende? Wildschütz, Kruckenkreuz und seine stillen Folgen
Samstags machen wir uns auf die Reise nach der
Wallfahrtskirche Maria Schnee; Kalkstein / A-9932 Innervillgraten
160; liegt auf 1640 m Seehöhe.Treffen da auf denEinheimischen Oswald
Fürhapter, der uns in die Geschicke dieses Ortes einführt. Nach einem
Pestgelöbnis 1634 wurde diese Gnadenstätte erbaut und nach 1867 mehrheitlich
historisierend neu gestaltet. In der Mitte des Priesterbereiches /
Presbiterium leuchtet das Gnadenbild von Maria Schnee, verstärkt durch
den vergoldeten, halbrunden Rahmen. Das Thema wird durch ein Zweierbild /
Dyptichon gestaltet: In dem unteren Rahmenteil halten zwei symmetrisch
angeordnete Engel Maria mit Kind hoch. Gegenüber der Kanzel befindet sich
ein Relief der vier Evangelisten – in der Filialkirche St.Helena, Oberlienz,
die wir tags zuvor besucht haben, sind sie in der Kanzel integriert - , mit
einer Herz-Jesu-Figur.
Heraustretend bemerken wir ein ehemaliges typisch altösterreichisches Pfarr-
und Schulhaus mit Walmdach und der siena-gelben Wandfarbe, die für alle
öffentlichen Gebäude der Monarchie im Sinne einer kronländerübergreifenden
Gestaltung als Corporate Image Identität und Überblick vermittelten.
Soeben wollen wir dorthin gehen, als unser Blick auf ein Grab fällt. Es
zeigt einen jungen Kopf in Marmor fein gemeisselt. Darunter steht: Pius
Walter 4.4.1952 - 8.9.82 ...von zwei Jägern... kaltblütig und gezielt
be- und erschossen, hingerichtet sagen wir dazu. Eine Fehde wird
Wirklichkeit, wie sie auch bei Ganghofer oder der Oper Wildschütz und
in den sogenannten Schundromanserien – neudeutsch: Soap-Operas - als
Kernstück auftaucht, da allerdings mit gutem Ausgang. Die deutschen
MitwanderInnen unter uns wundern sich darüber hinaus, dass an dem weiter
ausgebauten Nebengebäude ein Zeichen auftaucht, das uns Fürhaupter als
Kruckenkreuz (urspr. Horn der Gämsen) deutet. Es besteht aus
einem griechischen Kreuz, das an den vier Enden Querbalken aufweist. Man
kann es auch als Vorstufe zum Hakenkreuz (urspr. indisch..) sehen,
das den Querbalken nicht durchgehend hat, sondern nur auf der rechten Seite
einen Haken hat – ähnlich einem Mühlenrad, hier links drehend. So erfahren
wir, dass zwischen 1932-34 in Österreich ein autoritärer
christlich-ständischer Staat wirkte, unter der Führung Engelbert Dollfuss,
ein Niederösterreicher wie Pater Schwartz,
der den Anschluss an Deutschland ablehnte und so von den Nationalsozialisten
in einem Putsch im Bundeskanzleramt in Wien erschossen wurde. Während des
Dritten Reiches wurde das Kruckenkreuz überdeckt und ist so erhalten
geblieben.
Genug mit lokalgeprägter Hinrichtung und nationalpolitischem Mord.

Bild <Osttirol-Lienz zu Niederösterreich-St.Pölten,
auch heute noch eine terra-incognita-Beziehung, nicht nur für Deutsche und Schweizer, wie der
Plan des Tourismusverbandes verdeutlicht:
www.lienz-tourismus.at>

Bild <A.M. Schwartz, Ordensgründer>
Hier hat Pater Anton Maria Schwartz, 1852-1929, selig gesprochen
1998, auch Arbeiterapostel genannt und gleich Dollfuss
Niederösterreicher, den Kalasantiner Orden gegründet. Seine Ziel ist
es, Lehrlingen und Arbeitern ein Zuhause anzubieten, sie menschlich zu
formen und im Sinne Christus eine soziale Verbesserung herbeizuführen:
Evangelisieren / Sauerteig bilden, das Arbeitsumfeld christlich
prägen– in Sinne der Katholischen Soziallehre prägen und für die Jugend
präsent sein. Im Eingangsbereich steht das Motto: "Gott segne Ihren
Aufenthalt hier in Kalkstein". Derzeit ist Schwester Maria Betreuerin
des Hauses. Es gibt 5 Zimmer. Jeder Ankommende gibt zum Verbleib, was er
kann. Heute kocht gerade ein solcher Gast für alle anderen mit. Ansonsten
wird Rückzug, Stille, Vertiefung und Schweigen gesucht und geübt.
Es gibt insgesamt zu einem Generalat in Wien sieben weitere Kollegien sowie
ein Apostolat für Schwestern in Österreich, sowie dieses Haus Betanien in
Kalkstein, das als Aussenstelle wirkt und "Mit uns (den KalasantinerInnen)
im Gebet" ist, wie es im Faltprospekt heisst.
Als Schwungrad apostolischen Glaubens wird dieses Haus Betanien
auch "Das Maschinenhaus" genannt (Tel: 0043 4843 5590).
 |
 |
Bild <Obermauern ...... St. Veit: Alljährlich,
aktive Prozessionsteilnahme>
Gelebte Mythen
In Obermauern selbst findet am selben Sonntag eine alljährliche
Prozession statt. Alle sind versammelt. Voran der Priester mit seinem
Himmel / Ziborum, da wo die Hostie wohnt in der Monstranz, die eben der
Pfarrer in seinen Händen hält. Die Feuerwehrleute tragen den Hl. Florian vor
sich her, die Mädchen tragen die Stelzen für das Heiligentraggestell. Es
folgen die KommunikantInnen und der Dorfschullehrer: "Die Halbwüchsigen
schämen sich mitzugehen., es ist schade aber..." auf die Frage warum die
Jugendlichen in der Reihe fehlen. Danach nähern wir uns den Gesichtern der
anwesenden Jugendlichen, die seitlich stehen und etwas Protestierendes in
den Zügen haben. Dabei haben wir den Eindruck, auch aus eigener Ent- und
Verwicklung im Laufe unseres Lebens, dass das einfach dazugehört, sie kommen
wieder, auch wenn es im Alter erst geschieht, wenn der Rauhreif auf dem
Gemüt liegt...Danach kommen die prächtig geschmückten Tiroler Schützen.
Der Aufmarsch ist überwältigend, mehr als ein Drittel des Dorfes ist
unterwegs. Nach dem Glockengeläut beginnt die mitmaschierende Musikkapelle
plötzlich zu spielen. Der uns begleitenden Annelies stellen sich die
goldblonden Härchen an den Armen auf– beim ersten Einsatz der Melodien.
Wer den O-Ton zur Prozession wünscht, kann diesen von Cornelia
c.staudacher@t-online.de
anfragen, sie trägt ein Tonband mit sich und
hat auch einige Mitwirkende befragt.

Bild <Haidenhof>
Wohlfühl - Tischkultur und -Aufenthalt
Am Abend lassen wir uns dann– einige von uns mussten schon nachmittags
abreisen - von der
Familie Laura & Michael Kreissl mit Senior Fredi, im Haidenhof,
Lienz,
www.haidenhof.at,
verwöhnen und sie wünschen uns "Eine gesunde Mahlzeit".
Nach all den Mühen mit dem Wandern und Erleben mythischer Stätten von 2
Jahrtausenden Zeitgeschehen, Ereignissen und Begegnungen mit
aufgestellten und engagierten Menschen, wie sie hier in Osttirol - kurz
gesagt - in verdichteter Weise anzutreffen sind, haben wir uns das
redlich erarbeitet.

Bild <Hauseigene Bierkultur>
Zum Apero trinken Jonny und Walter Bieriges. Es ist ein nach
hauseigenem Rezept hergestelltes Bier vom Fass, in der Brauerei Falkenstein
Lienz, für den Haidenhof exklusiv hergestellt: hell, mild und würzig. Einige
trinken Wein Achterln (0,125 l ), einen Grünen Veltliner, zartsäurig
mit langem Abgang obwohl erst einjährig, vom Weingut Fred Loimer, Winzer des
Jahres 2002, von Langenlois, aus Niederösterreich, das sowohl Schweizer wie
Deutsche nie richtig zuordnen können. Deshalb sei es hier gesagt: "Es ist
jenes 1000-jährige Kernstück von Ostarichi von 996 n.Chr., das Wien in ihrer
östlichen Mitte am Donauknie siedeln hat lassen", O-Ton Walter.
Bevor wir hier weiter trinken, sei noch etwas zur beschwingten Küche
(Frauen sind hier verantwortlich) gesagt. Der Haidenhof kooperiert sowohl
mit dem Fond Gesundes Österreich als auch mit S’Leichte Wirtshaus.
Daraus folgt. Alle gekennzeichneten Gerichte auf der Speisekarte entsprechen
den Richtlinien Arbeitskreis Vorsorgemedizin Tirol. Das bedeutet: Die
Hauptspeisen werden mit verringertem Fleisch (mit Produktherkunft,
Gütesiegel) – dafür mit grösserem Gemüse- und Beilagenportionen serviert
(auf Wunsch Vollkornnudeln, -spatzln).
Zur Hauptspeise (aus Pfanne, Grill und Backofen)
entscheiden sich ein paar für das angebotene Kulinarium: Gebratene
Scholle auf Thymiansauce, Röstinchen und Paprikagemüse (EUR 10,20) und
andere für das Rindsfilet mit Rosmarin gespickt, auf Rotweinsauce mit
Zucchini-Erdäpfelgemüse (EUR 16,50). Es gibt auch Vegetarisches: z.B.
Spinat-Schafkäse-Nockerln mit Tomatenragout (EUR 6,60). Walter entscheidet
sich für eine Tiroler Kost-Leibspeise: Schweinsschopfbraten mit
Kümmelsauce, Semmelknödel (EUR 8,80).
Zum Dessert werden klarerweise sowohl Kaiserschmarren mit
Zwetschkenröster als auch Palatschinken mit Preiselbeeren
angeboten. Es gibt aber auch die Haidenhof-Dessertkreation (EUR
5,50). Diese wird nicht verraten. Alle Interessierten und Geniesser sind
eingeladen, selbst vor Ort das Geheimnis zu lüften.
Als Digestif wird von allem der Haidenhofbierbrand aus frisch
gebrautem Haidenhofbier angeboten. Wir entscheiden uns alle für einen
Marillen(Aprikosen)brand.
Zur Übernachtung im Haidenhof: Es ist ab 1270 ein Edelsitz der
Herren Grafendorf gewesen und wurde 2000 in nur sieben Wochen zu einer
traditionsbedachten wie modernsten Anforderungen genügendem Ambiente
umgebaut und mit einer Fichte-Natur-gewachsten Möblierung eingerichtet.
Die im Zimmer aufliegende Haidenhof-Hotelinformation ist umfassend und von
A-Z geordnet. So finden wir zur Apotheke im Ort genauso wie zum Dampfbad,
der Sauna, dem Solarium im Haus, bis zu Weckruf und
Zimmerschlüsselhinweisen. (Halbpension ca. EUR 55.-)

Bild <Das Frühstücksei>
Das Frühstück wird vom Senior Fredi, dem Vater Michaels, persönlich
serviert. Eine humorvolle Überraschung erwartet die Gäste, wenn sie ein Ei
bestellen. Das Ei ist mit einem Gesicht bemalt, und nach Geschlecht zeigt es
eine Krawatte oder eine Masche im Haar. Cornelia bekommt zum Abschied, da
sie heute abreist eine Zutat. Das Gesicht auf dem Ei weist an einem Auge
zwei deutlich gezeichnete Tränen auf. Wer kann da schon widerstehen und
nicht mehr wiederkommen.

Bild<Osttirol-Card-Möglichkeiten>
Noch einige Tipps zu Lienz, Osttirol
Es gibt für Reisende eine Osttirol-Card bis 4. Oktober, gilt 8 Tage,
kann bei
www.osttirol-card.com bestellt werden, kostet EUR 30.-, Kinder bis 6 J.
frei und ab 6-14 J. EUR15.- . Sie gibt Einlass zu 15 Aktivitäten: Osttiroler
Berg- und Gletscherbahnen, in die Bäder von Lienz, Dölsach (der Römerstadt
Aguntum), Matrei und am Tristachersee und zur Sommerausstellung "Die
vergessenen Himmel" im Schloss Bruck Lienz. Mag. Lukas Krösslhuber
gibt gerne weiterführende Auskünfte
www.osttirol.com.
Frau Mag. Sabine Istenich gibt gerne weitere Informationen dazu:
www.stadt-lienz.at
/
s.istenich@stadt-lienz.at.
Jedenfalls gibt es dazu gute Gelegenheiten:
OLALA- 12. Internationales Strassentheater-Festival, 22.-26.August
2003
Lienzer Stadtfest, 9.-10 August 2003 und das
Krampusfest im Dezember, über das wir vorhaben, wieder zu kommen um
darüber zu berichten.
Sagen wir ein leises Servus zum Abschied und freuen uns über ein
Wiederkommen.