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Online-Publikation: April 2009 im Internet-Journal
<<kultur-punkt.ch>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< "Holbein bis Tillmans": Prominente Gäste aus dem Kunstmuseum
Basel . Konzeption: Theodora Vischer; 4. 4. bis 4. 10. 2009 >>
Zur Ausstellung ist ein Katalog in der noch jungen Reihe der
Schaulager-Hefte erschienen. Im Katalog sind sämtliche Werke in
Farbe abgebildet, er enthält eine Einführung sowie erläuternde
Kommentare zu den Stationen der Ausstellung und zu einzelnen Werken.
Hrsg. von Theodora Vischer
120 Seiten, ca. 250 Abbildungen, Format 21 cm x 29.7 cm; ISBN
978-3-9523403-0-1; CHF 22.– / Euro 14.70
Schaulager, Basel und Steidl Verlag, Göttingen;
www.steidl.de
Schaulager, Ruchfeldstrasse 19, CH-4142 Münchenstein / Basel
T +41 61 335 32 32; F +41 61 335 32 30;
info@schaulager.org; www.schaulager.org;
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Fazit, vorangestellt
Von "Holbein bis Tillmans" können Museumsfreunde die Prominenz von
einem rund halben Jahrtausend bildende Kunst im Schaulager, Basel
besucht werden. Neben der "Petersburger Hängung", so die Kuratorin
Theodora Vischer, die das Querbeet-, wie Übereinander-
Betrachten forciert, die zu einer gekonnten Verdichtung und
transdisziplinärem Denken* anregt, gibt es die Alt-, Neu-
Konfrontation von Bildpaaren verschiedener Jahrhunderte, wie die
Gruppenbildungen, die zum Narrativen einladen. Dieser scheinbare
Beliebigkeitscharakter wie wir ihn im Supermarkt vorfinden, hat
durchaus Methode, wie auch dieses nur scheinbar Buntgewürfeltes von
Waren ( wie Schrift, Farbe und Formenvielfalt von Objekten und
Zwischenräumen...) präsentiert, so hat sich der Gestalter des ersten
Supermarkts Viktor Gruen in den USA, dessen Mitarbeiter ich in Wien
kurz war, und dabei unmittelbar durchschaun lernte, dass das "Petersburger
Syndrom" durchaus zum Blickkauf verdichtend beiträgt und so hier zum
"visuellen Konsum" animierend einlädt - ganz und gar "poliphil" im
aktualisierten Humboldt*schen Sinn. w.p.09-3
*
http://www.kultur-punkt.ch/akademie4/diskurs/dtv09-1humboldt-treibeninmir.htm;
*
http://www.kultur-punkt.ch/praesentation/kulturreisen-buecher/marix-ee09-3humboldt-russlandreise.htm;
*
http://www.kultur-punkt.ch/av-media/audiobuch09-4humboldt-orinoko.htm;
Theodora Vischer:
- Konzept
"Umfang 250 Werke von gut 120 Künstlern; die Zeitspanne reicht vom
15. Jahrhundert bis heute, wobei den Schwerpunkt das 20.Jahrhundert
bildet. Das Konzept baut darauf auf, die
ausgewählten Bilder – seien sie alt oder neu – bewusst mit Augen von
heute anzuschauen. In dieser
zeitgenössischen Perspektive entstehen Beziehungen
zwischen Bildern, die unerwartet sind und die zeigen,
dass gewisse Themen und Fragen
immer wieder aktuell werden können."
- Essay
"Die Geschichte beginnt mit dem monumentalen Leuchtkasten „Allegory
of Folly“ des kanadischen
Künstlers Rodney Graham. Auf einem mechanischen Pferd, das ehemals
Jockeys zum
Trainieren benutzt haben, sitzt ein Mann, der Künstler selber,
altertümlich gekleidet in einen
Mantel mit Pelzbesatz. Er ist vertieft in die Lektüre eines dicken
Buches. Das Bild erinnert
an ein Porträt von Hans Holbein d. J. in der Basler Sammlung, das
den schreibenden
Erasmus von Rotterdam als Halbfigur im Profil darstellt. Der Titel „Allegory
of Folly“, spielt
auf den Titel der Abhandlung „Das Lob der Torheit“ an, die Erasmus
1509 geschrieben hatte,
und von der eine spätere Ausgabe auch in Basel gedruckt wurde. Das
Buch wurde schnell
berühmt und viel diskutiert, denn es lobte in satirischer Absicht
die Torheit als grosse
Tugend, eine Umkehrung der Werte, die zu dieser Zeit als unerhörte
Provokation, wenn nicht
als Skandal verstanden wurde. Diesen Gedanken nimmt Graham in seinem
Werk auf. Er sitzt
verkehrt herum auf dem Pferd und liest nicht etwa eine kluge
Abhandlung, sondern das
Telefonbuch von Vancouver, der Stadt, in der er lebt.
„Allegory of Folly“ ist ein wunderbarer Auftakt, für eine Geschichte
ebenso wie für die Ausstellung.
Die Gegenüberstellung eines Werkes aus dem 16. Jahrhundert und einer
grossformatigen
Schwarzweissfotografie von 2005 kann exemplarisch zeigen, dass alt
nicht
unbedingt vergangen bedeutet, sondern dass ein altes Bild mit
heutigen Augen gesehen
plötzlich seine ursprüngliche Aktualität wieder zeigen kann. Die
Figur des verkehrt herum
auf dem Pferd sitzenden Mannes erinnert aber auch daran, dass zum
Blick nach vorne der
Blick zurück gehört, dass das, was kommt, mit dem, was war, in
Zusammenhang steht, dass
Geschichte und Gedächtnis das Fundament dessen sind, was in der
Zukunft geschieht. Und
mittendrin stehen wir, in den Moment vertieft und von der Gegenwart
absorbiert, so wie der
Lesende das vorführt. Das Bild von Rodney Graham darf als Metapher
verstanden werden für
den Blick, mit dem die Bilder dieser Ausstellung angesehen werden
möchten.
Die Ausgangslage für die diesjährige Ausstellung im Schaulager war
eine ungewöhnliche.
Gegen zweihundert Werke aus dem Kunstmuseum Basel, vorwiegend
Gemälde und einige
Skulpturen, zu denen sich etwa vierzig weitere Werke aus der dem
Museum verbundenen
Emanuel Hoffmann-Stiftung und aus Privatbesitz gesellen, sind im
Schaulager eingetroffen.
Sie haben auf Zeit ihre gewohnte Umgebung verlassen, sind für einige
Monate der bewährten
Ordnung des Museums enthoben und haben sich an einen ihnen
unbekannten Ort
begeben. Im Schaulager haben sie eine Unterkunft ganz besonderer Art
gefunden. Sie
kommen zu unerwarteten Begegnungen und zeigen sich von anderen,
ungeahnten Seiten.
Welche Bilder aber haben sich eingefunden? Ihre Auswahl erfolgte
nicht mit einem
vorgefassten Konzept oder einer präzisen Idee im Kopf. Der Blick,
der sich im umfangreichen
Inventar auf die Suche machte, war frei. Er liess sich von Vorlieben
leiten, hielt inne
bei alten Bekannten oder bei bisher wenig Beachteten, die unerwartet
auf sich aufmerksam
machten, und folgte jenen Werken, die etwas Besonderes zu sagen
versprachen. Einzige
Einschränkung war, dass die Werke im Museum in der Zeit der
Ausstellungsdauer nicht
hängen würden, was wegen der dortigen Van Gogh-Ausstellung für eine
Reihe von wichtigen
Werken zutraf, und dass sie restauratorisch für eine Ausleihe
freigegeben werden konnten.
Das Ergebnis war: eine grosse Ansammlung von Bildern, von denen
jedes um seiner selbst
willen ausgewählt worden ist – handverlesen, explizit erwünscht, für
besonders schön oder
besonders attraktiv oder besonders geheimnisvoll befunden. Eine
aufregende Situation und
Vorstellung: eine Art Bergwerk, Rohmaterial, noch ungeformt, einfach
als Bildermenge und
als verlockender Schatz in seiner ganzen Potentialität präsent.
Ein Teil davon ist im Zustand des noch ungeschliffenen Rohmaterials,
lediglich grob sortiert,
für die Ausstellung bewahrt worden. Ausgebreitet an einer langen
Wand – der monumentalen
Aussenwand im Untergeschoss des Schaulagers –, an welcher die Bilder
neben-, unterund
übereinander hängen. Zum Beispiel der „Brückenbau“ (1932-35) von
Rudolf Maeglin
rechts vom „Walzwerk im Gebirge“ (1982) von Anselm Stalder und über
den „Arbeitslosen“
(1935) von Paul Camenisch; oder die „Dorfschule von 1848“ (1895/96)
von Albert Anker in der
Nähe der „Ernte“ (1859) von Robert Zünd und des Baumgartens (1904)
von Cuno Amiet; oder
Landschaften von Caspar Wolf über Ferdinand Hodler bis Monika Studer/Christoph
van den
Berg, überragt von „Deep Orange and Black“ (1954-55) von Sam
Francis. Jedes Bild steht für
sich, birgt vielleicht Erinnerungen von früheren Begegnungen und
könnte zum Ausgangspunkt
für eine eigene Geschichte werden. Die lange Wand bildet als „Aussenwand“
sozusagen den Rahmen für die „Innenräume“ der Ausstellung.
In den Innenräumen der Ausstellung tritt der andere, grössere Teil
der ausgelagerten und
zugewanderten Werke als zusammenhängende Installation auf.
Allerdings ist der
Zusammenhang nicht nach dem Vorbild einer klassischen Museumshängung
nach historischen
Epochen oder nach Künstlern hergestellt. Stattdessen ist eine
andere, neue
Erzählung, oder besser: ein Essay aus Bildern entstanden. Entlassen
und losgelöst aus dem
Ordnungssystem der historischen Epochenfolge können die Bilder in
anderem Licht gesehen
werden. Es kann dabei zuweilen passieren, dass bei Werken aus ganz
verschiedenen
Epochen oder Zusammenhängen unvermutet eine unerklärbare
Verwandtschaft, merkwürdige
Berührungspunkte aufscheinen. Etwa so wie es in einer
Gegenüberstellung des
„Citizen“ von Jeff Wall mit dem „Jockey blessé“ von Edgar Degas den
Anschein hat, oder im
Nebeneinander eines Stilllebens aus dem 17. Jahrhundert von
Sebastian Stoskopff und dem
kubistischen Stillleben von 1908 von Picasso. Bei näherem und
längerem Hinsehen zeigen
sich dann gerade in den vermeintlichen Verwandtschaften und
Berührungen, die bezaubert
haben und einen innehalten liessen, auch Unterschiede, die den zuvor
erfahrenen
Eindrücken widersprechen. Das Aufscheinen solcher Verwandtschaften
fasziniert, hat ein
wenig etwas vom berühmten Proustschen Madeleine-Effekt. So ist der
Wunsch und die Lust
erwacht, dieses Moment zu untersuchen, ihm nachzuspüren und es in
der Form eines
Bilderessays in der Ausstellung auszubreiten.
Was passiert, wenn nicht nur zwei einzelne Bilder vorübergehend ein
Paar werden, sondern
wenn eine Gruppe von niederländischen Stillleben aus dem 17.
Jahrhundert auf eine Gruppe
kubistischer Stillleben trifft? Wie sieht es weiter aus, wenn frühe
Stillleben mit einem
„Warengestell“ von Katharina Fritsch oder mit Polyurethanobjekten
von Fischli/Weiss
zusammen kommen, und diese wiederum mit der „Tokyo Stock Exchange“
von Andreas
Gursky? Und was geschieht auf der anderen Seite, wenn das
kubistische Stillleben auf die
specific objects von Donald Judd stösst, und diese dann
kindlich-philosophischen Befragungen
in Filmen von Gary Hill und Anri Sala ausgesetzt werden. Oder: Wie
reagieren Edgar
Degas’ „Jockey“ und Jeff Walls „Citizen“ auf „Altstadt Square“ von
Carl Andre oder auf die
Landschaft bei Haarlem von Jan van Kessel? Und führt wirklich ein
Weg von Hodlers
„Mutigem Weib“ über Giacomettis „Grande femme“ zu „Nini’s Painting“
von Cy Twombly
oder zu „Storage Capsule for the Rigth Rear Quarter of My Body“ von
Bruce Nauman? Auf
diese Weise ist ein Bild zum anderen gekommen, haben sich
vielfältige, unerwartete, zum
Teil flüchtige Beziehungen aufgetan, zahlreiche Mikrodialoge sind in
Gang gekommen, bis
schliesslich der Essay „Holbein bis Tillmans“ fertig war.
Stellt sich das beschriebene Moment der unerwarteten Berührungen bei
allen Typen von
Bilddarstellungen, in allen Bildgattungen ein? Mag sein, in der
einen oder anderen Weise.
Faktum aber ist, dass hier nur zwei Bereiche von Darstellungen
vorkommen. Die eine dreht
sich um die Wahrnehmung der Aussenwelt in der Darstellung von
Personen und Dingen, und
zwar Dingen, die Menschen nutzen, sich angeeignet haben oder selber
herstellen – ausgehend
von Porträt und Stillleben. Die andere Gruppe beschäftigt sich mit
der Orientierung in
der Welt in der Darstellung von Orten, Räumen und Figuren.
Die Konzentration auf nur zwei und gerade auf diese zwei Gruppen von
Darstellungen
verdankt sich weder einem Zufall noch Willkür. Sie steht zum einen
in Zusammenhang mit
der spezifischen Struktur der Öffentlichen Kunstsammlung Basel, die
gewichtige Schwerpunkte
in diesen Bereichen aufweist, während andere Bereiche wie zum
Beispiel religiöse
und profane Historienbilder wenig prominent vertreten sind.
Entscheidender noch als die
Struktur der Sammlung ist jedoch der zeitgenössische Blick, mit dem
wir diese Bilder
(an)sehen, und der geprägt ist von Anliegen und Fragen, die uns
heute beschäftigen. Allen
voran ist es der Wunsch und die Notwendigkeit, sich in einer immer
komplexer und
unfassbarer werdenden Realität zurechtzufinden. Dazu bieten sich
mehr und mehr
Möglichkeiten an, in Wissenschaft, Technik und Kommunikation. Die
Orientierung über die
Sprache und über Bilder bleibt dabei das elementarste und jedem
zugängliche Vermögen.
Die Orte und Räume, in denen wir leben, und die Personen und Dinge,
die uns umgeben,
bieten sich als elementare Schauplätze der Reflexion und Imagination
an. Sie haben die
Frage nach dem „Woher kommen wir?“ und „Wohin gehen wir?“ zwar
keineswegs überflüssig
gemacht, aber ihre Dringlichkeit verblassen lassen, und sind ihr
zumindest
ebenbürtig geworden. Dieser Prozess hat in der Neuzeit eingesetzt,
vielleicht mit der
Selbstvergewisserung im Porträt des 16. Jahrhunderts, und er ist bis
heute noch immer und
immer neu aktuell. Möglich, dass das Moment der unerwarteten
Berührungen von Bildern
aus verschiedenen Epochen und Zusammenhängen, das diesen Bilderessay
und die
Ausstellung geleitet hat, ein Ausdruck davon ist."
Inhalt
In der diesjährigen Ausstellung „Holbein bis Tilmans“ treffen im
Schaulager gegen 200
Gemälde und Skulpturen aus der Sammlung des Kunstmuseums Basel, die
zwischen 1500
und heute entstanden sind, aufeinander. Zu ihnen gesellen sich
einige Werke aus
Privatbesitz und dreissig Werke aus der Sammlung der mit dem Museum
verbundenen
Emanuel Hoffmann-Stiftung. Mit der Ausstellung betritt das
Schaulager, das sich bisher
ausschliesslich zeitgenössischer Kunst gewidmet hat, für einmal
andere Wege.
Äusserer Anlass für das ungewöhnliche Projekt ist die grosse Van
Gogh-Ausstellung im
Kunstmuseum, die es notwendig machte, dass Teile der dortigen
Sammlung ausgelagert
werden mussten. Als Antwort auf diese Situation kam vom Schaulager
der Vorschlag, diese
Werke aufzunehmen, jedoch nicht zu lagern, sondern sie zusammen mit
weiteren Werken in
einer Ausstellung zu präsentieren. Das Kunstmuseum ist auf diesen
Vorschlag eingegangen
und hat damit zum ersten Mal in seiner langen Geschichte und wohl
auch zum letzten Mal
eine derart grosse Zahl von bedeutenden Leihgaben bewilligt.
Darunter befinden sich lange nicht gesehene Werke aus dem Depot
ebenso wie vertraute
Meisterwerke von Cranach bis Holbein, von Arnold Böcklin bis
Ferdinand Hodler, von Edgar
Degas über Paul Cézanne bis zu Giacometti und von Andy Warhol über
Joseph Beuys und
Bruce Nauman bis zu Jeff Wall und Wolfgang Tillmans. Sie alle haben
auf Zeit ihre gewohnte
Umgebung verlassen und sich im Schaulager eingefunden.
Im Schaulager ist die Sammlung ganz Ausstellung geworden. Ein
grosser Fundus an
Bildern, von denen jedes um seiner selbst willen ausgewählt worden
ist – handverlesen,
explizit erwünscht, für besonders schön oder besonders attraktiv
oder besonders
geheimnisvoll befunden. Die ausgewählten Werke – Gemälde,
Skulpturen, Videoarbeiten und
Installationen – umfassen eine weite Zeitspanne vom 15. bis ins 21.
Jahrhundert. Ausserhalb
ihrer gewohnten Umgebung und jenseits der klassischen Museumsordnung
zeigen sie sich
von anderen, unerwarteten Seiten.
Ein Teil der Gäste ist im Zustand des noch ungeschliffenen
Rohmaterials, lediglich grob
sortiert, für die Ausstellung bewahrt worden. Ausgebreitet an einer
monumentalen Wand
hängen die Bilder neben-, unter- und übereinander – als verlockender
Schatz für die
Einbildungskraft. Diese Wand bildet den Rahmen für die Ausstellung.
Das Konzept der Ausstellung baut darauf auf, die Bilder – seien sie
zeitgenössisch oder
historisch – bewusst mit Augen von heute anzuschauen. Aus dieser
Perspektive entstehen
überraschende und unerwartete Beziehungen zwischen Werken, die sonst
nicht zusammen
gesehen werden. Die Bilder treten in einen Dialog zueinander und
machen so sichtbar, dass
gewisse Themen und Fragen immer wieder aktuell werden können.
Als Kern des spannungsvollen Bilderreigens haben sich zwei
Schwerpunkte herausgebildet,
welche die Ausstellung gliedern: die Wahrnehmung der uns umgebenden
Welt im Blick auf
Personen und Dinge (ausgehend vom Porträt und vom Stillleben), und
die Orientierung des
Menschen in der Welt (ausgehend vom Landschaftsbild und von der
stehenden Figur). Die
Orte und Räume, in denen wir leben, und die Personen und Dinge, die
uns umgeben, sind
schon in der Neuzeit zu elementaren Schauplätzen der Reflexion und
Einbildungskraft
geworden. Sie sind es bis heute, immer von neuem und immer anders –
das zeigt die
Ausstellung „Holbein bis Tilmans“.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in der noch jungen Reihe der
Schaulager-Hefte. Im
Katalog sind sämtliche Werke in Farbe abgebildet, er enthält eine
Einführung sowie
erläuternde Kommentare zu den Stationen der Ausstellung und zu
einzelnen Werken.
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