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Fünfkirchen: „Kulturhauptstadt Europas 2010“>>
Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/P%C3%A9cs
Inhalt
Pécs ist Bischofssitz und Sitz der Universität Pécs sowie
Zentrum der Donauschwaben und Heimat von neun ethnischen
Minderheiten mit eigenen Selbstverwaltungen.
Die deutsche Minderheit in der Gegend um Pécs spricht Mundarten des
Fuldaer Landes. Die deutschen Auswanderer, die dort in etwa zwanzig
Dörfern lebten, waren Ende des 18. Jahrhunderts nach Ungarn
ausgewandert. Sie nennen sich selber „Stiffoller“, was hochdeutsch
Stiftsfuldaer bedeutet, da ihre Vorfahren dem Hochstift Fulda
entstammten.
Pécs gilt als eine der schönsten Städte Ungarns, seine
klimatisch begünstigte Lage am Fuße der Mecsek-Berge und die
zahlreichen Baudenkmäler verleihen dem Ort eine ausgesprochen
mediterrane Atmosphäre. Am 19. Oktober 2005 gewann die Stadt die
nationale Vorausscheidung für den Titel „Kulturhauptstadt Europas
2010“ und wird nun, wie auch Essen und Istanbul, dieses
Kulturhauptstadtjahr ausrichten.
Im dritten Jahrhundert war Pecz bereits eine bedeutende Stadt der
Provinz Pannonien. Später hieß es (lat.)Quinque Ecclesiae („fünf
Kirchen“), woraus sich ihr späterer deutscher Name Fünfkirchen
herleitet.
Pécs ist eine der ältesten Städte Ungarns und war bereits zu
vorgeschichtlicher Zeit ein Siedlungsort. Zur Zeit der römischen
Herrschaft war die Stadt unter dem Namen Sopianae seit dem dritten
Jahrhundert eine bedeutende Stadt der Provinz Pannonien. Später hieß
es (lat.)Quinque Ecclesiae („fünf Kirchen“), woraus sich ihr
späterer deutscher Name Fünfkirchen herleitet. Der heutigen
Name der Stadt ist erstmals 1235 in einer Urkunde als Pechut (‘Pécser
Weg’) aufgetaucht. 1290 wurde die Stadt in einer Urkunde Peech
genannt. Die Bedeutung des Namens ist nicht klar. Es gibt mehrere
Theorien.
1367 gründete König Ludwig der Große die erste ungarische
Universität, zur damaligen Zeit eine der ältesten Universitäten
Mitteleuropas. Das universitäre Leben ist rege und international
anerkannt. Von 1543 bis 1686 stand Pécs unter türkischer Herrschaft,
aus dieser Zeit sind viele Baudenkmäler gut erhalten geblieben und
inzwischen renoviert.
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