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Online-Publikation: Februar 2009 im Internet-Journal
<<kultur-punkt.ch>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< Sylvia Graupner: Die famose Insbettbringmaschine. ab 4 Jahren
zum Vortragen >>
32 Seiten, 28 x 21 cm, cell. Pappband, EUR 13,90 / SFR 27,20;
978-3-7026-5799-4;
Verlag Jungbrunnen, Wien 2009,
http://www.jungbrunnen.co.at; www.graupner-illustration.de
Inhalt
Es ist Schlafenszeit und Tim soll ins Bett. Aber er will nicht. Er
wünscht sich eine
Ausziehzähneputzwaschundinsbettbringmaschine. Mit der geht alles
ganz einfach und schnell. Eh man sichs versieht, liegt nicht nur Tim
im Bett, auch seine Mutter, die Großmutter, der Vater, der Bäcker
und alle anderen Bewohner der kleinen Stadt werden sorgfältig unter
die Decken gepackt. Und wer aufstehen möchte, wird schnellstens
wieder hingelegt. Als Tim ausgeschlafen ist, gibt es kein Frühstück:
Seine Eltern kommen nicht aus den Federn und der Bäcker hat kein
frisches Brot gebacken.
Tim bereut, dass er sich so eine blöde Maschine gewünscht hat. Da
bleibt sie zum Glück stehen. Der Akku ist leer. Und Tim und seine
Mama überlegen, wie man den Automaten auch anders nützen könnte.
Sylvia Graupner
wurde 1973 in Annaberg geboren. Nach dem Schulabschluss arbeitete
sie als Bühnenbildassistentin an den Bühnen der Stadt Gera. Von 1992
bis 1995 studierte sie Bühnenbild an der Hochschule für Bildende
Künste in Dresden. Die folgenden vier Jahre widmete sie dem Studium
an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig in der
Fachklasse für Illustration. 1999 machte sie ihren Abschluss, 2002
folgte der Meisterschülerabschluss. Sylvia Graupner lebt mit ihren
zwei Kindern in Annaberg und arbeitet als freiberufliche
Illustratorin für verschiedene Schulbuchverlage und Theater.
"Illustrieren heißt für mich, den vorliegenden Text in eine Bildwelt
einzubetten, kleine Nebengeschichten zu erfinden und zu zeichnen,
den Rahmen des Textes aufzubrechen und zu erweitern, der Wortwelt
eine Bildwelt zur Seite zu stellen. Ich versuche eine neben der
Wirklichkeit liegende Traumwelt hervorzuzaubern, Dinge aufzuspüren,
die knapp neben der sogenannten Realität liegen. Ich taste
Außengrenzen meines Ichs, meiner Wahrnehmungsfähigkeit ab, mache
Jetztzeit zur Traumzeit, spinne Fäden zwischen verschiedenen Zeiten
und Räumen und sehe, was passiert."
Fazit
Wie man eigensinnige Heranwachsende maschinesk in den Griff bekommt
(besonders das miederartige Beckengelenkräderwerk des Roboters ist
faszinierend - Max Ernst blinzelt ihm zu),
dazu benötigen wir einen zaubernde und technisch mit allen Kniffen
ausgestattete Mamma - klar sie kommt doch aus Sachsen - da haben wir
noch gerade Glück gehabt, dass sie doch noch ihr Erfindungsungetüm
stilllegen konnte: Sylvia Graupner heisst die zauberisch gestaltende
Autorin, die das Kinderbuch "Die famose Insbettbringmaschine", mit
grossartiger Raffinesse in Farbe und Form bildhaft erzählt hat - ab
4 Jahren - zum Vorlesen und Betrachten. w.p.09-2 |