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Online-Publikation: Januar 2012 im
Internet-Journal <<kultur-punkt.ch>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< Jürgen Luh : Der Große . Friedrich II. von Preußen >>
Gebundenes Buch, Leinen mit Schutzumschlag, 288 Seiten, 13,5 x 21,5
cm; ISBN: 978-3-88680-984-4; € 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 28,50
Verlag Ludwig - Verlagsgruppe Random House, München;
www.randomhouse.de ;
www.siedler-verlag.de
Querverweis zu:
http://www.kultur-punkt.ch/gedenken/randomhouse-bertelsmann12-1friedrich-dergrosse.htm
Inhalt
Inszeniert, glorifiziert, mystifiziert . Wie war Friedrich II.
wirklich?
Friedrich der Große faszinierte die Deutschen schon immer. Über
seine Kriege, über Werk und Wirkung des kunstsinnigen Preußenkönigs
wurde schon viel geschrieben. Jürgen Luh aber zeigt auf eine
frische, andere Art, wie Friedrich dachte und wofür er lebte: Der
König wollte unbedingt als »der Große« in die Geschichte eingehen.
Die Quellen, die der Philosoph auf dem Thron uns hinterlassen hat,
offenbaren einen Menschen mit großen Talenten – und ebenso großen
Schwächen.
Friedrich II. (1712–1786) erstrebte vor allem eines: Ruhm! Ein
Großer wollte er sein unter den Herrschern Europas und vor der
Geschichte. Das hat er geschafft – die Nachwelt verklärte ihn, man
errichtete dem »Alten Fritz« zahlreiche Denkmäler und glorifizierte
ihn in Büchern und Filmen.
Der Friedrich-Kenner Jürgen Luh zeichnet zum 300. Geburtstag ein
neues Bild des Preußenkönigs. Manch lieb gewordene Vorstellung wirft
er dabei über Bord, doch entschädigt er uns mit einem einfühlsamen
Porträt des Menschen Friedrich. So begegnet uns in diesem Buch kein
Held, sondern ein faszinierender Herrscher des 18. Jahrhunderts,
dessen Leben und Wollen der Autor ebenso kenntnisreich wie amüsant
vor uns ausbreitet.
Autor
Jürgen Luh, geboren 1963, ist promovierter Historiker und in der
Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
zuständig für Wissenschaft und Forschung. Er hat zur Geschichte des
Heiligen Römischen Reiches, Preußens und zur Militärgeschichte
publiziert. Luh organisiert das Großprojekt »Friedrich 300« in
Potsdam mit zahlreichen Veranstaltungen, Ausstellungen und
Konferenzen im Jahr 2012.
Fazit
Wer sich im besonderen Masse für die treibende Kräft im menschlichen
Lebensverlauf interessiert wird in der Biografie von Jürgen Luh "Der
Große . Friedrich II. von Preußen" eine erkenntnisreiche
Entdeckungsreise zu den Antriebskräften von Leitfiguren der
Geschichte machen können. Dabei werden "Ruhmsucht, Hartnäckigkeit,
Eigensinn und Einsicht ?" die hervorstechenden Eigenschaften, die
zugleich die Kapitelgliederung der Biografie bilden, ausführlich und
anschaulich hervorgearbeitet, dank Jürgen Luh. Das zuletzt gesetzet
Fragezeichen, runzelt auch Friedrich den Grossen die am Lebensabend
die Stirn mit seinem berechtigten Zweifel über die Dauerhaftigkeit
des Ruhm als Illusion....dazu kommt dass auch im Briefwechsel mit
Voltaire dieser bestätigt:" denkt man an die Ewigkeit, so wird ..
alles fragwürdig..* Luh frägt ob die "eine letzte Einsicht" sei und
schliesst sich Voltaire und Goethes Worte an "Rauch ist alles
ird'sche Wesen". Ein aufschlussreiches Buch,sowohl zum Überleben an
höchster Position als auch eine Überlegenheit wert, davon gebührend
Abstand zu nehmen. m+w.p12-1
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