W+B Agentur-Presseaussendung Januar 2007
Buchbesprechung
<< Ralph-Raymond Braun : Ägypten >>
672 Seiten, 2. Auflage 2007, sw mit Farbtafeln, lieferbar, 22,90 EUR, 38,80
sFR, ISBN 978-3-89953-304-0
www.michael-mueller-verlag.de;
MatthiasKroener@michael-mueller-verlag.de
Inhalt
Ägypten ist reicher an Wundern als jedes andere Land, schrieb der Grieche
Herodot bereits vor 2500 Jahren begeistert. Mit dem Gegensatz von Wüste und
Flussoase, dem Erbe der uralten pharaonischen Hochkultur und einer die Sinne
überwältigenden Atmospäre von Tausendundeiner Nacht zieht das Land am Nil
seither Reisende, Forscher und Abenteurer in seinen Bann. Sonnenanbeter und
Wüstenschwimmer kommen hier gleichermaßen auf ihre Kosten wie
Bildungsreisende alter Schule und ihre erlebnishungrigen Nachkommen. Doch
auch allerlei Kurioses weiß der Reisejournalist und Ägypten-Fan
Ralph-Raymond Braun zu berichten: Wie verlor die Sphinx ihre Nase? Was hat
es mit dem Fabeltier Klippschliefer auf sich? Wer verleiht Boards zum
Sandsurfen, und wo kann man in der Wüste baden? Detailliert recherchierte
praktische Hinweise machen das Buch zu einem wertvollen Begleiter für alle
Ägypten-Besucher, die mehr erwarten als das übliche Touri-Programm.
Zum Autor
Ralph Raymond Braun: Jahrgang 1953, geboren in Offenbach. Studierte Politik,
Geschichte und Deutsch in Konstanz. Statt der damals üblichen
VW-Bus-Weltreisen fuhr er mit einem Opel Kadett Coupé von Konstanz nach
Kabul und wieder zurück. Nach der Lehrerausbildung stellenlos, arbeitete er
als Studienreiseleiter. Ein Vortrag zur armenischen Geschichte brachte ihm 7
Monate Haft in der Osttürkei — erst die Intervention von Hans-Dietrich
Genscher beendete dieses unfreiwillige Studium türkischer Kultur und
Sprache. Statt lebensgefährliche Reden zu schwingen, schreibt Braun seither
lieber Reisebücher. Er lebt am Bodensee.
Reise-Aktualitäten von Ralph Raymond Braun, 18.01.2007
Tal der Könige
Wie uns die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtet (URL),
hat die ägyptische Altertümerverwaltung beschlossen, die Aufenthaltsdauer
von Besuchergruppen in den Gräbern zu beschränken. Durch das gerade erst
eröffnete Informationszentrum am Eingang zum Tal können sich Besucher ja
eingehend über die Gräber informieren. Die Altertümerverwaltung folgt damit
einem Vorschlag des Theban Mapping Project von Kent Weeks, der diese
Maßnahme in seinem Masterplan URL) vorsieht.
Individualreisende unerwünscht!
Pünktlich zu Weihnachten überraschte die ägyptische Rotmeerprovinz jene
Urlauber, die das Land auf eigene Faust bereisen, mit einer üblen Schikane:
Ab sofort ist es Touristen nicht mehr erlaubt, ab Hurghada die normalen
Linienbusse nach Luxor zu benutzen. Einmal mehr werden »Sicherheitsgründe«
vorgeschoben.
Freuen werden sich die örtlichen Reiseveranstalter, deren Touren man nun
buchen muss, und die Taxifahrer. Mit der der ägyptischen Bürokratei eigenen
Logik gelten diese Einschränkungen bislang aber nur für Fahrten ab Hurghada,
nicht jedoch für Fahrten nach Hurghada.
Fazit
Der MM-Reiseführer par exellence zu Ägypten: Umfassend und übersichtlich
zugleich - Sicherheitshinweise und ernstzunehmende Gedanken zum
Fundamentalismus inklusive.. dazu Hinweise zu Römische Wüstenburgen in
el-Charga oder Eine Oase mit obligatorischem Begleitservice von örtlichen
Reiseveranstaltern - zu einem »Garten Eden« in der Wüste der mit dem
alternativen Nobelpreis ausgezeichnet wurde. |
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