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3 Kulturreise in Osttirol -
zu 2000 Jahren Mythen, verinnnerlichter Spiritualität und leibhaftigen Spezialitäten


Bild <Osttirol-Plan:
schubert-franzke(c)St.Pölten

.Auf zu den aktuellen Mythen
.Regionale Kultur lockt
.Die vergessenen Himmel
.2000-jährige Geschicklichkeit
.Urlaub am Bauernhof
.Ein bekömmliches Mittagsmahl
.Zu Mythen und Almhütten
.Mythen ohne Ende? Wildschütz, Kruckenkreuz und ihre stille Folgen...
.Gelebte Mythen
.Wohlfühl-Tischkultur und –Aufenthalt
.Tipps zu Lienz, Osttirol

Es ist Freitag nachmittag.
In Lienz angekommen. Wir haben vor, Pilgerwegen und der regionalen Kultur nachzuspüren. Was uns auch hier in Lienz zusammengeführt hat - mit neuen Bekannten und Interessierten aus Hamburg: Ulrike ulrike.cordes@t-online.de , Berlin: Cornelia c.staudacher@t-online.de , Düsseldorf: Jonny Markus cityjd@aol.com und Schweiz / Süddeutschland: Marga&Walter prankl@kultur-punkt.ch

Bild<St.Helena>
Auf zu aktuellen Mythen
So machen wir uns auf den uns von den Einheimischen empfohlenen Friedensweg. Er führt von Lienz/Thurn zur Filialkirche St.Helena, 1279m, einer fünfhundertjährigen Linde mit Regenbogen. Gina
media@pirkner.at und Gabriel Ortner, ein gestandener Lehrer, führen uns Schritt für Schritt, mit fünfjährigen Erfahrungen beim Auf- und Ausbau dieses ganz typischen Bergfades, mit sprudelnden Quellen, die uns immer wieder be-rauschen. Vor uns haben engagierte Christen andere überzeugt, darunter Jugendliche, ihre Lehrer und anonymen Gestalter. Sie haben zum Thema Frieden, ähnlich den Kalvarienberg- und Wallfahrtswegen gewerkt, allen voran der Pfarrer Mag. Franz Trojer, der Organisator: "Menschen gehen aufeinander zu / Sie brauchen einander / Sie helfen einander ... Sie verurteilen einander / Sie schlagen einander / Ein ewiger Kreislauf, Bemühen, ewiges Ringen, Bemühen, Unterwegssein" – gleich uns? So folgen wir, mit Mühe den Kuhfladen und groben Steinen am Weg ausweichend, Gabriel und Gina , die mit von der Initiativen-Partie sind und die das alles vor fünf Jahren da mitangezettelt haben.
Schliesslich kommen wir auf steilem Weg an. Es ist die gewaltige 500-jährige Linde, die uns empfängt und über das Lienzer Tal spannt sich wunderbar ein Regenbogen zu unserem Empfang. Gleich der Regenbogen-Zeitschrift, die von Trojer herausgegeben wird: Er fragt uns darin, welche Schritte wir wohl zu gehen bereit sind, um zum Frieden zu gelangen.
Er hat die Schritte gut vorgedacht: 1.Sämann - Friede entsteht im Kleinen; 2. Wegweiser – weist auf das Leid und die Tränen hin, die der Krieg verursacht; 3. Verwurzelung – Gewachsene Kraft, Gewaltlosigkeit und Zuhörenkönnen sind gefragt; 4.Friedensengel – Friede bei den Menschen seiner Gnade...wenn sie in seiner Liebe leben, Sehnsucht wird gestillt;
5. Kreuz – gleich zweimal Kreuze in Holz und Metall, fast alle jungen und älteren Menschen tragen ihr Kreuz, selbst verschuldet oder hineingetrieben in den Schlachthof der Zeit, Sinnkrise entsteht: Sterben lernen ist angesagt. 6. Quelle des Lebens – Wasser als Lebens-Sinnbild...Alles fliesst...Beim Weggleiten, Teilen wird Gemeinsinn spürbar...7. Versöhnung – Wenn wir einander offen in die Augen schauen und den Blick aushalten, gewinnen wir Frieden; 8. Schwerter oder Pflugscharen – nützen statt ausnützen, schmiedet Pflugscharen aus Schwertern, Jes.2.4...; 9. Friedensgebet des hl. Franziskus: "Herr, mach mich zum Werkzeug deines Friedens, dass ich liebe, wo man hasst; 10. Regenbogen und Friedenstaube – Versöhnen und Vergeben, täglich lernen...
Wir sind am Ziel: wir haben uns eine Pause verdient. Der Regenbogen wird von der Natur pur gestiftet. Der Blick in das Lienzer Tal ist von berührender Grösse, und zum Himmel gerichtet braut sich ein spätbarockes, coeliumfarbenes Deckengemälde von abstrakter Intensität zusammen. Fast unmerklich werden wir dabei auch Martin Buber gewahr, religiöser Philosoph des 20. Jhdt., genau 40 Jahre sind es her – als er den Erasmuspreis erhielt, für seinen lebensbegleitenden, publizierten chassidischen Humanismus: Im Alltag das Gespräch für ein friedliches – im mindestesten – ein Nebeneinander plädieren, wenn oft kein Miteinander möglich ist.
Die gertenschlanke, hochgewachsene Annelies info@osttirol.com wird von Gabriel animiert, in den kamingrossen Schlupf emporzusteigen, um für uns die Glocken, die früher zum Wetterläuten und besonderen Anlässen dienten, zu läuten. Die Stricke dafür sind schwer zugänglich gehalten, da sie von den Halbwüchsigen sonst zu oft und ungereimt benutzt würden.

Bild <Eichel-Ober,Holzschnitt,75x50mm,1570>
Regionale Kultur lockt: <Südspiel – Spielkarten aus Alt-Österreich>
Ausstellung in der Tammerburg, 1242 erstmals erwähnt, Mitte 16. Jhdt. im Renaissancestil ausgebaut / http://inform-akademie.osttirol.net , Lienz, bis 7. Oktober 2003.
Mag.art Margarethe Oberdorfer, Vereinsinitiatorin der INFORM-Akademie, befragt, schildert die Schwierigkeiten und jahrelangen Anstrengungen, die Tammerburg zu dem zu machen, wie sie heute besucht werden kann. Anonyme Helfer, bekannte Sponsoren wie der Rotary-Club und die Bank Austria, aber auch eine Bäckerei – Ernst Joast, Weinphilo-Vinothek in Lienz und die testtec-Prüfstandtechnik in Ainet, haben zum Gelingen dieser Ausstellung beigetragen.
Wir treffen den Initiator der Ausstellung, Univ.Prof.Dr. Harald Stadler, ein mit leiser Selbstironie begabter, innovativer Geist, der erstmals den Zusammenschluss von Spielkarten, wie Fundgattungen aller Art und der Archäologie findet und erforscht. Auf die Frage nach dem Kernanliegen führt er uns zum Eichel-Ober, einem Findling, auch Bauopfer (nicht zu verwechseln mit Bauernopfer) genannt und führt sinngemäss aus: "Der in einem Blindboden geborgene Eichel-Ober, eine Trumpfkarte sozusagen, hat über seine Funktion im Spiel eine mythische Bedeutung, die auf das anvisierte Glück im Spiel des Lebens, hier beim Hausbau, in der Art einer Versicherung, Hinweise gibt...". Neben dem Eichel-Ober finden wir über 600 bisher unveröffentlichte Spielkarten, ab dem 14. Jhdt. begonnen, "was mit ihrer erstmaligen Verbreitung in Europa zusammenfällt", so Peter Blaas, Obmann des Österreichisch-Ungarischen Spielkartenvereins Wien/Budapest.
In der Cafeteria findet für uns ein kleines Fest statt und so nehmen wir, erschöpft von des Tages Mühen die Einladung gerne an, schmausen, trinken und hören viele anonyme Weisen und Lieder, vorgetragen von vier in die 70er Jahre gekommenen einheimischen Musici, die noch eine urwüchsige originale Musik gestalten (die von den in den Massenmedien verramschenden Vertretern sogenannter Volksmusik in Musikstadeln & Co. versaut werden). So hören wir - beinahe schockartig betroffen - diesen verdrängten Original-Klang aus Kindertagen, einem bis anhin verloren geglaubten Klang der Alpenwelt. Ihm wird hier unmittelbare Gestalt gegeben.
"Das alles und noch mehr bietet die Tammerburg als Sitz der INFORM-Akademie Osttirol, durch deren Aktivitäten sie zu einem Forum für Kunst, Handwerk, Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft geworden ist", so Frau Oberdorfer im Gespräch. INFORM leitet sich im übrigen her von Informiert sein, in Form sein, zeitgemäss formen und zu entwickeln. Lehren, Lernen und Kultur. Ganzjährig und initiativ handeln. Was auch diese aktuelle Ausstellung wieder zeigt. Hier stimmt das Ziel mit dem Weg überein.
Am Samstag besuchen wir
Die vergessenen Himmel – Wallfahr(t)en in Osttirol
Ausstellung bis 26.10.2003; Museum der Stadt Lienz www.stadt-lienz.at darüber hinaus ständige Schau der Hauptwerke des expressionistischen Malers Albin Egger Lienz, zu Lebzeiten verkannt und politisch missbraucht – heute anerkannt - wie so oft. Sowie die Werke seiner Zeitgefährten und Vorbilder Franz von Defregger und Hugo Engl. Auch die junge Kunst mit ihren Installationen ist beeindruckend – aktuell: ent-fremdung von Peter Raneburger.
 


Bild <Egger-Lienz, Makraber Tanz,1907; Schnitter 1914-18,Öl auf Leinwand>

Bild <Schloss Bruck: Leonhard & Paola, Fresko-Ausschnitt > Offsetdruck auf Bierdeckel>
Schloss Bruck, 13. Jhdt., mit gut erhaltenem Bergfried, Palas/Hauptgebäude und Rittersaal, sowie gelungener Restaurierung 2000. Wohlerhalten ist auch das Innere, der Rittersaal und die freskengeschmückte gotische Kapelle, bis heute eine Gedechtnus – Stätte für das kinderlose landesfürstliche Paar Leonhard & Paola aus dem Hause Görz. Vor allem Paola ist auch in der Wahlfahrtskirche von Virgen "Unsere Liebe Frau vom Schnee" mehrmals in der Fresken-Bibel dargestellt.
Museumsführerin Heike Förster empfängt uns im Innenhof des Schlosses, einer Görzerburg, und wir erleben eine bestens geschulte Stimme mit gediegenem Inhalt, gefördert durch das akustisch-räumliche Umfeld. Diese Stimme wirkt sowohl samtweich und ist dazu fähig, eine eindringliche Art der Vermittlung darzustellen. Diese beeindruckende Ausstellung hat uns hier zusammengeführt und so erleben wir an Hand von hunderten Objekten und Votivbildern die Geschicke von Kult- und vorwiegend anonymer und zugleich grossartiger Kunst-Handwerklichkeit.

Bild <Aguntum: >
Anschliessend fahren wir zu 2000-jähriger Geschicklichkeit, nach
AGVNTVM liegt 4 km östlich, heute Dölsach genannt, von der Bezirkshauptstadt Lienz entfernt. Es firmiert heute als Archäologischer Park mit 20.000 qm Ausgrabungsfläche. Die engagierte Führerin Michèle Oberstaller, hat einen reizend klingenden französischen Akzent und eine grazile Gestalt. Sie erzählt mit leicht dramatischer Geste viel Wissenswertes: Der Schriftsteller Plinius der Ältere berichtet bereits um die erste Jahrtausendwende von Aguntum, das Kaiser Claudius zum Oppidum ernannte, also einer wichtigen Stadt mit eigenem Gewerbe und Marktrecht auf der Handelsroute zwischen Süd-Nord und Ost-West. Dieser ursprünglich bereits vorher für die Kelten ein wichtiger Ort, auf der heutigen Felbertauernstrasse gelegen, wurde von den Römern friedlich übernommen. Nach neuesten Forschungen wurden vor allem Kupfer, Gold, Holz und Harz gehandelt. Vom Reichtum zeugt auch das grosszügig errichtete Atriumhaus, das geradezu monumental wirkt, mit seinem angeschlossenen Thermenbereich, den Fussbodenheizanlagen, aus denen so mancher Sklave beim Reinigen der Kanäle nicht mehr zurückkam, da er der Kohlenmonoxyd-Vergiftung erlegen war. Figurenfunde sind in Vitrinen ausgestellt Eine Figur , es ist eine Jagdszene bei der ein Mann von Hunden angegriffen wird, bewirkt bei Cornelia als auch bei Walter die gleiche Assoziation: Es ist die griechisch-römische mythische Figur der Penthesilea, einer Amazone, die diese Szene der Erjagung und Opferung eines Mannes, selbst unsichtbar, einleitet, was beide auf das Amazonische unserer Führerin in Verbindung bringen: "Wir sind einer Amazone in realiter begegnet". Ein wahrhaft mythisches Erlebnis, hier in Osttirol, das einen unvergleich hohen Anteil an Mythen, Sagen und Legenden nicht nur überliefert sondern noch lebt. Auf diese Weise fühlen wir uns in das historisch-kuturelle Umfeld richtig eingebettet. Folgen wir nun den Ausführungen weiter:
Um 610 n. Chr. kam es dann zwischen den Bajuwaren und Slawen, die hier einfielen und gegeneinander kämpften, zugunsten letzterer zum Entscheid. Die verbliebene Bevölkerung zog sich danach in Richtung des heutigen Lavant zurück. So entstand bereits in der Spätantike ein Bischofssitz, der bis heute eine spirituelle Ausstrahlung als Wallfahrtsort ausübt. Zeugen dieser Zeit sind freigelegte Ruinen, Römersteine und Funde. Im selben Ort museal untergebracht: Die Kirche und zwei mittel-alterliche Tortürme unter St. Ulrich.

Bild <Kartitsch: >
Urlaub am Bauernhof
Wir erreichen Kartitsch, 1350 m hoch gelegen www.kartitsch.com
liegt inmitten einer Welt aus Fels, Almen und Wäldern. Gämsen und Adler haben hier noch Lebensraum, im Gailtal, seitlich des Pustertales. Hier finden sich Bauernstuben aus dem 17. Jhrdt., die noch heute bewohnt werden. Ein gut ausgebautes Wanderwegenetz verbindet die Almen und Berge. Schade, dass in Österreich allgemein, ausser den Markierungen, die Wegweiser meist keine Angaben über Entfernungen oder Wanderzeit geben, was in der Schweiz auf standardisierten gelben Alutäfelchen genau vermerkt wird, Das kann für die energiebewusste Entscheidung weiterzugehen oder zurückzukehren von Bedeutung sein, insbesondere was sowohl die eigenen Kräfte als auch die der Naturgewalt betreffen. Wir kehren im Gästehaus Hofer ein <Fax 0043 4848 5262-3>, so gegen ½ 11 Uhr vormittags, und erhalten da eine kleine Jause mit Ostiroler Speck, unvergleichlich zart naturgetrocknet und schmackhaft (im Gegensatz zum allgemeinüblichen massenverarbeiteten Schwarzwälder Speck, der leider meist mit Flüssigrauch "parfümiert" wird), einen orts- oder hausgemachten Apfel-Birnen-Schnaps (41-46 % Alkohol) und einen gehaltvollen Holunderblütensyrup. Nach dem Rezept gefragt erfahren wir: Man nehme 10 Holunderblütenschirme mit Stengel, 1 Liter Wasser, 1 Kilo Zucker, mit etwas Zitronenpulver/-saft, nach 24 Stunden abseihen und in Flaschen füllen. Dieser Saft schmeckt uns himmlisch. Wir stehen draussen auf der Terrasse, unser Blick gleitet vom Hochpustertal bis zu den Karnischen Alpen. Dann wandert er weiter und trifft auf die Kirche St. Maria Schnee etwa 100 m entfernt, von einem kleinen Friedhof umgeben. Da steht ein Mann, hoch-gewachsen, in der Mitte des Lebens, braungebrannt mit jugendhafter Geste und doch bedächtig in der Wahl der Worte, die er an uns richtet. Es ist Thomas Sint <0043 4848 5350>, Buchhalter in der Gemeinde und zugleich der Messner dieser kleinen barocken Kirche. Wir treten ein und finden ein typisch bäuerlich-barockes Juwel, strahlend vor Sauberkeit und lichterfüllt, besonders an diesem hellen Junitag. Am Hochaltar sehen wir ein einfaches, ebenfalls barockes Tafelbild der Hl.Maria. Plötzlich verschwindet der Messner hinter dem Altar und das Gnadenbild senkt sich und verschwindet. Hervorkommt eine grossartige goldene Monstranz, in deren Mitte sich eine kleine Marienfigur mit Kindlein entdecken lässt. Der Legende nach hatte eine Frau aus Kartitsch den Auftrag ins Tal zu gehen. Immer wenn sie ihrem Korb abstellte, fand sie darin die kleine Marienfigur mit Kind. Danach verschwand diese Figur wieder. Als sie nach Kartitsch zurückgekommen war, blieb die Madonna im Korb. Aus diesem Anlass hat man dann die Kirche erbaut.

Bild <Heimfels: >
Ein bekömmliches Mittagsmahl bringt uns wieder Stärkung, im Ansitz und Gasthaus Burg Heimfels: www.gasthaus-burgheimfels.com
Heimfels liegt inmitten des Tiroler Hochpustertals. Hier gedeihen auch die Stauden von Granten und Kranebitten, deren herbe / hantige Beeren dem Osttiroler Speck die einmalige Würze verleihen.Wir entscheiden uns da, am Fusse der Burg einzukehren. Mit persönlichem Händedruck seitens der Wirtsleute und aufmerksamer Bedienung werden wir empfangen
Familie Schneider führt das Gasthaus und Konrad Kassewalder.48, ist der Koch mit Haube.
Nach der Lehre im Zillertal, Jungkoch am Tegernsee. fünf Jahre Schweiz als zweiter, mehr ungeliebter Küchenchef - weil Öschtricher -, danach Schiffskoch in Skandivien und nun seit 15 Jahren Küchenchef in Österreich: am Achensee, in Süd- und Osttirol.
Seine Spezialität für uns: Hausgemachte Schlutzkrapfen mit Bergkäse und goldbrauner Butter, Tafelspitz mit frisch geriebenem Apfel-Kren (Meerrettich), Gemüse und Röst-Erdäpfel, abschliessend ein fantastisches Hollunderparfait auf warmen Beeren, liebevoll und gekonnt serviert.
Der Spruch des gastlichen Hauses, auch zum Abschied ein herzlicher Händedruck dazu: Ruhe schaffen / still werden / Zeit füreinander haben / Geborgenheit spüren / lächeln / glücklich sein /. Wer will das nicht und weiter heisst es: Gemeinsam verweilen / tun, wozu man Lust hat / staunen, bewundern, sich freuen, einfach leben /. Zu finden ist es auf der Strecke Lienz Richtung Sillian-Brenner.
Rundum lädt die Bergwelt der Hohen Tauern.

Bild <Virgen: >
Zu Mythen und Almhütten
Hochgemut fahren nach Virgen, heute ein schmuckes Dorf im Virgental, gegründet im frühen Mittelalter, unter der Herrschaft der Grafen von Görz , an der Isel gelegen, wurde vor 500 Jahren kaiserlicher Besitz von Maximilian I., somit Tirol. Das Dorf Obermauern und deren Pfarre beherbergen die Tochterkirche von Virgen "Unsere Liebe Frau vom Schnee". Dieser Name rührt von einer Erscheinung Mariens her, die im vierten Jahrhundert in Oberitalien erstmals so genannt wurde. Auch ehemalige Befestigungen lassen sich sehen, was typisch für die Wehrkirchen dieser Alpenregion war. Bemerkenswerte romanische Steinreliefe sind in den Aussenmauern eingelassen, u.a. die Heiligen Drei Könige. Im Portalbereich zeigt sich ein grosses Fresko des Pilgerpatrons St. Christophorus "das gemel hat gemach sebastian maller purger zu luntz 1468" gemeint ist: Sebastian Gerumer, Lienzer Maler.
Im spitzbogigen Hauptportal können wir am Scheitel drei sagenumwobene Bergkristalle entdecken, eine Opfergabe dreier Grafensöhne, bevor sie in den Krieg zogen.
Im linken Inneren der Wand entstand ein Armenbibel-Fresko / biblia pauperum / Passionszyklus, sinnbildlich in zwei aufgeschlagene Buchseiten gestaltet, ganzflächig unterteilt in Bibelszenen, was auch noch heutige Besucher durch die farbige Intensität überwältigen kann und zur Besinnung aufruft: "Wir ziehen zur Mutter der Gnaden..." singen immer noch die WallfahrerInnen. Die verehrte Gnaden-Skulptur am Hochaltar zeigt die Mutter mit dem Kind, 1425 geschnitzt, später barock verschandelt. Klar dass auch St.Georg, der Drachentöter, gemeint sind die Heiden, und St.Florian, der Feuerschutzheilige nicht fehlen dürfen. Einen weiteren Höhepunkt in unserer stillen Betrachtung finden wir in der spätgotischen und anonym hervorragend gestalteten St.Anna selbdritt mit ihrer Tochter St. Maria und Enkel Jesu, rechts vor dem Presbiterium / Priesterbereich.
Simon Marenki von Taisten, der Pustertaler, hat die Fresken in realistisch-stilisierter Weise gemalt, bis an die Grenze der Linienhärte. Er ist sowohl damit Volks- als auch Hofmaler und hat in minnehafter Weise des öfteren auch die Gemahlin des Grafen von Görz in die Fresken integriert...was ihm - dem Pustertaler - trotz allen Beziehungen weder bei den Grafen noch beim Kaiser den zeitlos wohlverdienten Lohn einbrachte. Wie modern/d klingt dieses Lied vom sich verausgabenden Künstler!

Bild < Reiter Kirchl>
Es ist Samstag nachmittag und wir sind auf dem Weg zum Herz Jesu Fest
1. Etappe: Reiter Kapelle – Leisach, 1130 m Seehöhe, wo uns auch ein langer warmer Sommerregen überrascht. Am frühen Abend erreichen wir nach ausgiebiger Wanderung die Kapelle.
Im Inneren ist bereits eine Kerze gestiftet. Wir kennen den Heiligen nicht, dem sie gewidmet ist. Auch wir zünden eine Kerze für unsere Gruppe an, man weiss ja nie, welche Fährnisse uns noch begegnen werden.
Still sitzen wir in der engen Gebetsbank, die Kinder unserer Führerin Gina, die uns diesen Geheimtip gegeben hat ist mit von der Partie und ihre aufgeweckten Kinder Teresa und Florian und FreundInnen. Teresa hat in das Logbuch der Kapelle ihr verschlüsseltes Porträt in den Jahresezahlen untergebracht. Ihre natürlichen Locken hat sie durch eine Wellenlinie über den Zeitzahlen hinterlassen und ihre Augen leuchten aus der O und der 3 der Jahreszahlen als funkelnde Punkte hervor. Ihre Freunde ist da viel reservierter / cooler.
Giana verteilt selbstgebackenen Kuchen. Einige von uns interessiert viel mehr der eingetragene Text in das Logbuch der Kapelle. Da gibt es oft nur Namen, Wünsche und Sehnsüchte und Hoffnungen, die da geäussert werden, um Maria zu überzeugen ihnen, zu helfen. Manchmal hat sie das auch getan und dann gibt es Dankesworte.

Bild <Hochsteinhütte>
2.Etappe: Auf verschlungenen Wegen / Wirtschaftspfaden Einheimischer, geht es weiter zu 2023 m Seehöhe. Zur Hochsteinhütte <Tel: 0043 664 345 4960>, die von der Familie Rautter aus Nussdorf bewirtschaftet wird <Tel: 0043 4852> 61 880. Was es da wohl zu essen geben wird, fragen wir und erwartungsvoll? Die Speisekarte, ein einfaches Blatt Papier, wird gereicht. Als Vorspeise wird eine einheimische Gerstlsuppe mit Selchfleisch / Selchschopf mit Brot angeboten <EUR 3,50>. Die meisten von uns bevorzugen einen Schweinsbraten mit Knödel. Auf dem Menüblatt werden sieben Suppen mit und ohne Tiroler Knödel und zehn weitere schmackhafte warme Speisen, insbesondere Tiroler Landküche angeboten. Klar gibt es auch kaltes Essen und österreichische Mehlspeisen. Wir sind davon sehr angetan.
Das alles auf über 2000 m Höhe! Ein Blick hinaus zeigt, wie schnell es im Gebirge zu einem Gewitter und starken, böigem Wind kommen kann. Wolken drängen sich da gleich Schafen, nah am Boden zusammen und behindern mehr und mehr die Sicht, was für den Wanderer ohne Kompass oder Führung ziemlich gefährlich werden kann.
Die Kinder anderer Festgäste vom Herz-Jesu-Fest drängen nach dem Dunkelwerden nach draussen um die bereits brennenden Feuer zu sehen, die jährlich zu diesem Anlass rund um die Täler Osttirols weithin sichtbar entzündet werden . Dank der in Kreuzform arrangierten Tetrapacks mit Brennstoff gefüllt – statt Holz, das bei trockenem Wetter eingesetzt wird. - Die Feuerwehr in Bereitschaft. Trotz beginnendem Regen werden die Herz-Jesu-Lichterkreuze bewegungsunscharf durch das Gewölk sichtbar...
Andere Kinder wiederum haben nicht nur SMS-Botschaften zu übermitteln, sondern haben bereits eine kleine Kamera auf der Rückseite ihrer Handys um die Anwesenden damit zu porträtieren. Florian ist dabei sehr eifrig, er will ja derzeit in einer Schule weitermachen, die seinen bereits erreichten technischen Interessen entspricht. Parallel dazu baut er inmitten des allgemeinen Wirbels in der Berghütte – draussen tobt bereits der Sturmregen – ein dreigeschossiges Kartenhaus auf – in aller Ruhe und mit viel Gleichgewichtssinn, auch wenn ihn viele Vorbeieilende oder auch leicht Eifersüchtige bedrängen. Und es gelingt ihm. Es ist eine langzeitlich und spielerische wirkende Übung von Präzision und Konzentration fürs kommende Berufsleben.
Nach all dem kehren wir in absoluter Finsternis zurück, aber nur wenige hundert Meter sind es die uns Unbedarften aber viel Mühe bereiten, nicht aber den an uns überholenden jungen Bergkinder, die lachend und frohgestimmt an uns vorbeispringen. Glücklicherweise gibt es auch einen Fahrweg für ein Taxi, so dass wir nach einem gewagten Fussmarsch die Heimkehr gut überstehen.

Bild <Kalkstein>
Mythen ohne Ende? Wildschütz, Kruckenkreuz und seine stillen Folgen
Samstags machen wir uns auf die Reise nach der
Wallfahrtskirche Maria Schnee; Kalkstein / A-9932 Innervillgraten 160; liegt auf 1640 m Seehöhe.Treffen da auf denEinheimischen Oswald Fürhapter, der uns in die Geschicke dieses Ortes einführt. Nach einem Pestgelöbnis 1634 wurde diese Gnadenstätte erbaut und nach 1867 mehrheitlich historisierend neu gestaltet. In der Mitte des Priesterbereiches / Presbiterium leuchtet das Gnadenbild von Maria Schnee, verstärkt durch den vergoldeten, halbrunden Rahmen. Das Thema wird durch ein Zweierbild / Dyptichon gestaltet: In dem unteren Rahmenteil halten zwei symmetrisch angeordnete Engel Maria mit Kind hoch. Gegenüber der Kanzel befindet sich ein Relief der vier Evangelisten – in der Filialkirche St.Helena, Oberlienz, die wir tags zuvor besucht haben, sind sie in der Kanzel integriert - , mit einer Herz-Jesu-Figur.
Heraustretend bemerken wir ein ehemaliges typisch altösterreichisches Pfarr- und Schulhaus mit Walmdach und der siena-gelben Wandfarbe, die für alle öffentlichen Gebäude der Monarchie im Sinne einer kronländerübergreifenden Gestaltung als Corporate Image Identität und Überblick vermittelten. Soeben wollen wir dorthin gehen, als unser Blick auf ein Grab fällt. Es zeigt einen jungen Kopf in Marmor fein gemeisselt. Darunter steht: Pius Walter 4.4.1952 - 8.9.82 ...von zwei Jägern... kaltblütig und gezielt be- und erschossen, hingerichtet sagen wir dazu. Eine Fehde wird Wirklichkeit, wie sie auch bei Ganghofer oder der Oper Wildschütz und in den sogenannten Schundromanserien – neudeutsch: Soap-Operas - als Kernstück auftaucht, da allerdings mit gutem Ausgang. Die deutschen MitwanderInnen unter uns wundern sich darüber hinaus, dass an dem weiter ausgebauten Nebengebäude ein Zeichen auftaucht, das uns Fürhaupter als Kruckenkreuz (urspr. Horn der Gämsen) deutet. Es besteht aus einem griechischen Kreuz, das an den vier Enden Querbalken aufweist. Man kann es auch als Vorstufe zum Hakenkreuz (urspr. indisch..) sehen, das den Querbalken nicht durchgehend hat, sondern nur auf der rechten Seite einen Haken hat – ähnlich einem Mühlenrad, hier links drehend. So erfahren wir, dass zwischen 1932-34 in Österreich ein autoritärer christlich-ständischer Staat wirkte, unter der Führung Engelbert Dollfuss, ein Niederösterreicher wie Pater Schwartz, der den Anschluss an Deutschland ablehnte und so von den Nationalsozialisten in einem Putsch im Bundeskanzleramt in Wien erschossen wurde. Während des Dritten Reiches wurde das Kruckenkreuz überdeckt und ist so erhalten geblieben.
Genug mit lokalgeprägter Hinrichtung und nationalpolitischem Mord.

Bild <Osttirol-Lienz zu Niederösterreich-St.Pölten,
auch heute noch eine terra-incognita-Beziehung, nicht nur für Deutsche und Schweizer, wie der Plan des Tourismusverbandes verdeutlicht: www.lienz-tourismus.at>


Bild <A.M. Schwartz, Ordensgründer>
Hier hat Pater Anton Maria Schwartz, 1852-1929, selig gesprochen 1998, auch Arbeiterapostel genannt und gleich Dollfuss Niederösterreicher, den Kalasantiner Orden gegründet. Seine Ziel ist es, Lehrlingen und Arbeitern ein Zuhause anzubieten, sie menschlich zu formen und im Sinne Christus eine soziale Verbesserung herbeizuführen: Evangelisieren / Sauerteig bilden, das Arbeitsumfeld christlich prägen– in Sinne der Katholischen Soziallehre prägen und für die Jugend präsent sein. Im Eingangsbereich steht das Motto: "Gott segne Ihren Aufenthalt hier in Kalkstein". Derzeit ist Schwester Maria Betreuerin des Hauses. Es gibt 5 Zimmer. Jeder Ankommende gibt zum Verbleib, was er kann. Heute kocht gerade ein solcher Gast für alle anderen mit. Ansonsten wird Rückzug, Stille, Vertiefung und Schweigen gesucht und geübt.
Es gibt insgesamt zu einem Generalat in Wien sieben weitere Kollegien sowie ein Apostolat für Schwestern in Österreich, sowie dieses Haus Betanien in Kalkstein, das als Aussenstelle wirkt und "Mit uns (den KalasantinerInnen) im Gebet" ist, wie es im Faltprospekt heisst.
Als Schwungrad apostolischen Glaubens wird dieses Haus Betanien auch "Das Maschinenhaus" genannt (Tel: 0043 4843 5590).


Bild <Obermauern ...... St. Veit: Alljährlich, aktive Prozessionsteilnahme>
Gelebte Mythen
In Obermauern selbst findet am selben Sonntag eine alljährliche Prozession statt. Alle sind versammelt. Voran der Priester mit seinem Himmel / Ziborum, da wo die Hostie wohnt in der Monstranz, die eben der Pfarrer in seinen Händen hält. Die Feuerwehrleute tragen den Hl. Florian vor sich her, die Mädchen tragen die Stelzen für das Heiligentraggestell. Es folgen die KommunikantInnen und der Dorfschullehrer: "Die Halbwüchsigen schämen sich mitzugehen., es ist schade aber..." auf die Frage warum die Jugendlichen in der Reihe fehlen. Danach nähern wir uns den Gesichtern der anwesenden Jugendlichen, die seitlich stehen und etwas Protestierendes in den Zügen haben. Dabei haben wir den Eindruck, auch aus eigener Ent- und Verwicklung im Laufe unseres Lebens, dass das einfach dazugehört, sie kommen wieder, auch wenn es im Alter erst geschieht, wenn der Rauhreif auf dem Gemüt liegt...Danach kommen die prächtig geschmückten Tiroler Schützen.
Der Aufmarsch ist überwältigend, mehr als ein Drittel des Dorfes ist unterwegs. Nach dem Glockengeläut beginnt die mitmaschierende Musikkapelle plötzlich zu spielen. Der uns begleitenden Annelies stellen sich die goldblonden Härchen an den Armen auf– beim ersten Einsatz der Melodien.
Wer den O-Ton zur Prozession wünscht, kann diesen von Cornelia
c.staudacher@t-online.de anfragen, sie trägt ein Tonband mit sich und hat auch einige Mitwirkende befragt.

Bild <Haidenhof>
Wohlfühl - Tischkultur und -Aufenthalt
Am Abend lassen wir uns dann– einige von uns mussten schon nachmittags abreisen - von der
Familie Laura & Michael Kreissl mit Senior Fredi, im Haidenhof, Lienz,
www.haidenhof.at, verwöhnen und sie wünschen uns "Eine gesunde Mahlzeit".
Nach all den Mühen mit dem Wandern und Erleben mythischer Stätten von 2 Jahrtausenden Zeitgeschehen, Ereignissen und Begegnungen mit aufgestellten und engagierten Menschen, wie sie hier in Osttirol - kurz gesagt - in verdichteter Weise anzutreffen sind, haben wir uns das redlich erarbeitet.

Bild <Hauseigene Bierkultur>
Zum Apero trinken Jonny und Walter Bieriges. Es ist ein nach hauseigenem Rezept hergestelltes Bier vom Fass, in der Brauerei Falkenstein Lienz, für den Haidenhof exklusiv hergestellt: hell, mild und würzig. Einige trinken Wein Achterln (0,125 l ), einen Grünen Veltliner, zartsäurig mit langem Abgang obwohl erst einjährig, vom Weingut Fred Loimer, Winzer des Jahres 2002, von Langenlois, aus Niederösterreich, das sowohl Schweizer wie Deutsche nie richtig zuordnen können. Deshalb sei es hier gesagt: "Es ist jenes 1000-jährige Kernstück von Ostarichi von 996 n.Chr., das Wien in ihrer östlichen Mitte am Donauknie siedeln hat lassen", O-Ton Walter.
Bevor wir hier weiter trinken, sei noch etwas zur beschwingten Küche (Frauen sind hier verantwortlich) gesagt. Der Haidenhof kooperiert sowohl mit dem Fond Gesundes Österreich als auch mit S’Leichte Wirtshaus. Daraus folgt. Alle gekennzeichneten Gerichte auf der Speisekarte entsprechen den Richtlinien Arbeitskreis Vorsorgemedizin Tirol. Das bedeutet: Die Hauptspeisen werden mit verringertem Fleisch (mit Produktherkunft, Gütesiegel) – dafür mit grösserem Gemüse- und Beilagenportionen serviert (auf Wunsch Vollkornnudeln, -spatzln).
Zur Hauptspeise (aus Pfanne, Grill und Backofen)
entscheiden sich ein paar für das angebotene Kulinarium: Gebratene Scholle auf Thymiansauce, Röstinchen und Paprikagemüse (EUR 10,20) und andere für das Rindsfilet mit Rosmarin gespickt, auf Rotweinsauce mit Zucchini-Erdäpfelgemüse (EUR 16,50). Es gibt auch Vegetarisches: z.B. Spinat-Schafkäse-Nockerln mit Tomatenragout (EUR 6,60). Walter entscheidet sich für eine Tiroler Kost-Leibspeise: Schweinsschopfbraten mit Kümmelsauce, Semmelknödel (EUR 8,80).
Zum Dessert werden klarerweise sowohl Kaiserschmarren mit Zwetschkenröster als auch Palatschinken mit Preiselbeeren angeboten. Es gibt aber auch die Haidenhof-Dessertkreation (EUR 5,50). Diese wird nicht verraten. Alle Interessierten und Geniesser sind eingeladen, selbst vor Ort das Geheimnis zu lüften.
Als Digestif wird von allem der Haidenhofbierbrand aus frisch gebrautem Haidenhofbier angeboten. Wir entscheiden uns alle für einen Marillen(Aprikosen)brand.
Zur Übernachtung im Haidenhof: Es ist ab 1270 ein Edelsitz der Herren Grafendorf gewesen und wurde 2000 in nur sieben Wochen zu einer traditionsbedachten wie modernsten Anforderungen genügendem Ambiente umgebaut und mit einer Fichte-Natur-gewachsten Möblierung eingerichtet.
Die im Zimmer aufliegende Haidenhof-Hotelinformation ist umfassend und von A-Z geordnet. So finden wir zur Apotheke im Ort genauso wie zum Dampfbad, der Sauna, dem Solarium im Haus, bis zu Weckruf und Zimmerschlüsselhinweisen. (Halbpension ca. EUR 55.-)

Bild <Das Frühstücksei>
Das Frühstück wird vom Senior Fredi, dem Vater Michaels, persönlich serviert. Eine humorvolle Überraschung erwartet die Gäste, wenn sie ein Ei bestellen. Das Ei ist mit einem Gesicht bemalt, und nach Geschlecht zeigt es eine Krawatte oder eine Masche im Haar. Cornelia bekommt zum Abschied, da sie heute abreist eine Zutat. Das Gesicht auf dem Ei weist an einem Auge zwei deutlich gezeichnete Tränen auf. Wer kann da schon widerstehen und nicht mehr wiederkommen.

Bild<Osttirol-Card-Möglichkeiten>
Noch einige Tipps zu Lienz, Osttirol
Es gibt für Reisende eine Osttirol-Card bis 4. Oktober, gilt 8 Tage, kann bei
www.osttirol-card.com bestellt werden, kostet EUR 30.-, Kinder bis 6 J. frei und ab 6-14 J. EUR15.- . Sie gibt Einlass zu 15 Aktivitäten: Osttiroler Berg- und Gletscherbahnen, in die Bäder von Lienz, Dölsach (der Römerstadt Aguntum), Matrei und am Tristachersee und zur Sommerausstellung "Die vergessenen Himmel" im Schloss Bruck Lienz. Mag. Lukas Krösslhuber gibt gerne weiterführende Auskünfte www.osttirol.com.
Frau Mag. Sabine Istenich gibt gerne weitere Informationen dazu:
www.stadt-lienz.at /
s.istenich@stadt-lienz.at. Jedenfalls gibt es dazu gute Gelegenheiten:
OLALA- 12. Internationales Strassentheater-Festival, 22.-26.August 2003
Lienzer Stadtfest, 9.-10 August 2003 und das
Krampusfest im Dezember, über das wir vorhaben, wieder zu kommen um darüber zu berichten.
Sagen wir ein leises Servus zum Abschied und freuen uns über ein Wiederkommen.

 


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