W+B Agentur-Presseaussendung März 2006
Buchbesprechung
<<Hanne Chen (Text), Marion Goedelt (Bild): Der Mondkönig>>
32 Seiten; 25,5 x 22,2 cm; cell. Pappband; EUR 13,90 / SFR 25,50
ab 5 Jahren ; 3-7026-5758-4
Verlag Jungbrunnen, Wien, 2005
www.jungbrunnen.co.at
In dem Häuschen mit dem verwilderten Garten lebte ein kleines Mädchen mit
Namen Susi. Es hatte einen Luftballon, der Puck hieß, und einen Kater
Baltasar. Sie waren glücklich zusammen bis zu jenem Tag, an dem Puck Heimweh
bekam. Alle Luftballons bekommen eines Tages Heimweh. Dann sehnen sie sich
nach dem großen Schweben, und nichts kann sie zurückhalten. Sie fliegen
einfach höher und immer höher zum Mond, denn der ist die Heimat der
Luftballons.
Sie wollen zum Mond, weil sie sich nach dem großen Schweben sehnen und weil
dort einmal im Jahr ein Luftballonfest gefeiert wird.
Auch Puck, Susis Luftballon, möchte dabei sein. Aber er weiß, dass Susi sehr
traurig sein wird, wenn er sie verlässt. Vielleicht kann Susi ja einfach
mitkommen? Gemeinsam machen sich die beiden auf, um einen Weg zum Mond zu
suchen.
Hanne Chen erzählt eindringlich von den Objekten, die Kindern und nicht nur
ihnen, zu Herzen gehen. Trennung und Loslassenkönnen will lebensbegleitend
gelernt sein. Das ist das Verdienst von Chen, die uns das sehr einfühlsam
beibringt. Gut so.
Marion Goedelt’s Bildsprache ist zurückhaltend sensitiv und grossartig in
der lyrisch-kubischen Gestaltungskraft, insbesondere wenn es um die fest
gefügten Objekte wie Hausdarstellungen geht. Auch Susi, die Heldin, wirkt
durch ihr staunend-bewegtes clowneskes Wesen überzeugend. |
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