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Online-Publikation:
November 2008 im Internet-Journal <<kultur-punkt.ch>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< Paula Rae Gibson : diary of a lov addict >>
Festeinband in Kunstleder, 24 x 30 cm, 120 Seiten, 129
Farbabbildungen, ISBN 978-3-936636-76-5, 44 Euro
Kehrer Verlag Heidelberg 2006;
www.kehrerverlag.com
Inhalt
Das Verarbeiten von persönlichen Erlebnissen steht im Mittelpunkt
der fotografischen Arbeit Paula Rae Gibsons. Neben den oftmals mit
Chemikalien nachträglich behandelten und teilweise collagierten
Fotografien notiert die Künstlerin Wörter und Verse – poetische
Fragmente, die versuchen, dem fotografischen Bild seine Sprache
wiederzugeben. diary of a love addict ist eine Reise der Intimität,
der Trauer, radikal subjektiv. Ein Versuch, das Vergängliche
festzuhalten, ohne die Sehnsucht auszulöschen. Mit dem Medium, das
wie kein anderes dafür geeignet ist, Zeit gefrieren zu lassen und
sich der Sterblichkeit zu widersetzen.
Künstlerin
Paula Rae Gibson (*1968 in London) begann nach einem schweren
Autounfall als Autodidaktin mit der Fotografie. Bisherige
Ausstellungen in der Gallery Articus in London (1993), Bolivar Hall,
London (1994), Cassian de Vere Colé, London (1995), Galerie Dorothée
de Paux, Brüssel (1996), Gallery in Cork Street, London (1998),
Gallery media rare, Los Angeles (2001).
Fazit
Retrospektiver Blick in Schreibmaschinenschrift, verstohlen,
verschämt- warum ? - wundervolle Bewegungs- oder
Verblichenheits-Unschärfe in den Fotografien erzählen die Geschichte
einer Liebe, beinahe masochistisch ästhetisch berührend und
individuell collagiert: Ein Flickenteppich einer sich erinnernden,
verlorenen Liebe. Und vom Verlag Kehrer in behutsamer Weise geformt,
durch gerundete Ecken an alte Fotopostkarten erinnernd, präsentiert.
w.p. 08-11 |