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Marienbad 10. Das religös-kulturelle Erbe von
Marienbad
10.1 Die katholische Maria-Himmelfahrts-Kirche
wurde in den Jahren 1844 bis 1848 nach den Plänen des
Architekten Gottfried Gutensohn aus München und des Klosterbaumeisters
Anton Thurner im neubyzantischen Baustil erbaut.Sie hat einen
ungewöhnlichen achteckigen Grundriß.Die Kirche wurde der hl. Maria
geweiht,.die auf dem Altarbild Carl Hampel,nach einer Vorlage von Tizian,
darstellte.Die Engelfiguren und die Dekoration der Tympanen gestaltete der
Bildhauer Josef Max aus Prag.Die 33 Stufen zum Haupteingang sollen uns an
die Lebensjahre von Jesus Christus erinnern.

10.2 Die jüdische Synagoge
wurde in dem unteren Teil der Hauptstraße im Jahre 1884 nach den Plänen
des Baumeisters Eduard Stern im neobyzantinischen Baustil erbaut. Die
finanziellen Mittel stammten von Spenden der Kurgäste jüdischen Glaubens
und von Beiträgen hießiger Mitglieder der Juden-Religionsgemeinde. Nach
dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges plünderten, verbrannten und
zerstörten die Nazis am 10. November 1938 die Synagoge. Das gleiche
Schicksal betraf ebenfalls die Synagogen in Karlovy Vary, Lazne Kynvart,
Drmoul und in anderen Städten.

10.3 Die russisch orthodoxe Kirche
wurde im Jahre 1902 von Gustav Wiedermann nach einem Projekt
des Professors Sultanov für die zahlreichen russischen Kurgäste erbaut. In
der Kirche ist eine einmalige Ikonostase aus Porzellan, geschmückt mit
Kobalt und Gold. Sie wurde auf der Weltausstellung in Paris, im Jahre 1900
angekauft, wo sie den Preis Grand Prix de France erhielt. Sehr kostbar ist
die Ikone aller Heiligen, die als Miniaturmalerei in Kalenderreihenfolge
gestaltet ist.

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