>>Gemäldegalerie Alte Meister
in Dresden: Ausstellung "Madonnen von Raffael" <<

Quellenhinweise dazu:
http://www.skd.museum/de/museen-institutionen/zwinger-mit-semperbau/gemaeldegalerie-alte-meister/index.html
http://www.der-dresdner-zwinger.de/
http://www.besuchen-sie-dresden.de/index.php?act=zwinger
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http://www.tagesschau.de/kultur/madonnendresden100.html
Berühmte Kunstwerke erstmals seit 500 Jahren vereint
Dresdner Gipfeltreffen der Raffael-Madonnen
Erstmals seit 500 Jahren sind zwei Marienbilder des italienischen
Renaissance-Malers Raffael wieder vereint: Die "Madonna di Foligno", die
sonst im Vatikan hängt, ist nun in Dresden zu bewundern - neben ihrer
bildlichen Schwester, der "Sixtinischen Madonna".
Von Olaf Kische, MDR
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http://www.n-tv.de/reise/Madonnen-von-Raffael-vereint-article4208271.html
Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden: Ausstellung "Madonnen von Raffael"
Die Madonna war das Motiv der Renaissance und spornte deren Künstler zu
Höchstleistungen an. Bildnisse der Gottesmutter von Raffael, Dürer und
Cranach machen eine Schau in Dresden zum "Madonnengipfel" - und zur
idealen Ergänzung der Berliner Schau "Gesichter der Renaissance".
.Die "Sixtinische Madonna" von Raffael im Dresdner Zwinger hält Hof: Das
berühmte Meisterwerk der Gemäldegalerie Alte Meister bekommt derzeit neue
Gefährten aus aller Welt - für eine einzigartige Sonderausstellung. Die
Werke anderer italienischer Meister, die sie sonst umgeben, machten Platz
für andere berühmte Bildnisse der Mutter Gottes mit Kind des 16./17.
Jahrhunderts.
Die kleine, aber hochkarätige Schau "Himmlischer Glanz. Raffael, Dürer und
Grünewald malen die Madonna" (6. September 2011 bis 8. Januar 2012) findet
zum Papstbesuch in Deutschland statt. Der Vatikan ist Partner der
Staatlichen Kunstsammlungen. Die Exposition eröffnet zugleich das
Jubiläumsjahr 2012: Dann wird die "Sixtinische Madonna", kurz "Sixtina"
genannt, 500.
Nach fast 500 Jahren wieder vereint
"Madonna die Foligno", 1511-1512, von Raffael (Raffaelo Santi); Pinacoteca
Vaticana, Rom.
(Foto: picture alliance / dpa)
"Die Erscheinung der Maria war das am meisten gemalte Motiv in der
Renaissance", sagt der Kurator für italienische Malerei, Andreas Henning.
Raffael (1483-1520) habe schon seinen Zeitgenossen als der Madonnenmaler
schlechthin gegolten. Einmalig und exklusiv an der Elbe sind nun zwei
seiner Hauptwerke für wenige Monate nach fast fünf Jahrhunderten wieder
vereint. Papst Benedikt XVI. persönlich machte das Treffen der ungleichen
Schwestern möglich, als er die erstmalige "Ausreise" seiner "Madonna di
Foligno" aus den Vatikanischen Museen genehmigte. Die Gemälde standen und
entstanden höchstwahrscheinlich neben- und miteinander in Raffaels
Werkstatt.
1512 malte der unumstrittene Meister der Mariendarstellung die mehr als
drei Meter hohe Altartafel der "Madonna di Foligno", im selben Jahr
erhielt er von Papst Julius II. den Auftrag für die "Sixtinische Madonna".
Die für die Basilika Santa Maria in Aracoeli bestimmte "Madonna di Foligno"
wurde 1564 nach der Zerstörung der Kirche nach Foligno gebracht, gelangte
dann nach Paris und 1816 nach Rom. Die "Sixtina" wurde für den Hochaltar
der Klosterkirche San Sisto in Piacenza gemalt, wo sie rund 250 Jahre fast
unbeachtet hing. 1754 kaufte Sachsen-Kurfürst und Polen-König August III.
die "Sixtina" für 25.000 römischen Scudos. "Erst in Dresden und vor allem
durch die Romantiker erlangte sie Berühmtheit", sagt Kurator Henning.
Komprimierung der Marienverehrung um 1500
"Die Sixtinische Madonna" von Raffael (Raffaelo Santi); Staatliche
Kunstsammlungen Dresden.
(Foto: picture alliance / dpa)
Ihre Bedeutung liege im Bild selbst. "Es ist eine Mischung von
menschlichem Ernst der Mutter und göttlicher Verklärung der Instanz,
verbunden mit einer unglaublich ausgefeilten Komposition und einer
gewitzten Bildzutat: den Engeln." Dies komme einer Vermenschlichung des
Himmels gleich. Der Ernst im Blick der Mutter Gottes ob der Bestimmung des
Christuskindes, ans Kreuz genagelt zu werden, werde durch den Witz der
beiden davongekommenen Engel gebrochen. "Raffael wollte die schönste Frau
der Welt malen", sagt Henning unter Verweis auf einen Brief. Danach habe
er die schönsten Details gesucht und zusammengefügt.
"Die 'Madonna di Foligno' ist die klassische Vision mit irdischer Ebene,
Stiftern und Heiligen sowie der Madonna als Vision, die 'Sixtina' eine
Weiterentwicklung." Hier sei das Bild selbst die Vision, die sich immer
von Neuem ereigne. Im direkten Vergleich zeige sich, dass Raffael ein
"Genie an Innovation" und ein Ausnahmekünstler gewesen sei. Die "Sixtina"
bleibt an ihrem Platz, die Madonna des Papstes hängt zu ihrer Seite. Um
die beiden werden andere Gemälde, Zeichnungen und Bücher gruppiert. Unter
den insgesamt 20 Objekten sind laut Galeriedirektor Bernhard Maaz "ein
Dutzend Madonnen".
Zwei Drittel kommen als Leihgaben aus großen Museen. Zu den "Stars"
gehören die "Stuppacher Madonna" von Matthias Grünewald, ein 1516
entstandenes Wallfahrtsbild aus der Pfarrkirche Mariä Krönung in Stuppach
bei Bad Mergentheim in Baden-Württemberg, eine Studie zur "Madonna die
Foglino" von Raffael aus dem British Museum in London und Albrecht Dürers
"Dresdner Altar" (um 1496) aus eigenem Bestand. "Die Ausstellung bietet
die einmalige Chance, die Marienverehrung um 1512 anhand von Meisterwerken
verständlich zu machen", sagt Maaz. Sie sei die ideale Ergänzung zu
"Gesichter der Renaissance" in Berlin. "Dort wird das Porträt in dieser
Epoche gefeiert, in Dresden die Madonna."
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