|
schaulager-schwabe10-6barney
<< Schaulager: Matthew Barney & Neville Wakefield Kurator “Prayer
Sheet with the Wound and the Nail”. 12. 6. bis 3. 10. 2010 >>
.JPG) .JPG) .JPG)
Öffnungszeiten Di, Mi, Fr 12 – 18 Uhr Do 12 – 19 Uhr Sa, So 10 – 17
Uhr. Nationalfeiertag 1. August 10 - 17 Uhr
Die Publikation erscheint in der Reihe Schaulager-Hefte.
Herausgegeben von der Laurenz-Stiftung, Schaulager Basel
172 Seiten, 200 Abb., davon über 160 in Farbe; 21 cm x 29.7 cm,
Broschur mit Schutzumschlag; Deutsch und Englisch; ISBN
978-3-9523403-3-2 ; CHF 35.- / Euro 24.-
Schaulager und Schwabe Verlag 2010, Basel.
www.schaulager.org;
www.schwabe.ch
Fazit, vorangestellt
Zwei Persönlichkeiten, Dädalus >Neville Wakefield < (vordergründig
Initiant und Berater) und Odysseus auch Jonas im Wal,>Matthew Barney<
(vordergründig künstlerischer Realisator) begeben sich auf eine
Zeit- und Schiffsreise, die sie “Prayer Sheet with the Wound and the
Nail”. bezeichnen.
Barney luv- und Wakefield lee-seits positioniert.
Es entstehen dabei polimorphe und transdiziplinär-multimediale
Tätigkeiten als religiös- bis mythisch-masochistische
Empfindungsströme....JPG)
Ist Barney ein Ästhetischer Feldforscher,
Ich-Archäologe und/oder Abenteurer, sind
beide Zeitreisende vom Altertum bis zu heute im Hier und Jetzt im
Schaulager und historischen Umfeld von Basel... und Europa?
Mit der Positionierung zu 70 Holzschnitten, Stichen und
Zeichnungen aus dem 16. und frühen 17. Jahrhundert und bis heute*
dem Hier und Jetzt? Ja.:
" Prosamen finden, tagtäglich auf meinem Weg - so Barney ",
(wir ergänzen) mit verschiedensten Marter-Werkzeugen, Fesselungen
und Behinderungen, neben dem christlichen Martyrien an das
Höhlengleichnis Platons der untersten Schatten-Stufe der
Körperfixierung erinnernd mit den begleitenden *Stilformen*
- unserer SEH-FAHRT/Bewegtheit - bis in den Tod und danach... Auferstehung,
Wiederkunft...? m+w p.10-6
Jedenfalls auch ein Platon-Gleichnis:
www.kultur-punkt.ch/_vti_bin/shtml.dll/suchen.htm;
www.kultur-punkt.ch/akademie4/
*Hervortretende Stilformen und ihre Verortung*.JPG)
zeigen eine polimorphe und transdiziplinäre Tätigkeit als
Empfindung:
Ihr Einfluss vom Genius Loci verortet und manifestiert sich von
Yale-Basel-Dornach bis Wien-Paris
Franz Herberth, Druckgrafik-Professor, Wien, dazu: " Man kann sich
auch mit der linken Hand am rechten Kopfrand kratzen.."
Yale
David Joselit, Yale University:
Dornach
im Lichtseelenprozess
http://www.goetheanum.org/
www.rudolf-steiner.com
http://www.anthroposophie.net/steiner/bib_steiner_lichtseelenprozess.htm
>Soul Moving Art
/Seelenbewegte Kunst
London*- Wien
Diskurs zwischen dem englischen Freud-Psychoanalytikers und Autors
Adam Phillips* mit Matthew Barney
vertiefen die Dokumentation...
Franz Herberth, ein hervorragend sozialästhetisch-vernetzender
Humanist und sozialer Demokrat..
Druckgrafik-Professor in 50-60er Jahren (Wiener Akademie für
angewandte Kunst) heute völlig vergessen...
Rudolf Schwarzkogler,
Wiener Aktionismus (Wiener Akademie für angewandte Kunst)
http://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Schwarzkogler
...
Mühl, Nitsch, Rainer
http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Mauer >Leiter
Galerie nächst St. Stephan
Wiener Akademie der bildenden Künste
Herbert Boeckl, Wiener Akademie der bildenden Künste
http://de.wikipedia.org/wiki/Herbert_Boeckl
>Aktzeichnen
Helsinki
Alvar Aalto's Linienführung im Erstentwurf seiner Architektur wirkt
im 6B Duktus öfters an die Strichführung
Barney's im Wellengang auf Schiff...
Berlin-Wien-Paris
Informel
http://de.wikipedia.org/wiki/Informelle_Kunst
Wols / Alfred Otto Wolfgang Schulze, Informel-, Tachismus- Artist
http://de.wikipedia.org/wiki/Wols
Georges Mathieu * 1921, abstrakter Espressisonist / Informel / Body
Moving Art / Körpermuskelbewegte Kunst
http://www.georges-mathieu.de/
http://wwar.com/masters/m/mathieu-georges.html
Josef Beuys,
geomantisch-informelle Konzeptionen
http://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Beuys
m+w p.10-6
***
INHALT
Überblick: Stephan Graus,
Isabel Friedli
Einführung: Neville Wakefield, New York
Vortrag: David Joselit, Yale University:
Drawing Restraint - Reihe: 2, 7, 9, 17, 18;
Publikation: Schaulager-Schwabe Verlag
***
Überblick
Das Schaulager präsentiert dieses Jahr die Drawing Restraint-Reihe
von Matthew Barney.
"Drawing Restraint" ist eine bisher 16teilige Serie von
Performances, in denen Matthew
Barney in einem Environment von selbstauferlegten physischen und
psychischen Widerständen
zeichnerische Markierungen setzt. Aus diesen Performances
hervorgegangene
Arbeiten wie Skulpturen, Schauvitrinen, Zeichnungen und Videos
werden in der
Schaulager-Ausstellung Kunstwerken der nördlichen Renaissance
gegenübergestellt.
Die Trägerstiftung des Schaulagers, die Laurenz-Stiftung, erwirbt
gemeinsam mit dem
Museum of Modern Art, New York Matthew Barneys Archiv der
Performance-Reihe. Dank
dem gemeinsamen Ankauf der beiden Institutionen kann das Drawing
Restraint Archiv
erstmals in seiner Gesamtheit der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Matthew Barney (geb. 1967), ist einer der vielseitigsten US-Künstler
seiner Generation, und
er ist vor allem durch seine grossangelegten Film- und
Performance-Zyklen "Cremaster"
und "Drawing Restraint" bekannt geworden. Seine Werke werden seit
1996 von der Emanuel
Hoffmann-Stiftung angekauft, in deren Sammlung er heute mit einer
grösseren Werkgruppe
– Filme, Skulpturen und Zeichnungen – vertreten ist. Sein
künstlerisches Schaffen verbindet
in all seinen Ausprägungen das Bestreben, inneren Zuständen
verbindliche Gestalt zu
verleihen.
„Die Form kann nur dann Gestalt annehmen, wenn sie gegen einen
Widerstand kämpft“,
lautet die Grundposition von "Drawing Restraint" (sinngemäss etwa:
‚verhindertes Zeichnen‘
oder ‚Zeichnen unter erschwerten Bedingungen‘). Diese von Matthew
Barney bereits 1988
begonnene Reihe künstlerischer Aktionen war zunächst so angelegt,
dass ihre Einrichtungen
die Leichtigkeit des Zeichnens durchkreuzten. Die ersten "Drawing
Restraint"-Performances
bestanden aus eigens entwickelten Apparaturen mit Rampen, Schrägen,
elastischen Gurten
und Hindernissen, die ausdrücklich dem Zwecke dienten, die
Kunstfertigkeit des Künstlers
einzuschränken. Die akkurat choreographierten Performances kreisen
um Aspekte wie
Kraftanstrengung, Überwindung von Widerständen, Aufstieg und Fall,
und experimentieren
mit dem Körper und seinen Grenzen. Im Verlauf der weiteren
Entwicklung der Serie wurde
das Setting der Performances dann immer ausgefeilter und die
Erzählungen immer
allegorischer.
Aus den Performances entstammen Objekte, die als "sekundäre Formen“
- Zeichnungen,
Skulpturen, Vitrinen oder Fotografien - bestimmte Aspekte der
Handlung verfestigen und die
als narrative Skulpturen für die einmaligen Performances stehen.
Zudem ist jede Aktion auf
Video oder Film dokumentiert.
Das so genannte "Drawing Restraint Archiv" umschliesst Skulpturen,
Schauvitrinen, Videos
und Zeichnungen. Das Archiv ist im Schaulager Ausgangspunkt einer
bedeutend weiter gefassten
Ausstellung mit Werken aus dem Besitz der Emanuel Hoffmann-Stiftung
und zusätzlichen
Leihgaben. Matthew Barneys Arbeiten treten hier in einen Dialog mit
Kunstwerken
der christlichen Ikonographie von Martin Schongauer, Albrecht Dürer,
Urs Graf, Hans
Baldung, gen. Grien und weiteren mehr. Bei der Gegenüberstellung von
Werken der Alten
Meister und des Drawing Restraint-Archivs geht es aber nicht darum,
eine Parallele
zwischen der irdischen und religiösen Bildtradition zu ziehen. Die
Anordnung versteht sich
vielmehr als Versuch, latente Bedeutungsinhalte im Werk von Matthew
Barney sichtbar zu
machen. Es sind dies Aspekte wie Kraftanstrengung, Überwindung von
Widerständen,
Aufstieg und Fall, die auch in den Bildfindungen der christlichen
Ikonographie eine eigene
Tradition entwickelt haben.
Die Ausstellung gliedert sich im Schaulager in zwei Geschosse. Im
Erdgeschoss wird das
gesamte Drawing Restraint-Archiv ausgebreitet, kontrapunktiert von
über 70 Holzschnitten,
Stichen und Zeichnungen aus dem 16. und frühen 17. Jahrhundert. Im
unteren Bereich
werden drei zu "Drawing Restraint 9" gehörende monumentale
Skulpturen – Torii, Cetacea,
Occidental Restraint – sowie eine neue Arbeit mit vier Gemälden
Alter Meister präsentiert.
Die Ausstellung wird von Neville Wakefield kuratiert, den das
Schaulager als Gastkurator für
diese Ausstellung verpflichten konnte. Der in New York lebende Autor
und Ausstellungsmacher
ist ein intimer Kenner von Matthew Barneys Werk und er realisiert
das Ausstellungsprojekt
in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler und dem Team des
Schaulagers.
Im Rahmen der Ausstellung, die nur im Schaulager zu sehen ist,
werden zwei neue Arbeiten
von Matthew Barney der Öffentlichkeit vorgestellt: Drawing Restraint
17 und Drawing
Restraint 18, die im Mai 2010 im Schaulager geschaffen worden sind.
Einführung
Neville Wakefield, Kurator der Ausstellung
So wie die Kunst des Mittelalters aus dem Leib Christi ein ganzes
Panorama spiritueller
Rückschlüsse zog, hat auch Matthew Barney seinen eigenen Leib und
die Körper anderer
dazu verwendet, um eine säkulare Theologie künstlerischen Schaffens
zu entwickeln.
Matthew Barney: Prayer Sheet with the Wound and the Nail führt die
beiden Traditionen
zusammen, die durch die Ikonografie und Glaubenssysteme eines halben
Jahrtausends
getrennt sind. Indem sie einen Dialog zwischen den Meistern der
Renaissance nördlich der
Alpen und den Skulpturen, Videos und Zeichnungen des Drawing
Restraint Archivs eröffnet,
präsentiert die Ausstellung eine Sicht des Körpers samt den
Geschichten der ihm auferlegten
Beschränkungen und Leiden, als Urquell aller – weltlichen und
religiösen – Versuche,
die Grenzen unseres Seins zu überwinden.
Die noch während des Studiums in Yale begonnenen Drawing
Restraint-Arbeiten waren
zunächst als „Vorrichtungen“ gedacht, „um die Leichtigkeit des
Zeichnens zu durchkreuzen“.
Frühe Werke bestanden aus Environments mit Rampen, Schrägen,
elastischen Gurten und
Hindernissen, die ausdrücklich dem Zweck dienten, die
Kunstfertigkeit des Künstlers einzuschränken.
Indem es dem Widerstand der Schwerkraft und Beschränkung abgerungen
war,
repräsentierte jedes Zeichen die mit seiner Entstehung verbundene
physische Anstrengung
und damit auch die für unser Dasein als körperliche Wesen überhaupt
charakteristischen
Zyklen der Anstrengung, Erschöpfung und Erholung. Im Verlauf der
weiteren Entwicklung
des Werks wurde auch der Apparat, dem dieses seine Existenz
verdankt, aufwendiger und
das Narrativ der gezeichneten Form zunehmend allegorischer. Drawing
Restraint 9, ein
Werk von Spielfilmlänge, ist als Widerpart zur kulturellen
Schwerkraft Japans in der Nachkriegszeit
konstruiert. Die Spannungen, die das besetzte Kulturgefüge belasten
und behindern,
werden hier in Form der blutigen Ernte der Walfangindustrie
geschildert. In einem
Finale, bei dem die Gäste ihr eigenes Fleisch abstreifen, um sich
mit dem Leib des gejagten
Wales zu vereinen, kommt Barneys Interesse an extremer
Körperlichkeit den mit der christlichen
Passion verbundenen Reue- und Wandlungsgeschichten besonders nahe.
Vor dem
Hintergrund dieser historischen und religiösen Schilderungen grosser
Opfer und grosser
Barbarei tritt das Himmelstürmerische der zeitgenössischen Hybris
und Barneys eigene
Auseinandersetzung mit dem komödiantischen Scheitern besonders
deutlich hervor.
Prayer Sheet with the Wound and the Nail folgt der Schnittlinie
verschiedener Zeitalter und
ihrer Annäherung an den sakralen und den profanen Leib. Die
Schwierigkeit für religiöse
Kunst, ja für die Religion selbst, bestand schon immer darin, einem
inneren, moralischen
oder spirituellen Zustand Gestalt zu verleihen. Während das Judentum
auf diese Schwierigkeit
mit dem Verbot von Götzenbildern reagierte, entwickelte die
christliche Ikonografie eine
Bildsprache, für die die Spuren des Geistes dem sterblichen Fleisch
eingeschrieben sind. Am
bekanntesten sind die narrativen Passionszyklen, für die hier die
Holzschnitte und Stiche
Albrecht Dürers stehen. Daneben finden sich weniger bekannte Werke
jener Zeit von Hans
Baldung gen. Grien, Lucas Cranach, Urs Graf, Hendrick Goltzius,
Hieronymus Wierix und
anderen, bei denen allegorische und religiöse Impulse mit der
gezeichneten, gestochenen
oder radierten Form Hand in Hand gehen. Die Konfrontation von
Werken, die diese Tradition
repräsentieren, mit der Drawing Restraint-Serie erfolgt weniger in
der Absicht, Parallelen
zwischen Säkularem und Religiösem, Sakralem und Profanem zu ziehen,
als einen Dialog
zwischen den inneren und äußeren Einschreibungen des Fleisches und
unserem Ringen,
diese auf die Welt zu projizieren, zu eröffnen.
Die Drawing Restraint-Reihe (restraint: Zurückhaltung, Erschwernis,
Behinderung, Hemmung...)
umfasste bis anhin 16 Teile.
Das so genannte Drawing Restraint Archiv umschliesst die aus
den Performances hervorgegangene Skulpturen, Schauvitrinen,
Videos und Zeichnungen. Diese, sowie 3 monumentale
Skulpturen, treten in einen Dialog mit über 70 Kunstwerken
der nördlichen Renaissance (z.B. von Martin Schongauer,
Urs Graf, Lucas Cranach und weiteren mehr).
Im Rahmen der Ausstellung, die nur im Schaulager zu sehen
ist, werden zudem zwei neue Arbeiten von Matthew Barney
der Öffentlichkeit vorgestellt: Drawing Restraint 17 und
Drawing Restraint 18, die im Mai 2010 exklusiv im
Schaulager geschaffen worden sind.
Drawing Restraint 2
ist eine Weiterführung von DRAWING RESTRAINT 1. Längere und
schwerere Zeichnungsinstrumente sowie schwierigere Rampen wurden bei
dem Erstellen der Zeichnungen verwendet. Eine Variation wurde auf
Hockeyschlittschuhen durchgeführt. Drawing Restraint 2 war eine
Meditation über den Wunsch, Spuren zu hinterlassen und über die
Bändigung dieses Wunschs. Endgültige Zeichnungen wurden nicht
gemacht.
Drawing Restraint 9
Spielfilm von Matthew Barney, Soundtrack komponiert von
Björk. Darsteller: Matthew Barney, Björk, Mayumi Miyata,
Shiro Nomu. Japan/USA 2005, 135 Minuten.
Vorführung im Rahmen der Ausstellung täglich (ausser
montags), 14 Uhr, Schaulager Auditorium
CREMASTER Nicht in chronologischer Reihe entstanden, bilden die fünf
Teile des Cremaster Cycle ein in sich geschlossenes,
ästhetisches Ganzes. Neben Barney selbst treten in diesem
Werk namhafte Persönlichkeiten wie Norman Mailer, Ursula
Andress, Aimee Mullins und viele andere auf.
Drawing restraint 17
Zweikanal-Video, Farbe, ohne Ton, ca. 30 Minuten
„Drawing Restraint 17“ erzählt ein komplex allegorisches Narrativ.
Ausgehend von dem
eindrücklichen Gemälde von Hans Baldung, gen. Grien „Der Tod und die
Frau“, das in der
Ausstellung zu sehen ist, entwickelte Barney die Idee zu einem Film,
der die Grundelemente
der“ Drawing Restraint“-Serie in der lokalen Basler Umgebung
verankert. Zum ersten Mal
übernimmt nicht Barney selbst, sondern eine junge Frau, die Rolle
der sich gegen bewusst
auferlegte Widerstände abmühenden Hauptfigur.
„Drawing Restraint 17“ ist auf den LED-Wänden des Schaulagers als
erstes Werk der Ausstellung
zu sehen. Es wird im Untergeschoss mit seiner als „sekundäre Form“
eingerichteten
neuen Skulptur verankert: die letzte Einstellung des Films zeigt
eine forensische,
in Zeitlupe laufende Nahaufnahme der jungen Frau, die durch ein
Velum in einen fünfeckigen
Holzrahmen fällt und damit eine neue Skulptur formt.
Drawing Restraint 18
Die Performance „Drawing Restraint 18“ wurde im Mai 2010 von Matthew
Barney als ein
Altarbild im von basilikaler Architektur inspirierten Grundriss der
„Prayer Sheet with the
Wound and the Nail“-Ausstellung im Schaulager Basel durchgeführt.
Das Trampolin von
„Drawing Restraint 6“ kam noch einmal zur Verwendung und wurde mit
einem Keil aus
Kiefernholz in einem 26-Grad-Winkel aufgestellt und neben der Wand
platziert. Am obersten
Punkt jedes Sprunges vom schräg gestellten Trampolin aus wurden
vertikale Markierungen
auf der Rückwand angebracht. Die Länge jeder Markierung hält den
Abwärtsfall ausgehend
von der erreichten Höhe jedes Versuches fest.
Vortrag:
David Joselit, Yale University:
Drawing Restraint 1 -18, Vortrag in englischer Sprache
Das detaillierte Programm wird in der Tagespresse und auf
www.schaulager.org publiziert.
Die Publikation
zur Ausstellung im Schaulager Basel dokumentiert Matthew Barneys
Performance-Reihe DRAWING RESTRAINT wie auch mehrere seiner
Gross-Skulpturen in
Texten und zahlreichen Abbildungen. Barneys Arbeiten werden dabei
einer ausgesuchten
Gruppe von Arbeiten auf Papier und Gemälden der nördlichen
Renaissance mit christlicher
Ikonographie gegenübergestellt.
Essays des Ausstellungskurators Neville Wakefield (New York) und des
Altmeister-Kurators
des Kunstmuseums Basel, Bodo Brinkmann, sowie ein ausführliches
Gespräch des
englischen Psychoanalytikers und Autors Adam Phillips mit Matthew
Barney vertiefen die
Dokumentation.
Eine grossformatige Bildstrecke bietet Einblick in die Räume der
Ausstellung im Schaulager.
Das bebilderte Verzeichnis aller ausgestellten Werke sowie ein
weiterführendes Literaturverzeichnis
ergänzen den Katalog.
***
|