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Online-Publikation: August 2010 im Internet-Journal <<kultur-punkt.ch>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< Klaus Wagenbach: Die Freiheit des Verlegers . Erinnerungen, Festreden, Seitenhiebe . Zum 80. Geburtstag . Herausgegeben von Susanne Schüssler >>
352 Seiten. Gebunden mit Schildchen, ISBN 978-3-8031-3632-9; 19,90 € / 34,90 SFr / 20,50 € [A]
Verlag Klaus Wagenbach, Berlin; www.wagenbach.de
 
Inhalt
Die wichtigsten Texte aus fünf Jahrzehnten, größtenteils erstmals publiziert: Über Bücher und Autoren, über Politik und die deutschen Verhältnisse, über Italien, die Kunst und die Mutter.
Klaus Wagenbach ist einer der letzten aus einer Generation von unabhängigen, eigenwilligen und leidenschaftlichen Verlegern; ein linker, aber undogmatischer Kopf, der nicht vor den Konsequenzen politischen Handelns zurückschreckt; und ein früher und bis heute unerschütterlicher Liebhaber Italiens.
Außerdem: ein heiterer Geschichtenerzähler, ein eifriger Vorwortschreiber, ein freudig erwarteter Festredner, aber auch einer, der gern widerspricht, wenn die öffentliche Meinung jemanden moralisch und politisch gar zu korrekt schlachten will.
Der Band sammelt Texte Klaus Wagenbachs über Italien (einschließlich Kunstgeschichte), Politik, das Leben und die Zukunft der Bücher und über einzelne Autoren. Ein Großteil der Texte ist bisher nicht veröffentlicht, wichtige Zeitdokumente wie die Grabrede für Ulrike Meinhof wurden jedoch ebenfalls aufgenommen.
Und schließlich erst jüngst entstandene biographische Geschichten: Vom gegen die Nazis rebellierenden Großvater, der reformbewegten Mutter, dem Vater, der nur Latein, Griechisch und Hebräisch konnte; darüber, wer und wie nach dem Krieg die Demokratie aufbaute, warum Kollektive träumen und Frauen besser kommunizieren können.

Fazit
Mit 35 sturmgereift um dann 45 Jahre lang, als widerborstiger Verleger, den linken Marsch angetreten, seitdem missgünstig beobachtet , vorbestraft, gleichwohl standgehalten, Träger des Bundesverdienstkreuzes. Das macht Mut für andere Zeitgefährten und Nachfolgende. Wagenbach engagierte sich in seinem "Verlag für wilde Leser" stets für die deutschen Verhältnisse, die Literatur und die italienische Kultur.
In seinem Buch "Die Freiheit des Verlegers" herausgegeben von Susanne Schüssler, teilt er seine Erinnerungen, Festreden und Seitenhiebe aus und mit Freunden, Autoren und "werthe collegae", kommt auch auf Pasolinis Wirken in Italien zu sprechen und wie man ein Perlhuhn auf italienisch zerhacke und die luftig-schuftige Lage und Beziehung in und zwischen Italien. und Deutschland." Ausschleichen" heisst sein Epilog, und das hat etwas Wienerisches an sich, da heisst es "Aussi-schlLeichen", wobei auch "Leichen" im Hinterton / Mandelkern mitschwingen. Sein Rat: "Soviel List muss ein Verleger lebenslang angesammelt haben, um sich als Pensionär nützlich zu machen", Herzlichen Dank für Ihre wertschöpferische Lebensweisheit lieber Wagenbach. w.p.10-8


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   Stand: FEBRUAR 2012

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