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Konstantin der Grosse – Ausstellung Trier 2007 - Landesmuseum Rheinland-Pfalz
Veranstalter: Konstantin-Ausstellungsgesellschaft mbH, Barbarathermen, Südallee 48, 54290 Trier
mirjam.flender@konstantin-ausstellung.de,  www.konstantin-ausstellung.de ;  www.luxembourg2007.org
Wissenschaftliche Leitung: Dr. k.goethert@rlmtrier.de; Dr. eckart.koehne@konstantin-ausstellung.de;
 u.a.
Restauration: nicole.kasparek-rlmt@t-online.de ...

AUSSTELLUNG IN TRIER : KONSTANTIN DER GROSSE

Ausstellung Trier, 2. Juni bis 4. November 2007
Als ein Hauptprojekt der Kulturhauptstadt Europas 2007, Luxemburg und Großregion zeigt das Land Rheinland-Pfalz gemeinsam mit dem Bistum Trier und der Stadt Trier in drei Museen die große Landesausstellung Konstantin der Große. Zum ersten Mal widmet sich eine Ausstellung in diesem Umfang dem bedeutenden römischen Kaiser, der Konstantinopel als neue Hauptstadt des römischen Reiches gründete und die Geschichte Europas durch die Förderung des Christentums bis heute geprägt hat.
Rund 1400 Exponate aus 160 international bedeutenden Museen wie dem Louvre, den Vatikanischen Museen und dem British Museum sowie erstmals gezeigte Neufunde aus demantiken Trier geben ein imposantes Bild der Spätantike – einer Zeit, in der die Verknüpfung von antiken Traditionen und neu aufkommenden christlichen Vorstellungen eine geistige und künstlerische Blütezeit hervorriefen. Ebenfalls wird erstmals die Wirkungsgeschichte Konstantins in der bildenden Kunst des Mittelalters und in der Neuzeit gewürdigt. Zahlreiche Künstler wie Raffael und Rubens setzten sich in Ihren Bildern mit der Geschichte des ersten christlichen Kaisers auseinander und stellten seine Vision an der Milvischen Brücke oder die Auffindung des Kreuzes Christi durch Konstantins Mutter Helena dar.

Die Ausstellung ist auch Schauplatz für eine kulturhistorische Attraktion:
Anfang Februar 2006 wurden in einem aufwändigen Laserscanverfahren die weltbekannten Skulpturenfragmente Kaiser Konstantins in den Kapitolinischen Museen abgetastet. Anhand der Daten wird für die Ausstellung eine originalgetreue Kopie des 3 Meter großen Kopfes mit einer computergesteuerten Steinfräse erzeugt. Ebenfalls fertigen Archäologen, Computergrafiker, Multimedia- und Animationsspezialisten gemeinschaftlich eine virtuelle Rekonstruktion der rund 12 Meter hohen, auf einem Thron sitzenden Monumentalstatue an. Kein anderer Ort in Deutschland eignet sich besser für die Ausstellung als Trier. Konstantin hatte in der Moselstadt seine erste Kaiserresidenz. Nach seiner Erhebung zum Kaiser 306 kam er mit seinem Heer aus Britannien nach Trier, heiratete hier Fausta, die Tochter Maximians, und fand Anerkennung als Augustus. Konstantin sicherte von Trier aus den von germanischen Stämmen bedrohten Westen des Reiches und führte seine Truppen schließlich nach Rom, wo er seinen Rivalen Maxentius in der berühmten Schlacht an der Milvischen Brücke besiegte (312). In Trier zeugen noch heute zahlreiche Baudenkmäler und Kunstschätze von der Regierungszeit Konstantins und der Bedeutung der Römerstadt. Die erhaltenen Römerbauten zählen zum

UNESCO-Weltkulturerbe.
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Prof. Dr. Horst Köhler und im Rahmen der Kulturhauptstadt unter der Schirmherrschaft Ihrer Königlichen Hoheit, des Großherzoges und der Großherzogin von Luxemburg.

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Die Ausstellungsstandorte
Die Ausstellung wird mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten an folgenden Orten gezeigt:

Herrscher des Römischen Imperiums – Rheinisches Landesmuseum Trier
Beeindruckende Marmorporträts und Skulpturen, kostbare Schmuckstücke, antike Helme und viele Schätze geben einen umfassenden Einblick in die Epoche der Spätantike. Sie stellen nicht nur den Herrscher, Politiker und Menschen Konstantin vor, sondern zeigen auch die gesellschaftlichen und philosophischen Entwicklungen der Zeit. Einen Höhepunkt stellt die Rekonstruktion des Kopfes der einst zwölf Meter hohen Sitzstatue des Kaisers dar, der im Landesmuseum zu sehen sein wird.

Der Kaiser und die Christen – Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum
Kein römischer Kaiser hat die christliche Kirche so sehr geprägt wie Konstantin. Er gewährte den Christen nach Jahren der Verfolgung eine freie Religionsausübung, ließ neue, monumentale Kirchenbauten errichten und steht somit für den Übergang von der heidnischen Antike zum christlichen Mittelalter. Frühchristliche Sarkophage, kostbarer Schmuck und Malereien sowie Architekturmodelle illustrieren die Wechselbeziehung zwischen dem Kaiser und den Christen und die Verbindung von antiken mit christlichen Elementen.

Tradition und Mythos – Städtisches Museum Simeonstift
Erstmals wird die Rezeptionsgeschichte Kaiser Konstantins in einer Ausstellung behandelt. Karl der Große und andere Herrschern diente er als Vorbild weltlicher Macht. Der Aufstieg des Kirchenstaates ist ebenfalls eng mit Konstantin verbunden, da die Päpste ihren Machtanspruch auf die Konstantinische Schenkung zurückführten. In der Ostkirche wird er noch bis heute als Heiliger verehrt. Wertvolle Ikonen, Gemälde und Zeichnungen dokumentieren die große Bedeutung, die Konstantin im Mittelalter und in der Neuzeit beigemessen wurde. Kulturhauptstadt Europas 2007, Luxemburg und Großregion 2007 gewinnt das Konzept der Kulturhauptstadt Europas eine neue Dimension. Erstmals steht nicht nur eine Stadt, sondern eine ganze Großregion im Blickpunkt. Gemeinsam mit Luxemburg  präsentieren die benachbarten Gebiete Lothringen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Wallonien ihre kulturelle Vielfalt und ihr kreatives Potenzial. Die Konstantin-Ausstellung ist der offizielleBeitrag des Landes Rheinland-Pfalz zur Europäischen Kulturhauptstadt 2007


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