1001 Fotografien die Sie sehen sollten, bevor das Leben vorbei ist. Von Paul Lowe

Reportage-Protestszene 'Black-Lives-Matter' in Baton Rouge von Jonathan Bachman 2016

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Lebenswelr - 1001 Fotografien (P. Lowe)
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Online-Publikation: Oktober 2018  im Internet-Journal <<kultur-punkt.ch>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< 1001 Fotografien die Sie sehen sollten, bevor das Leben vorbei ist. Von Paul Lowe  >>
960 Seiten mit 1001 farbigen & s/w Fotografien.; Brosch. im Format 16 × 21 cm ; ISBN-10: 3-283-01271-7 ; € (D): 29,95 ; € (A): 30,80 ; sFr.: 39.90
Edition Olms AG · Willikonerstr. 10 · CH-8618 Oetwill am See/Zürich · http://www.edition-olms.com; mailto:buchcontact@buchcontact.de

Charakteristika
> Ausgewählt und vorgestellt von 23 Journalisten, Kuratoren, Archivaren und Sammlern.
>  Mit einem Vorwort von Fred Ritchin
> Übersetzung aus dem Englischen von Maria Meinel.

Inhalt
Es wurde noch nie so viel geknipst wie heute: Die junge Generation, ausgerüstet mit selfie sticks, entdeckt mit Hilfe von Social Media die Fotografie auf neue Weise. 1001 FOTOGRAFIEN liefert zu diesem Boom die perfekte Inspiration. Ist Fotografie Kunst, Dokumentation oder beides? Sollen Bilder die Welt, in der wir leben, lediglich zeigen, oder sollen sie uns zum Denken, Handeln und Reagieren anregen? 1001 FOTOGRAFIEN ist ein  visuell ansprechender und unentbehrlicher Leitfaden zur Geschichte und Praxis der Fotografie. Die Bilderführen  durch Kunst, Mode, Gesellschaft, Krieg, Frieden, Wissenschaft und Natur und sind ebenso fesselnd wie ihre Begleittexte. Einige Fotos werden Sie kennen, andere noch nicht; allen gemein ist, dass sie uns bewegen oder gar schockieren.
Von Roger Fenton bis William Eggleston, von Henry Fox Talbot bis Nick Knight, von Henri Cartier-Bresson bis Dorothea Lange, alle vorgestellten Fotografen überschritten die Grenze des Mediums mit Geist und Geschick und entwickelten ihr Metier zu einer höchst eindrucksvollen Kunstform. Ein Index, geordnete nach Fotografen und Titel, erleichtert die Suche. 1001  FOTOGRAFIEN informiert, bildet und überrascht und ist ein unverzichtbares Nachschlagewerk für alle Liebhaber der Fotografie.
Paul Lowe ist ein vielfach preisgekrönter Fotograf, dessen Arbeiten in unzähligen Publikationen erschienen sind, darunter in Time, Newsweek, Life, The Sunday Times Magazine,  Independent und Observer.
Mit seinen Fotos dokumentierte er Tagesaktuelles aus aller Welt, darunter den Fall der Berliner Mauer, die Freilassung von Nelson Mandela, den Konflikt im ehemaligen Jugoslawien und die Zerstörung von Grosny. Derzeit ist Lowe Kursleiter des Masterstudiengangs Fotojournalismus und Dokumentarfotografie am London College of Communication der University of the Arts London.
Fred Ritchin ist Leiter des Internationalen Zentrums für Fotografie. Zuvor war er Professor für Fotografie und Bildverarbeitung an der Tisch School of the Arts der New York University. Er war Bildredakteur des The New York Times Magazine und Chefredakteur der Zeitschrift Camera Arts sowie Gründungsdirektor von PixelPress. Ritchin hat zahlreiche Ausstellungen kuratiert und spricht international zu medien- und gesellschaftsrelevanten Themen.
Es wurde noch nie so viel geknipst wie heute: 1001 FOTOGRAFIEN liefert zu diesem Boom die perfekte Inspiration.

Fotojournalist und Herausgeber
Paul Lowe leitet den Bereich Fotojournalismus und Dokumentarische Fotografie am Londoner College of Communication, University of the Arts London. Seine preisgekrönten Arbeiten wurden in Magazinen und Zeitungen wie Time, Newsweek, Life und The Observer veröffentlicht.

Fazit
Was macht Fotografen zu besonderen Gestaltern, wenn sie ihre gerühmten Bilder kreierten ? Das rät der Fotojournalist und Herausgeber Paul Lowe mit seinem Buch "1001 Fotografien die Sie sehen sollten, bevor das Leben vorbei ist".
Und das bietet die Foto- Auswahl von herausragenden Aufnahmen berühmter Fotografen, ist thematischbreitgefächert zusammengestellt und wird jeweils mit einer Beschreibung der technischen Details begleitet.
Eindringliche Porträts, Landschaftsaufnahmen, Reportage- und bekannten Modefotos, von den 1820er Jahren bis 2010 werden zum zeitgeschichtlichen wie ästhetischen Diskurs dargeboten. Von den frühen Fotos mittels Film (Dunkelkammer)  bis zu denen auf Code (Bildschirm), können letztere dank Software unmittelbar und weltweit publiziert werden. Als Reflexion und  wie 'als Merkzeichen des kollektiven Gedächtnisses (Lowe)'  tragen Fotografien zur überzeitlichen Erinnerungskultur bei, wobei dem Magischen des Bildhaften etwas Animistisches anhaften kann, wie es sowohl das Umschlagsbild des Buches deutlich macht, als auch die Reportage-Protestszene 'Black-Lives-Matter' in Baton Rouge von Jonathan Bachman 2016, entbirgt.  So ist, insgesamt gesehen, ein einmaliges Nachschlagewerk ersten Ranges zu rund zwei Jahrhunderten Fotografie entstanden. m+w.p18-10
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