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W+B Agentur-Presseaussendung Mai 2004
<<Gegenseitiges Vertrauen immer wieder prüfen>>
Buchbesprechung
<<Werner Bartens: Lexikon der Medizin-Irrtümer>>
Vorurteile, Halbwahrheiten, fragwürdige Behandlungen
ca. 40 S.; Pappband mit Schutzumschlag; EUR 22,90
Eichborn Verlag; Frankfurt, 2004;
www.eichborn.de
Werner Bartens, 38, Mediziner, Autor und Wissenschaftsjournalist, stellt
in diesem Buch die wichtigsten Irrtümer der Medizin zur Diskussion.
Bartens räumt auch mit vielen weit verbreiteten Irrglauben auf: Kein
Kirschkern kann eine Blindarmentzündung hervorrufen, da der Wurmfortsatz
dafür viel zu klein ist. Obwohl das Gehirn des Mannes bis zu 15% grösser
als das der Frau ist, ist es nur dann von Bedeutung, wenn die Verknüpfung
der Synapsen entsprechend genutzt wird; hinzu kommt noch, dass mit
zunehmendem Alter das Gehirn des Mannes schneller schrumpft.
Wissenswertes berichtet Bartens, von Mode- und Zivilisationskrankheiten,
nimmt Stellung zu eingebildeten Kranken, und verkannten Pionieren. Er
äussert sich kritisch zu unbequemen Wahrheiten über Cholesterin, Krebs und
das lange (ewige?) Leben.
Im Kernbereich nimmt Bartens sich die Medizinirrtümer vor, berichtet von
Kunstfehlern und Pannen von Ärzten.
Bartens gliedert den Inhalt ausserordentlich übersichtlich von A -
Abtreibung bis Z - Zecken. Er gibt zu jedem Stichwort Quellenangaben, ein
Sach- und Personenregister und nicht selbstverständlich dazu ein
umfangreiches Literaturverzeichnis. Dieses Nachschlagewerk ist jedem
Interessierten und Betroffenen eine wichtige Hilfe zur Klärung und dient
so dem besseren eigenen Auffinden eines Stellungsbezugs in schwierigen
Entscheidungen bei medizinischen Grenzfragen, daher gilt: Gegenseitiges
Vertrauen immer wieder prüfen. |