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gs-berdel
<<sammlung am kulturpunkt>>
Dieter Berdel, Dialektische Poesie
"Da Bredl /Berdel bohrt dunkle Sprachlöcher in das
eingebrannte Medienbrett und lässt so den Blick frei in das durch
seine lokale Sprachkraft sich so erhellende Dunkel des Hinterhofs
der zunehmende globalisierten deutschen Sprache.
w.p.10-3

1 Fazit
Berdel oder Die
Dialektisch-Poetische Parodie:
Dialektdichter, Sozialdesigner;
dieter.berdel@chello.at
http://www.kultur-punkt.ch/belletristik/doppelpunkt-berdel05w48.htm
Textquellen
W+B
Agentur-Presseaussendung Dezember 2005 sowie im Internet-Journal
www.kultur-punkt.ch
Buchbesprechung
<<Dieter Berdel oder da Bredl: en 4 fiadln; gedichta,
liada, schbrüch, anagrammaln & palindromaln: In vier
Vierteln>>
112 S.; broschiert mit Schutzumschlag; Wien 2005
eidizjon doppla hoppla EDITION DOPPELPUNKT, Wien 2005
Dieter Berdel,
dieter.berdel@chello.at ein begnadeter Dialektdichter, jünger
Zeigefährte von Artmann und Jandl. Ist burgenländischer Herkunft,
einem mit dem Blick nach und von der Fernweh erzeugenden, terziären
Bucht Pannonien Ausgestatteter. Sicher kennen die meisten Leser von
uns den Film dazu: Ich denke oft an Piroschka.
Auf Umwegen – auch im sumpfreichen Zickseengebiet wie der Rezensent
des nachts – kann sich der Wanderer ver-irren, gelangt da Bredl zur
Dialektdichtung. Er studierte Desing pardon Design in
Wien wobei zwischen sign und sing ja bereits eine
innige Verwandtschaft besteht. Gründete 1975 mit Pruner u.a. das
Institut für Soziales Design, war als Gestalter und Forschender
unterwegs.
Im Verborgenen – bis 1995 entstehen im Gegenzug zur Alltagswelt –
dialektische Niederschriften und –trachten in der Art Abwehr- und
Hinter-Hofsprache zum Dudendeutsch und zur Offizial-Hofsprache:
so erscheinen ab dieser Zeit Visuelle Poesie und Nonsentexte in
Zeitschriften, Anthologien und in Büchern:
mia wean mia; ann und pfirsich; fost kane rosn; 60 ausxuachte und
numariate Weanarix/Limericks; Untherdruck; Ach Wurttzeln schlug mein
Hertz, erschienen in den zu gleichfalls zu lobenden Atelier
Braunsteiner und Doppelpunkt für diese Hinterhof-Nischen-Produktion.
Im Buch-Vorwort bekennt sich Berdel zur Spezialität der Wiener
Weinbau- und Heurigenkultur: Dabei werden unterschiedliche Rebsorten
mit gleicher Reifezeit gleichzeitig gelesen, gekeltert und
ausgebaut. So entsteht der originäre Gemischte Satz im
Gegensatz zum so genannten Verschnitt.
Da Bredl gestaltet den Inhalt in 4 autobiographische Zeiträume:
1.fiadl: Es entsteht Dialektlyrik zwischen 1958 und 1965
2.fiadl: Es werden Nachdichtungen der Werke alter chinesischer
Meister im Wiener Idiom (Li-tai-pe…8. Jhdt..)
in der deutschprachigen Fassung von Klabund bis
1974
3.fiadl: Ab 1975 schreibt er aus der Laimgrube ( 6. Bezirk Mariahilf),
ein Ort mit Genius Loci wie Nasch- und Flohmarkt, Einkaufstempeln
und Touristischem Schmus, was Ironie, Sarkasmus und den besonders
ausgeprägten Wienerischen Fatalismus, den Kraus-en Humor zur
verdichteten Reifung verhilft.
4.fiadl: Parallel zum Design-Alltag dringt sein Forscherdrang und
seine buchstabierende Wortgewalt in die Welt der
Anagramme(buchstabenversetzte Worte, Sätze) und Palindrome ein(lawal/Laibchen..):
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En wiazhaus
aubissans gschia
augschissans bia |
Ein
Wirtshaus
Angebissenes Geschirr
Angeschissenes Bier |

Rezensionsbeispiel:
W+B Agentur-Presseaussendung Februar 2007 Hörbuch-CD-Besprechung
Lautpoesie von Springenscheid, Berdel, Kogler, Podzeit-Lütjan,
Holleis, Seidlhofer, Baco ,Hrsg., Dekan, Bosch, Campa Lyrik u. Musik
- Lautbild-Wortklang. Sprecher Bergmann, Regie und Musik, Baco ISBN
10 3-85219-026-6 1 CD, 40 min, Euro 13,- , Albatros Verlag - Patmos,
www.kulturag.com;
Gründer
Berdel, Pruner, des Instituts für Soziales Design
http://sozialesdesign.org;
institut@sozialesdesign.org
Es sind 40 Minuten von ungeheuerlicher Intensität, die da von dieser
getragenen Stimme zu nur zum Verweilen beim Zuhören einlädt – nur
zum Schein – um im nächsten Lautbild sich vollends der Anziehung zu
entziehen.. In Volten wiederkehrend , durch die Musikstränge sich
ausdehnend und entfremdend und so reflexartig auf den gesprochenen
Textklang eingehend… Die AutorInnen sind zwischen 50 - 65 , gereift
durch die Eigengeschichtlichkeit und Geschicklichkeit ihrer
massenmedien-fernen Lyrik, widerborstig bis zur endspielartigen
Entfernung vom Hörenden… Ein Beispiel - "KANN …………………KANNKANNKANN
KANNOHNE KNNOHNEDICH KANNOHNEDICHGUT KANNOHNEDICHGUTLEBEN"
widmung für einen general Dieter Berdel…. Von Glück können wir dies
gut sagen lassen , nach 60 Jahren Europa ohne Weltkrieg, und
wünschen uns weitere Jahre für diese noch- und nachkriegs -
geborenen LyrikerInnen in diesem unseren Regionalumfeld Welt.
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