Interaktion und Kommunikation im Alter . Interdisziplinäre Forschungsperspektiven . Rafael Mollenhauer, Christian Meier zu Verl

Demenzpflege 
Interaktionssoziologische Untersuchungen zur reflexiven Praxis
Affizierung und Responsivität als Arbeit:
Auf das Empfinden des Anderen eingehen
und alle Kommunikationssignale einbeziehen

*

Leben - Arbeit Topoi A_Z >Leben wie > Verhalten - Gesellschaft >
Altern - Interaktion - Kommunikation . Hg.: R.Mollenauer, C.Meier zu Verl
-lw-velbrueck23-4alter-interaktion


Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< Interaktion und Kommunikation im Alter . Interdisziplinäre Forschungsperspektiven . Rafael Mollenhauer, Christian Meier zu Verl>>
232 Seiten, 22,2 cm x 14,0 cm, broschiert, ISBN 978-3-95832-308-7 , 39,90 €
Dieser Titel ist auch im Verlag Humanities Online als E-Book erhältlich:
Velbrück Wissenschaft, D-53919 Weilerswist-Metternich; http://www.velbrueck-wissenschaft.de/

Überblick
Dass der Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung wächst, kommt im öffentlichen Diskurs immer häufiger zur Sprache. Auch in den Sozial- und Kulturwissenschaften steigt die Zahl der Publikationen zum Thema. Eine spezifisch gerontologische Kommunikationsforschung zeichnet sich hingegen erst allmählich im interdisziplinären und internationalen Feld der Aging Studies ab.

Inhalt
Der vorliegende Band greift die kommunikations-theoretischen Überlegungen der Aging Studies auf, kontextualisiert sie neu und denkt sie weiter. Er versammelt aktuelle theoretische und empirische Arbeiten, die das Phänomen Alter(n) aus soziologischer, kommunikationswissenschaftlicher, linguistischer sowie gerontologischer Perspektive behandeln. Die Beiträge fragen nach der Bestimmung von Alter, untersuchen, wie Altersgrenzen kultur-, milieu- und situationsspezifisch variierend ausgelegt und überwunden werden, und widmen sich menschlichen Interaktionen im Kontext alterstypischer degenerativer Erkran­kungen wie Demenz.

Herausgeber-Team
Dr. Rafael Mollenhauer
ist Kommunikationswissenschaftler und als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Duisburg-Essen beschäftigt. Forschungsschwerpunkte: Kommunikation im Alter; Subsymbolische Kommunikation im Kontext von Phylogenese, Ontogenese, Entwicklungsstörungen und degenerativen Erkrankungen; Kommunikationstheorie.
Dr. Christian Meier zu Verl
ist Soziologe und arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Geschichte und Soziologie der Universität Konstanz. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen qualitative Sozialforschung, Gesundheitssoziologie, Migrationssoziologie, Dis-/Ability Studies sowie Wissenschafts- und Techniksoziologie. Zusammen mit Robert Stock leitet er das Netzwerk Dis-/Abilities. Nicht-/Behinderung und Medien im Kontext der Digitalisierung.

*
Fazit, vorangestellt
Zum Altern und Aging Studies: Neu sind spezifisch gerontologische Kommunikationsforschungsansätze wie die im vorliegenden Band "Alter - Interaktion - Kommunikation" des Herausgbeber-Teams R.Mollenauer, C.Meier zuVerl und der dazu beitragenden Forschenden:
'Alter und Altern sind jedoch zwei verschiedene Dinge. Das Alter ist zunächst nur eine Zahl und wird oft subjektiv beurteilt. Das Altern hingegen ist ein Prozess, der beobachtet und wissenschaftlich beschrieben und definiert werden kann. In der Alternsforschung wird Altern als fortschreitender Verlust der physiologischen Unversehrtheit definiert, der zu funktionellen Beeinträchtigungen und einer erhöhten Sterbewahrscheinlichkeit führ
In Deutschland liegt die Lebenserwartung für Mädchen, die im Jahr 2021 geboren wurden bei über 83 Jahren und für Jungen bei über 78 Jahren
https://www.age.mpg.de/was-ist-altern'
Um die Begriffswelt der hervorragend gegliederten Forschungsperspektiven in ihrer Inter- bisTransdisziplinarität effizient zu begreifen werden die vier Topoi mit ihren Kernbegriffen
versucht diese für alle Interessierten glossarisch zu begleiten:
Schwerpunktfelder I -i III:
I. Kommunikationstheoretische Systematisierungen
II. Kommunikation im Alter und
Kommunikation über Alter
III. Digitalität und Materialität in Altersgrenzen
überschreitender Kommunikation
*
Ad I: Implikation
wird in der Logik nicht einheitlich für einen bestimmten logischen Zusammenhang verwendet. Eine materiale Implikation als eine von mehreren möglichen logischen Verknüpfungen zwischen zwei Aussagenvariablen verstanden
Ad I: Intersektionalität
beschreibt das Überschneiden und Zusammenwirken von verschiedenen Diskriminierungsformen. Menschen vereinen verschiedene Eigenschaften und Identitäten in sich. Intersektionalität berücksichtigt, dass Menschen oft wegen mehreren Eigenschaften/ Identitäten benachteiligt werden.
*
Schwerpunktfeld IV
IV. Kommunikation im Kontext
von altersassoziierten Erkrankungen
Ad IV: Affizierung und Responsivität
als Arbeit: Interaktionssoziologische Untersuchungen und zur reflexiven Praxis der Demenzpflege
Auf dem Weg zu einer Soziologie des gelungenen Lebens..
Uni Graz > https://static.uni-graz.at › dk-resonance › Texte
PDF weniger in der Soziologie als der Philosophie und der Psychologie ... Leistung von Hartmut Rosas Buch, solche Prozesse der Affizierung ins Zentrum
Ad IV: Sensitive Responsivität ·
Bereitschaft, auf Kommunikationssignale einzugehen; siehe Rapport (Psychologie) · Ansprechbarkeit eines Organs für einen äußeren Einfluss;
Ad IV: Reziprozität
Reziprozität bedeutet, besonders in der pflegerischen Kommunikation mit Menschen mit Demenz, die Gegenseitigkeit oder Wechselbezüglichkeit und stellt ein Grundprinzip menschlichen Handelns dar (auch Prinzip der Gegenseitigkeit).
Der Begriff kann folgende Bedeutungen haben: aufeinander bezüglich, gegenseitig oder wechselseitig, im umgekehrten Zusammenhang zueinander stehend.
In zahlreichen soziologischen Theorien werden gleichartige Fragen auch unter dem Begriff „Tausch“ (exchange) behandelt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Reziprozit%C3%A4t_(Soziologie)
Quintessenz:
Der Forschungband 'Kommunikation im Alter' entstand als Zusammenfassung einer Tagung an der Uni Duisburg und folgenden Beiträgen danach. Besondere Aufmerksamkeit wurde der Affizierung und Respnsibilität im Alter als interaktionssoziologische Untersuchungsfolge zur reflexiven Praxis der Demenzpflege - im hohen Masse musterbildend, anschaulich wie be und ergreifend - von Christian Meier zu Verl - gewidmet.
m+w.p23-6 < k. >
**

Inhaltsfolge:
Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
Rafael Mollenhauer und Christian Meier zu Verl
Interaktion und Kommunikation im Alter revisited.
Eine Zwischenbilanz als Einführung . . . . . . . . . . 8
I. Kommunikationstheoretische
Systematisierungen
Rafael Mollenhauer
Den Akteuren folgen?
Eine kommunikationstheoretische Betrachtung
des Altersbegriffs und ihre methodologischen Implikationen . . 25
Robin Kurilla
Intersektionale Kommunikation im Alter:
Zur Differenz von interpersonaler Kommunikation
und Intergruppenkommunikation . . . . . . . . . . . 50
II. Kommunikation im Alter und
Kommunikation über Alter
Carolin Krüger
Von »Best Agern« und »gelähmten Greisen«.
Wie schreiben wir über Alter(n) in öffentlichen Diskursen? . 75
Anamaria Depner
Kommunizieren mit älteren und über
ältere Menschen mit Migrationsgeschichte.
Zur Kritik eines differenztheoretischen und
herkunftsbezogenen Kulturbegriffs . . . . . . . . . 95
III. Digitalität und Materialität in Altersgrenzen
überschreitender Kommunikation
Christine Hrncal und Katharina Hofius
Digitale Kommunikation im Alter . . . . . . . . . . . 119
Till Hartwig
Der Klang des Alter(n)s.
Intergenerationale Kommunikation über die Stimme . . . 149
IV. Kommunikation im Kontext
von altersassoziierten Erkrankungen
Christian Meier zu Verl
Affizierung und Responsivität als Arbeit:
Interaktionssoziologische Untersuchungen
zur reflexiven Praxis der Demenzpflege . . . . . . . . . 169
Claudia Dinand, Dominique Autschbach
und Margareta Halek
Reziprozität in der pflegerischen Kommunikation
mit Menschen mit Demenz .
***