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Patientenbrief Januar 2005

Heute erhalten Sie Ihren monatlichen Patientenbrief.
Die Zusammenstellung Ihres Patientenbriefes erfolgte themenbezogen nach Ihren persönlichen Wünschen:

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Mit herzlichem Gruß
Dr. med. Elfriede Jaitner


Von-Andlaw-Str. 11
D-79415 Bad Bellingen
Tel. 49 7635 810835
Fax 49 7635 824276
e-Mail w.jaitner@t-online.de
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Impressum
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Wenn das Erinnerungsvermögen nachlässt


Wir allen kennen Situationen wie diese: Wir gehen zum Einkaufen in den Supermarkt und stellen zu Hause fest, dass wir etwas vergessen haben. Oder wir treffen ein bekanntes Gesicht auf der Straße und können uns beim besten Willen nicht an den Namen erinnern. Gelegentliche Vergesslichkeit ist meist völlig harmlos und kann als Folge von Übermüdung oder Stress auftreten. Bedenklich wird es jedoch, wenn derartige Denkaussetzer und Vergesslichkeiten zunehmend und regelmäßig auftreten. In diesem Fall ist der Rat eines Arztes heranzuziehen, um die Möglichkeit einer vorhandenen Demenzerkrankung untersuchen zu lassen.

Mindestens eine Million Bundesbürger klagen über eine nachlassende Hirnleistung mit zunehmendem Alter. Da der Anteil älterer Menschen in Deutschland ständig größer wird, ist damit zu rechnen, dass das Krankheitsbild der Demenzerkrankung in den kommenden Jahren noch stärker an Bedeutung gewinnt.

Die Ursachen für eine Demenzerkrankung sind unterschiedlich. Erkrankungen des Stoffwechsels, Tumore, Infektionen des Gehirns oder in Einzelfällen Alkoholvergiftungen können eine Demenzerkrankung auslösen. Bei einer so genannten vaskulären Demenz ist die nachlassende Hirnleistung auf Störungen der Gehirndurchblutung zurückzuführen, welche schlimmstenfalls in einem Schlaganfall enden kann. Des Weiteren kann eine Alzheimer-Krankheit die Ursache für die nachlassende Hirnleistung sein.

Vergesslichkeit, Unpräzision im Denken, mangelhafte Orientierungsfähigkeit, Beeinträchtigungen im Sprachvermögen, Veränderungen in der Persönlichkeitsstruktur und allgemeines Nachlassen der Motivation sind erste Anzeichen einer Altersdemenz. Das Kurzzeitgedächtnis ist als erstes betroffen. Damit lässt sich erklären, dass zunächst erlernte Fähigkeiten wie beispielsweise die Orientierung, das Sprach- oder das Urteilsvermögen beeinträchtigt werden. Im fortgeschrittenen Stadium kommt es zu starken Fehlinterpretationen durch das Gehirn, die sich in Form von Halluzinationen oder einer mangelhaften Wiedererkennung von bis dahin alltäglichen Abläufen und Gegenständen oder Personen äußern. Die Demenzerkrankung kann dahin führen, dass die Betroffenen nicht mehr in der Lage sind, den Alltag allein zu bewältigen oder gar bettlägerig werden.

Ein spezielles Hirnleistungstraining sowie Medikamente können helfen, das Voranschreiten einer Demenzerkrankung zu verlangsamen. Wichtig ist es, bei der Diagnose und Therapie auch die Angehörigen mit einzubeziehen, da Betroffene offensichtlich vorhandene Symptome häufig nicht selbst erkennen und auf die Hilfe der Angehörigen angewiesen sind.
Vorbeugend kann man auf die vaskuläre Form der Demenz einwirken, indem man all die Risiken meidet, die einen Schlaganfall hervorrufen können. Dazu gehören beispielsweise der Nikotinkonsum und eine ungesunde Lebensführung, die zu den bekannten Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, erhöhter Cholesterinspiegel, Bluthochdruck und weiteren Beeinträchtigungen des Herz-Kreislauf-Systems führen können.

 


Ist guter Schlaf trainierbar?


Immer mehr Menschen haben Schlafprobleme - sei es in Form erschwerten Einschlafens oder ständigen Aufwachens aus dem Schlaf. Die Betroffenen sehen in der Einnahme von Medikamenten oftmals die einzige Lösung, um ihrem Körper den notwendigen Schlaf nicht vorzuenthalten. Dass es jedoch auch effektive alternative Behandlungsmethoden gibt, zeigt das Ergebnis zahlreicher Studien.

So untersuchten beispielsweise amerikanische Wissenschaftler die schlaffördernde Wirkung spezieller Entspannungs- und Verhaltenstechniken. Die Teilnehmer der Untersuchung, die durchweg an Schlafstörungen litten, erhielten entweder ein schlafförderndes Medikament oder erlernten Übungen beziehungsweise Verhaltensmuster zur Entspannung, die sie regelmäßig durchführten. Eine weitere Gruppe kombinierte beide Therapien und eine letzte Gruppe erhielt lediglich Präparate mit Placebo-Effekt. Acht Wochen lang wurde in Form eines Tagebuches festgehalten, wie sich der Schlaf infolge dieser Therapieansätze veränderte.

Das Ergebnis war sehr aufschlussreich. Bei nahezu 50 % der Gruppe, die am Entspannungsprogramm teilnahmen, hatte sich bezogen auf ihr Schlafverhalten eine klare Besserung eingestellt. Dieses positive Ergebnis konnte aufgrund der Einnahme von Medikamenten nicht erzielt werden. Hier verzeichneten nicht einmal 30 % einen verbesserten Schlaf. Interessanterweise brachte auch die zusätzliche Einnahme von Medikamenten bei den verhaltenstherapeutisch Behandelten keine zusätzliche Besserung. Bei der Placebo-Gruppe stellte sich bei circa 10 % eine positive Veränderung ein.

Schlafstörungen können somit in häufigen Fällen durch Änderungen im eigenen Verhalten und durch regelmäßige Entspannungsübungen eingedämmt werden.

 


Sekundäre Pflanzenstoffe für eine gesunde Ernährung


Der hohe Stellenwert einer ausgewogenen Ernährung für ein gesundes, langes Leben ist allgemein bekannt. Dass dabei Tausende von so genannten sekundären Pflanzenstoffen von ganz besonderer Bedeutung sind, ist durch die Wissenschaft erwiesen, den meisten Menschen jedoch nicht bewusst.
Vielen von uns klingt noch die Mahnung der Mutter oder Großmutter im Ohr, den Apfel mit der Schale zu verzehren, weil in der äußeren Randschicht dieser Frucht ein besonders hoher Anteil an gesundheitsfördernden Vitalstoffen enthalten sei. Dass diese sekundären Pflanzenstoffe aber auch den Nährwert anderer natürlicher Lebensmittel aufwerten, wurde erst in den vergangenen Jahren zunehmend propagiert.

Unumstritten ist der Verzehr von Obst und Gemüse ein wichtiger Beitrag, um den Körper mit den wichtigen Vitalstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Ballaststoffen zu versorgen. Alle Obst- und Gemüsesorten liefern zudem auch die aktiven sekundären Pflanzenstoffe, die spezielle positive Wirkungen im menschlichen Körper haben. Hierzu gehören beispielsweise die Senf-Glucoside aus Kohlgemüse, Soja-Isoflavone aus der Sojabohne oder aus der Gruppe der Carotinoide das Lycopin der Tomate.
Die Liste der sekundären Pflanzenstoffe ist lang - derzeit wird von mindestens 60.000 unterschiedlichen Stoffen ausgegangen. Ebenso umfangreich sind auch deren Wirkungsweisen im menschlichen Körper.

Sekundäre Pflanzenstoffe nehmen in der Pflanze vielfältige Aufgaben wahr wie beispielsweise den Schutz vor schädigendem Sonnenlicht, Schädlingen, Verletzung und Krankheiten. Werden diese Stoffe mit der Nahrung aufgenommen, haben sie im menschlichen Körper viele sinnvolle und nützliche Funktionen. Diese umfassen unter anderem antioxidative, entzündungshemmende oder hormonähnliche Wirkungen. So wird ihnen auch im Sinne der Krebsprävention ein positiver Beitrag nachgesagt.

Der Begriff "sekundär" darf nicht missverstanden werden, indem den sekundären Pflanzenstoffen eine untergeordnete Rolle beigemessen wird. Viele Studien zeigen, dass die sekundären Pflanzenstoffe die essentiellen Vitalstoffe in ihrer Wirkung optimal ergänzen und somit eine wichtige Bedeutung für die Gesundheit des menschlichen Körpers haben.

 


Die eingebildete Krankheit


Mindestens drei Prozent der deutschen Bevölkerung ist hypochondrisch veranlagt. Dieses äußert sich in einer übertriebenen Körperwahrnehmung: Schweißausbrüche, Herzrasen oder beispielsweise ein Hustenreiz werden als erste Anzeichen einer schweren Erkrankung interpretiert.

Als Folge der ständigen Angst um die eigene Gesundheit fallen die Betroffenen dem so genannten "Arzt-Hopping" zum Opfer. Ein Arzt nach dem anderen wird aufgesucht in der Hoffnung, einen Mediziner zu finden, der die Vermutung einer schweren Krankheit bestätigt. Die Betroffenen werden misstrauisch, wälzen Fachliteratur, um selbst eine Krankheitsdiagnose zu stellen und steigern sich immer mehr in immer weitere Krankheiten hinein. Sie befinden sich in einem Teufelskreis, aus dem sie sich ohne fremde Hilfe nicht mehr befreien können.

Mediziner sind sich einig, dass bei Menschen, die sich Erkrankungen einbilden, eine psychische Erkrankung vorliegt, die aus traumatischen Erlebnissen in der Vergangenheit oder aus psychischen Disbalancen entstanden sein könnte. Bei der Hypochondrie handelt es sich somit um eine ernst zu nehmende Erkrankung, bei der das Risiko besteht, dass sich die Patienten aufgrund ihrer ständigen Ängste in ihrer Lebensqualität stark eingeschränkt fühlen.

Eine individuelle Verhaltenstherapie soll dem Betroffenen wieder zu einem unbeschwerten Verhältnis zu seinem eigenen Körper verhelfen. Spezielle Untersuchungen mit Hilfe des visualisierten Pulsausschlages führen dem Patienten klar vor Augen, dass nicht jeder Pulsausschlag ein Symptom einer Erkrankung ist.

 


Was macht eigentlich die gentechnisch veränderte "Anti-Matsch-Tomate"?


Unter der Bezeichnung "Flavr-Savr-Tomate" kam sie 1994 in den USA auf den Markt. Sehr umstritten war damals die Einführung der Tomate, die sich durch ihre vergleichbar längere Haltbarkeit, ihre höhere Widerstandskraft gegen Herbizide und Pestizide und beispielsweise durch einen höheren Gehalt an Carotinoiden und Pektinen auszeichnete. Aufgrund der Tatsache, dass es sich dabei um eine gentechnisch veränderte Pflanze handelte, kam es in Deutschland nicht zur Einführung auf den Markt. Eine gentechnisch veränderte Tomate darf hierzulande nicht hergestellt werden.

In den USA mussten die Verantwortlichen schnell erfahren, dass die so genannte Anti-Matsch-Tomate seitens der Verbraucher keine große Nachfrage erfuhr, da sie geschmacklich nicht die Qualität herkömmlicher Tomaten erreichte. Aufgrund des mangelnden Absatzes wird die gentechnisch veränderte Tomate heute nicht mehr vertrieben. Lediglich in verarbeiteter Form ist sie in den USA heute beispielsweise als Tomatenkonzentrat oder als Ketchup auf dem Markt erhältlich. Es kann damit gerechnet werden, dass derartig verarbeitete Produkte aus gentechnisch veränderten Tomaten in Zukunft auch in der Europäischen Union vermarktet werden. Eine entsprechende Kennzeichnung wird dieses für den Verbraucher klar ersichtlich machen.

 


Grünkohl: Wintergemüse als Muntermacher


Wenn der Frost übers Feld gezogen ist, dann ist die Zeit für den Grünkohl gekommen. Die eisige Kälte holt die Bitterstoffe aus den Blättern und steigert den Abbau von Stärke zu Zucker. So bekommt der Grünkohl sein unverwechselbares Aroma, weiß die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. in Aachen zu berichten.

Für kein anderes Gemüse gibt es so viele Bezeichnungen wie für den Grünkohl. Braun-, Feder-, Schlitz- oder Winterkohl - je nach Region hat das grüne Blattwerk einen anderen Namen. Die Friesen bezeichnen ihn häufig auch als Friesische oder Oldenburger Palme. Grünkohl gehört zu den ältesten Kohlarten überhaupt. Seinen Ursprung hat das Wintergemüse vor etwa 2.000 Jahren in Griechenland, wo es erstmals als krausblättriger Blattkohl Aufmerksamkeit fand, so die Gesellschaft. Erst im Mittelalter breitete sich Grünkohl auch in unseren Gefilden aus und wurde zu einem wichtigen Nahrungsmittel in den Wintermonaten. Norddeutsche betreiben heute einen regelrechten Kult um das vitaminreiche Gemüse.

X Grünkohl, lateinisch Brassica oleracea var. acephala, ist ein winterharter, anspruchsloser Vertreter der Kohlfamilie mit großen, faserigen, fein gekräuselten Blättern. Die Blätter bilden nicht wie bei den meisten Kohlsorten einen Kopf, sondern wachsen an dünnen, weißlichen, holzigen Stielen, die eine Größe von 30 bis 40 cm erreichen. Daher auch der lateinische Sortenname acephala, was so viel wie ohne Kopf bedeutet. Grünkohl gilt als dekorative Pflanze, weshalb er auch als Zierpflanze immer wieder Verwendung findet. Da das Wintergemüse relativ hart und geschmacksintensiv ist, wird er selten roh gegessen. Vielmehr macht die Zubereitung in gekochtem Salzwasser den typisch süßlichen, würzig-herben Geschmack aus. Gut haltbar und frisch bleibt er im Kühlschrank fünf bis zehn Tage. Am besten schmeckt er aber, wenn er so schnell wie möglich verzehrt wird.
Von allen Kohlarten besitzt der Grünkohl den höchsten Anteil an Kalzium und ist zudem äußerst reich an Eisen, Kalium, Magnesium, Mangan und Jod. Darüber hinaus hat er einen hohen Gehalt an B-Vitaminen, Folsäure und Vitamin K. Bezüglich seines Vitamin C-Gehalts konkurriert Grünkohl mit Paprika und Brokkoli. Der Verzehr von Grünkohl ist also nicht nur aus kulinarischer, sondern auch aus gesundheitlicher Sicht besonders empfehlenswert.


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