Onlinejournal    Kultur . >        < Suchen  > > >   Finden  >

 

kmw12-1baumeister

Kunstmuseum Winterthur
Museumstrasse 52
CH-8400 Winterthur
Tel. +41 (0)52 267 51 62
Fax +41 (0)52 267 53 17
www.kmw.ch;  www.march.es;  
www.mart.tn.it;
info@kmw.ch;  


<< Kunstmuseum Winterthur: Ausstellung Willi Baumeister . Gemälde und Zeichnungen 28. Januar - 22. April 2012 >>

Kurzinhalt
Mit den Ausstellungen Fausto Melotti und Die ersten Jahre beginnt das Kunstmuseum Winterthur eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Kunst der
Nachkriegsjahrzehnte. Auf die Werke Melottis antwortet die für den Frühling 2012 geplante Ausstellung seines deutschen Zeitgenossen Willi Baumeister (1889–1955):
Beiden Künstlern ist gemeinsam, dass sie im Kontext der Avantgarden der zwanziger und dreissiger Jahre ihr Werk entwickelten, dass sie dessen Geist über den
Zweiten Weltkrieg hinaustrugen und ein beeindruckendes Spätwerk schufen. Mit fünfzig Gemälden und fünfzig Zeichnungen, die alle aus dem Besitz der Familie des
Künstlers stammen, wird ein konzentrierter Überblick über Baumeisters Werk gegeben, das in der Winterthurer Sammlung zahlreiche Berührungspunkte findet – etwa
bei Braque, Léger, Picasso, Kandinsky, Meyer-Amden und Schlemmer. Die Ausstellung wird organisiert in Zusammenarbeit mit der Fundación Juan March in Madrid.
 

Der Protagonist
Willi Baumeister (1889–1955) aus Stuttgart ist einer der bedeutendsten Vertreter der historischen Avantgarden in Deutschland. Kennzeichnend für seine Tätigkeit ist der lebendige Austausch mit Künstlerpersönlichkeiten in ganz Europa. Aus der Studienzeit an der Stuttgarter Akademie, die er gemeinsam mit Oskar Schlemmer verbrachte, datiert die Freundschaft mit dem Schweizer Otto Meyer-Amden. Zu Beginn der zwanziger Jahre knüpfte Baumeister Kontakte mit Le Corbusier, dessen Auffassung von der Integration der Malerei in die Raumgestaltung ihn faszinierte. Reisen nach Paris brachten Begegnungen und Austausch mit Léger, Arp und Mondrian. Baumeisters Wege führten auch zu den Mailänder Abstrakten und nicht zuletzt zu den Schweizer Kollegen Camille Graeser und Max Bill.
Baumeister zählt zu den seltenen deutschen Künstlern, denen es gelang, die Vorstellungen und Hoffnungen der Moderne über die Zeit der politischen Unterdrückung und des Zweiten Weltkriegs hinwegzuretten und so in den Nachkriegsjahren den Grundstein für die künftige künstlerische Entwicklung zu legen. Von der konstruktiven Kunst der 1920er Jahre führte sein Weg zu den verspielten Sportbildern der 1930er Jahre. Während der Isolation der Kriegszeit fand er seine Inspiration in den Mythen der Urgeschichte und in den frühesten künstlerischen Zeugnissen, der Höhlenmalerei. Diese Erfahrungen führten Baumeister nach Kriegsende zu neuen Maltechniken und gestischen Gestaltungen. Damit trat er als ein Künstler auf, der sich auch im Alter noch immer erneuerte, und als Lehrer entfaltete er erneut starke Wirkung auf eine jüngere Generation.

Mit etwa fünfzig Gemälden und fünfundzwanzig Zeichnungen von 1914 bis ins Todesjahr gibt die Ausstellung einen konzentrierten Überblick über Baumeisters Schaffen. Die Werke stammen fast vollständig aus dem Nachlass des Künstlers, der vom Archiv Baumeister im Kunstmuseum Stuttgart betreut wird.

Die Ausstellung wurde organisiert in Zusammenarbeit mit der Fundación Juan March in Madrid; sie war bereits im Museu Fundación Juan March in Palma zu sehen und wird zum Schluss im MART Museo di arte moderna e contemporanea di Rovereto e Trento gezeigt. Sie wird unterstützt von der Credit Suisse, Partner des Kunstmuseum Winterthur.

 

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit einer Einführung zum Werk von Willi Baumeister und mit Beiträgen über seine Beziehungen zur Schweiz, zu Italien und zu Spanien. Die Aufsätze wurden verfasst von Hadwig Goez, Elena Pontiggia, Martin Schieder, Dieter Schwarz. Texte des Künstlers runden die Publikation ab. 188 Seiten, 80 Farbabbildungen, zahlreiche Textabbil-dungen, Fadenheftung, broschiert. CHF 40.-
Die
Vernissage
findet am Freitag, 27. Januar 2012, 18.30–20.30 Uhr, statt. Es sprechen

Dr. Dieter Schwarz und Otto Schneider, Botschaftsrat, Botschaft der Bundesrepublik Deutschland.

 


 


Um diesen Artikel zu drucken markieren Sie ihn bitte mit gedrückter Maustaste und kopieren ihn in Ihr
Textverarbeitungsprogramm z.B. Word. !

Copyright © 1999 - 2012 [kultur-punkt.ch]. Alle Rechte vorbehalten.

.