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W+B Agentur-Presseaussendung Februar 2006
Buchbesprechung
<<Gräff, Christine; L. Maria: Aus dem Tunnel der Depression>>
Ein Entwicklungsweg mit Konzentrativer Bewegungstherapie.
Mit einem Vorwort von Horst Kächele. 
290 S.; Broschur; EUR 24,90
edition psychosozial
Giessen; 2005 / www.psychosozial-verlag.de

Christine Gräff ist Lehrbeauftragte und Supervisorin des Deutschen Arbeitskreises für Konzentrative Bewegungstherapie (DAKBT) eV. / www.dakbt.de. Hinzu kommt ihre Tätigkeit als Therapeutin für Konzentrative Bewegungstherapie (KBT) und Energetische Pschotherapie in eigener Praxis in München.
Maria L. ist eine Pseudonym für eine Patientin bei der Autorin und Therapeutin.
Maria erzählt in Ich-Form von ihren in chronologischer Reihe fortlaufenden Therapiestunden. Eingebettet sind die Angebote, Gespräche zu zweit und Beschreibungen in Kursiv der Verhaltensweisen und Vorgänge im Miteinander der insgesamt 285 erfolgten Therapiestunden und des Behandlungsprozesses von 1993 – 2001.
Es geht dabei um einen geglückten Verlauf einer KBT-Therapie, wie es Dr. Kächele in seinem Vorwort zu Recht konstatiert und die sich über 8 Jahre erstreckt.
Dabei erfahren wir wie es der Therapeutin geht, ihr Fühlen, Denken, Deuten. Gleichermassen wird das Fühlen, Denken und Tun klar und deutlich gemacht.
So erleben wir Aussenstehende einen tiefen Einblick in die Therapieforschung und nehmen teil am Weg dieser hervorragend geschilderten Langzeit-Behandlung.
Hinzu kommt die Bedeutung sowohl des diskursiven Gespräches als auch die Arbeitsweise wie das körperliche Erleben. Was uns bei dem Verhalten von Therapeutin und Patientien zueinander durchaus neu erscheint und auffällt ist dass sowohl die Patientin ihre Aufzeichnungen, als auch die Therapeutin ihre ursprünglich geheim gehaltenen Protokolle Maria L. zur Einsicht gab.
Diese auf partnerschaftlichen Umgang basierende Therapie ist so als innovativ-demokratisch und in ihrem Ergebnis als ein gelungenes Muster für Sprache und Handlung im therapeutischen Verlauf zu begrüssen.
Alle Interessierten werden schritt für schritt während des Einlesens unmerklich und einfühlsam in diesen Diskurs einbezogen. Es ist so ein musterhaft wirkender Beitrag für jeden betroffenen Menschen wie die Fachwelt, dank der sorgsamen und zugleich klarsichtigen und möglichst kurz gehaltenen Sätze im Sprachausdruck beider Frauen.


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   Stand: FEBRUAR 2012

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