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W+B Agentur-Presseaussendung September 2007
Ereignisbesprechung
<<Gemeinsam gegen Littering - Wegwerfen oder Liegenlassen von
Abfällen... im öffentlichen Raum oder
Litterung als sozialästhetischer Prozess>>
Baudepartement Basel, Amt für Umwelt und Energie, 24. August 2007
Muensterplatz 11, CH-4001 Basel, Switzerland, Tel. +41 61 267 91 52
Fax +41 61 267 91 50
http://www.bd.bs.ch,
bdds@bs.ch
http://www.kultur-punkt.ch/gesundheit/presse-gesundheit/gbs-gesundheit-schoenheit07-2.htm
Überblick und Essay vorangestellt
kultur-punkt. w.prankl 07-9
Weltweit tritt dieses Phänomen auf, verursacht durch die globalen
Marketingstrategen der Produktmananager und - die in der
Überproduktion bei gleichzeitigen Abbau von Mitarbeitern und
Rücknahme von Ausbildungsplätzen die Investition aus diesen miesen
Praktiken ihre Werbebotschaften (corporate & visual images) auf die
Einwegverpackungen setzen...
So ist ein Unbehagen, ja Protest voran bei den unterprivilegierten
Jugendlichen und eine tiefe Resignation besonders bei den
bildungsfernen Erwachsenen entstanden, die sich noch steigern wird ,
wenn es nicht gelingt ...
1. langfristiger Lösungsansatz
...die Urheber d.h. das Top-Management bis zu dessen operativen Teil
zu überzeugen vermehrt neue Wege zu finden ihre Botschaften auf
virtuellem Weg den Massen zu vermitteln:
2. alltäglicher Lösungsansatz
Aktuell gesehen können wir nur durch unserem zivilbürgerlichen
Verhalten musterbildend einzuwirken und vor Ort sogar aktiv
diskutierend (nicht mit erhobenen Finger) humorvoll zu überzeugen...
Denn dieses vandalisierende Verhaltensmuster kann sich von zeit zu
zeit vom wegwerfenden und verachtende Verhalten zu Objekten
(Verpackungen als Werbeträger, die oft sehr anspruchsvoll und
ästhetisch gestaltet sind) blitzartig vor allem bei Grossereignissen
auf das Ausgrenzen von Personen übertragen. .. Und bis zur Gewalt
gegen Andersseiende, Fremde in Verachtung und Hass und Gewalt
ausufern...
3. sozialästhetischer Lösungsansatz
" Es ist der Versuch, innezuhalten, auch und gerade bei etwas
Belanglosem, Weggeworfenem, ja sogar Zerstörtem, Verunfalltem, sei
es auch nur ein Winzling vielleicht. Das hat aber für mich mit dem
vorerst schleierhaften, nach und nach jedoch, erweiterungsfähigen
und narrativen, ja märchenhaften, volks- und völkerkundlichen
Kunstbegriff zu tun. Möglicherweise aber ist es auch ein Vorhaben,
Vorwand, eine Beziehung anzuknüpfen, ein Mittel, ja Fetisch, um den
Kunstbegriff aufzubewahren, oder um ihn zu unterhalten, mit ihm
etwas zu unternehmen....
(
http://www.kultur-punkt.ch/praesentation/notiertes-leben/prankl07-9biografisches-littering.htm)
Inhalt Baudepartement - Mitteilung
Das achtlose Wegwerfen oder Liegenlassen von Abfällen im
öffentlichen Raum (Littering) hat weiter zugenommen. Weil das
Problem nicht allein mit Bussen und zusätzli-chen Abfalleimern
gelöst werden kann, wollen nun Staat und Gewerbe diese Unsitte
gemeinsam bekämpfen. Die Grossverteiler Coop, Migros, Manor sowie
McDonald’s und der Gewerbeverband Basel-Stadt einigten sich zusammen
mit der Stadt Basel auf ein freiwilliges Massnahmenpaket.
Die Verschmutzung der Allmend mit Abfällen und Scherben stellt für
weite Teile der Bevölkerung ein Ärgernis dar. Dem Staat und
letztlich der Steuerzahlerin und dem Steuerzahler entstehen dadurch
hohe Kosten. Die Sauberkeit stellt aber einen wesentlichen Faktor
für die Attraktivität und das Image Basels als Messe-, Tourismus-
und Einkaufsstadt dar.
Die Grossverteiler Coop, Migros und Manor sowie McDonald’s und der
Gewerbeverband sind sich einig: Littering stellt ein gemeinsames
Problem dar. Es kann nur von Staat und Wirtschaft zusammen bekämpft
werden. In intensiven Gesprächen, mit Unterstützung eines externen
Moderationsteams, wurden tragfähige Strategien zur Eindämmung des
Litterings gesucht. Alle Beteiligten sind sich bewusst: Es gibt
keine einzelnen Patentlösungen. Die Littering-Problematik muss auf
verschiedenen Ebenen angegangen werden. Deshalb haben sie im Konsens
ein freiwilliges Massnahmenpaket geschnürt, welches fünf Projekte
beinhaltet:
Verpackungsminimierung: Die beteiligten Firmen testen in ihren
Verkaufsstellen die Umsetzung konkreter Massnahmen zur Minimierung
der Verpackung. Die Ergebnisse werden laufend überprüft.
Sponsoring-Richtlinien: Coop und Migros wollen ihr Sponsoring für
Grossveranstaltungen künftig an Empfehlungen zu Abfallmindernde und
Littering-eindämmende Massnahmen binden. Diese Empfehlungen
entsprechen der Praxis der Stadt Basel und werden bei öffentlichen
Veranstaltungen ebenfalls umgesetzt. Kernpunkte sind
Mehrweg-Packungen, Pack’s ins Brot etc.
Littering-Botschafter: Dieses von der IGSU (IG saubere
Umwelt)bereits umgesetzte Konzept eines Botschafters, der
Abfallsünder auf den korrekten Umgang mit Abfällen anspricht, soll -
wie diesen Sommer getestet - auf die Nachtstunden ausgeweitet und
künftig von einem Opinionleader (Rapper, Skater etc.) unterstützt
werden.
Künstler–Abfallkübel: Mit einer Künstler-Aktion soll auf die
zahlreichen, bereits vorhanden öffentlichen Abfallkübel aufmerksam
gemacht werden. Die Aktion ist zeitlich begrenzt und soll vor allem
in Problemzonen eine Signalwirkung haben.
Reinigung der Umgebung: Die einzelnen Verkaufsstellen von Take-away
und fliegender Verpflegung übernehmen die Reinigung ihrer Umgebung.
Sie leeren bei Be-darf die öffentlichen Abfalleimer.Das Konzept soll
in einem besonders betroffenen Modellperimeter getestet und später
auf weitere Problemzonen ausgeweitet werden.
Der Erfolg der Massnahmen wird laufend evaluiert und bewertet. Die
Basler Littering-Gespräche werden weitergeführt und das künftige
Vorgehen auf Grund der Ergebnisse gemeinsam festgelegt.
Weitere Auskünfte
Dr. Jürg Hofer
Telefon +41 (0)61 639 22 22
Leiter Amt für Umwelt und Energie Basel-Stadt
Susanne Erdös
Telefon +41 (0)61 336 71 96
Mediensprecherin Coop
Benjamin Szemkus
Telefon +41 (0)61 227 50 27
Umwelt- und Energiebeauftragter Gewerbeverband Basel-Stadt
Markus Laub
Telefon +41 (0)61 686 10 20
Pressesprecher Manor
Nicole Schöwel
Telefon +41 (0)21 631 11 11
Medienverantwortliche McDonald’s Schweiz
Walter Staub
Telefon +41 (0)44 277 20 68
Mediensprecher Migros Genossenschaftsbund
Claudia Wolf van Spyk
Telefon +41 (0)56 426 85 35
Moderation
Dr. Andreas Schneider
Telefon +41 (0)61 206 95 23
Moderation
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