<<Nahrungsergänzung - oft als Arznei vorgetäuscht>
W+B Agentur-Presseaussendung vom März 2001
<<Gregor Huesmann: Schwarzbuch Wundermittel>>
unter Mitarbeit von Petra Kniebes
Sachbuch, S. Hirzel Verlag,
Stuttgart; 2000; 181 S.; 12 Abb.; Broschur mit eingeschlagenen Klappen; DEM 34.-
/ ATS 248.- / SFR 28.-
Das Geschäft mit der Gesundheit läuft auf Hochtouren, stellt der streitgewandte
und gerichtserfahrene Apotheker Huesmann in seiner Vorbemerkung fest und
berichtet (lt.Institut für Medizinische Statistik, 1998) von über 19 Mio.
Schlankheitsmittel-Packungen sowie 1,3 Mia. Mark Ausgaben für Vitamine,
Mineralstoffe und Nahrungsergänzungsmittel: Das sind Lebensmittel, keine
Arzneimittel. Leider steht dies auf keiner solchen Packung - bis heute hat sich
also der kunden-täuschende Begriff gehalten, ohne eine heilende, lindernde oder
verhütende Wirkung nachweisen zu können. Diese Mittel dienen lediglich der
Ernährung und dem Genuss. Dafür braucht es lediglich eine Gewerbeerlaubnis.
Ab der Industrialisierung (19.Jhdt.) war Nahrung für die vielen Armen knapp. So
sollte Lebertran, Lecithin, Malz, Weizenkeime und Vollhefe Mängel ausgleichen.
Seit 1997 (Europa Parlament) sind mit "novel-food" sowohl gentechnisch-
als auch struktur-veränderte Lebensmittel gemeint (z.B. Fettersatzstoff Olestra,
Zutaten aus Mikroorganismen, Pilzen und Algen) Die Kennzeichnung bleibt derzeit
aussen vor.
Schliesslich geht Huesmann abschliessend der Frage nach "Wie finde ich die
richtige Nahrungsergänzung?"
Fazit: Was die Ergänzung der täglichen Ernährung betrifft, so sind
Multivitaminpräparate einzelnen Vitaminen, vorzuziehen. Sogenannte
"Leistungskapseln" sind zu meiden. Genaues Hinschauen auf das Kleingedruckte ist
ratsam und lohnt Ihre Gesundheit sowie die des aufmerksamen Lesers dieses
erfrischenden Schwarzbuch Wundermittel.
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