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W+B Agentur-Presseaussendung Mai 2004
<<Verkrustete Hierarchien gefährden die Gesundheit>>
Buchbesprechung
<<Linda Amon: Todesfalle Krankenhaus>>
Wenn Ärzte pfuschen und vertuschen
176 S.; Pappband laminiert; EUR 17,95
Verlag Carl Ueberreuter; Wien, 2003;
www.ueberreuter.at
Linda Amon, 50, Journalistin für Gesundheit und Psychologie, arbeitet für
Zeitschriften und betreut das Medizin-Ressort einer TV- Zeitschrift.
Laut Amon verlassen mehr als 300.000 Patienten das Krankenhaus in
schlechterem Zustand, als sie es betreten haben oder eingeliefert wurden.
Sofern sie den Aufenthalt überleben.
Denn 30.000 Menschen sterben an den Folgen ärztlicher Kunstfehler,
falscher Medikamente oder durch Hygienemangel. Das Gro der nach Hause
Kehrenden sind oft für den Rest ihres Lebens behindert oder
arbeitsunfähig, kämpfen mit Renten.
Alle diese haben keine Möglichkeit ihre Rechte einzuklagen. Und wer es
kann und wagt, stösst auf eine Mauer des Schweigens. Linda Amon ist es
teilweise gelungen sowohl mit betroffenen Patienten als auch mit
gesprächsbereiten Ärzten zu reden.
Und – in einigen Fällen ist der Patient mit einem Gutachter aus einem
anderen Land, z.B. der Schweiz, gut bedient. Er hat die Chance auf einen
unvoreingenommenen Sachverständigen zu treffen, der vom deutschen
Ärztekartell nichts zu befürchten hat und sich so nicht einschüchtern
lassen muss, denn auch deren Schlichtungsstellen helfen nicht.
Linda Amon ist es mit dem Buch Todesfalle Krankenhaus gelungen uns
folgendes klarzumachen: Verkrustete Hierarchien gefährden die Gesundheit.
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