Liebe Freunde:
nach den Jahrzehnten der figurativen und skulpturalen Tätigkeit,
erarbeiten wir aktuell, auf der digitalen Grundlage der Gradation,
Werke, danken für die wunderbare Zeitgefährtenschaft, die Ihr uns bisher
gewährt habt .... M + W
Prankl
From: "Heribert Heere" <Heribert_Heere@web.de>
To: <prankl@kultur-punkt.ch>
Sent: Friday, January 14, 2011
5:00 PM
Subject:
Torsi, Agamben: Strumpfhosen...
Lieber Walter,
diese Anordnung der Torsi gefällt mir wirklich gut, da so deine gestalterische
Abstrahierung die Abstrahierung durch die stilisierte Pornographie
thematisiert und so tendenziell künstlerisch problematisiert.
Könnte das u.a. eine Bedeutung der "Gradation" sein? Ja, stimme Dir
vollends zu, Walter
Im Anhang der Kurzessay von Giorgio Agamben, den ich für einen der
bedeutendsten heutigen Denker halte, aus dem Band: Die kommende Gemeinschaft.
Liebe Grüße
Heribert
<< Projekt Torsi :
Gradierung + Fragmentierung m+w prankl 11 -1>>
<<
Gradierung / Fragmentierung / Torsi
: Eine
Digitale Animation Art-Projekt als eine mimetische "Mimikry" des Menschen .
Kunstprojekt . DVD / Diaschau >>
Torsi:
http://www.kultur-punkt.ch/akademie4/diskurs/torsi-off-love10-3mimesis.htm
© ab 2010 >
prankl@kultur-punkt.ch
<<Gradierung meint eine mimetische
/ "Mimikry" des Menschen, als eine ästhetische Strategie in der Evolution " Im
Kampf ums geistig/transzendente Überleben und/oder in" Zusammenarbeit "für
eine Existenz auf Augenhöhe">>
1 Zur Gradation/Gradierung
2 Zur Fragmentierung beim
Gradierungsprozess
3 Zum Autor
1 Zur Gradation*
Der menschliche Körper und die
Dingwelt um ihn dienen in <<Gradation >> als Ausgangspunkt für den
anatomischen wie sozio-ästhetischen Ausdruck sowie die Parzellierung /
Stückelung (Taylorismus *), die abstufende Positionierung des Figurativen,
dessen allmählichen Aus-/Verfall * - hin zur fern-figurativen Verfremdung (von
Farbe, Kontur, Struktur)“ des menschlichen Körpers und seiner
Beziehungselemente. Die Gradation-Serie orientiert sich restfigurativ an:
"Hinten, Vorne, Hände, Interaktion, Beine, Rümpfe, Varias und Umfeld". Im
erweiternden Sinn stellen diese Rest-Formen in ihrer rest-narrativen Umgebung*
und den kulturgeschichtlichen Hintergründen/ Artefakten (Venus von Lespugue,
Wilhersdorf ... Torso des Herakles ... Venus von Milo ... den aktuellen Model/len
...) eine unsichtbare Aura ** dar. Die Serie erzählt von den pathologischen
Symptomen der Burn-Out-, Multi-Tasking-Gesellschaft…
Torsi - Gradierung:
ruecken-behind
beine-leg
brust-breasts
episode-interacts
figur-figure
frontal-front 
hand-hands

zugabe-implements
universal-universal 
verwandlung-metaphoric
2 Zur Fragmentierung
a) als Prozess der Globalisierung
und der individuellen Isolation
weist auf die tayloristische
Organisation der Produktion hin, in der verschiedene Stufen der Produktion
zwischen den verschiedenen Lieferanten, die in verschiedenen Ländern ansässig
sind und außerhalb der Region, in der Fragmentierung geschieht, aufgeteilt
werden. Diese Art der Fragmentierung ist ein wichtiger Bestandteil der
modernen Globalisierung.
b) Die Fragmentierung bezieht sich
auf das Fehlen oder die Unterentwicklung der Verbindungen zwischen der
Gesellschaft und der Gruppen und Einzelnen der Gesellschaft nach dem Vorbild
einer gemeinsamen Kultur, Nationalität, Rasse, Sprache, Beruf, Religion,
Einkommen oder andere gemeinsame Interessen.
c) In der Kunst/Gradation zeigt
sich daher die Fragmentierung in der Verwendung von Fragmenten und der
"Teilung der Kunst Ideen ( in Geste, Motiv, Thema ....) in Segmenten….
Fragmentierung - Beispiele
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Gradierungen / Gradations/ Torsi : M+W Prankl
torsi-beine-legs
torsi-brust-breasts
torsi-episode-interacts
torsi-figur-figures
torsi-frontal-front
torsi-gesicht-faces
torsi-hand-hands
torsi-zugabe-implements
torsi-universal-universal
torsi-verwandlung-metaphoric
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3 Zum Autor und seinem künstlerischen Anliegen
Walter Prankl
Die
computer-generierten / gradativen* Torsi-Bilder von Walter Prankl erlauben
dem Betrachter einen virtuellen Spaziergang von Bildräumen, abgeleitet von den
Manipulationen der digitalen Fotografie. Prankl präsentiert eine poetische
Welt der bunten Erfindung, eine komplexe räumliche Erzählung.
Prankl arbeitete mit
dem Computer als Werkzeug und formgebendes künstlerisches Ausdrucksmittel. Er
kombiniert eine Vielzahl von traditionellen Medien mit Computer-Techniken, um
eine tiefe Besorgnis über die aktuelle Lage der Menschen, ihr Gefangensein,
ja Vernichtung des Subjekt* in Real-Time-Prozessen, fern von Philosophie und
Kunst. Prankl teilt sein Interesse mit an der menschlichen Denkkraft und dem
Zusammenspiel von externen Bildern in virtuellen und körperlichen Welt sowie
den inneren Bildern in den Torsi. Prankl legt eine Untersuchung bloss, nimmt
die Nackheit+Maskierung als Basis in seiner Kunst. Die Torsi weisen auf die
Vergänglichkeit und Veränderung Betroffener Einzelner, sinnbildhaft auf„Körper
als StaatsRESTteile“ die den Ein-/Ausdruck surrealer Effekte und assoziativen
Denkens vermitteln.
Walter Prankl
(geboren 1935) versteht sich als ein "architektonischer Denker". Seine
Experimente mit digital bearbeiteten Animationen kombinieren Grafiken,
Skulpturen, Architektur, und dank Marga durch Fotografie mit
computer-gradativer* Bildgestaltung. Mit der Verwandlung von Realität zur
Transzendenz einhergehend. Er reduziert Formen, mit allem seine figurativen
Bildern absichtlich, verwischt die Hierarchie unter den Menschen, Tieren,
Pflanzen und Ikonen-Objekte. Mit assoziativen, oft zyklischen Bild-Strömen
erfüllt, dreht sich seine Arbeit vor allem um Probleme individueller und
kollektiver Erinnerung, und was es bedeutet zu erkennen, zu speichern und
festzuhalten visuelles Wissen in Zeit und Bildraum zu koordinieren. w.p.
10-4/8
(c)2011
kultur-punkt.ch Marga +
Walter Prankl,
www.kultur-punkt.ch, D-79379 Müllheim Postfach 1140
prankl@kulturpunkt.ch
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