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Online-Publikation: Februar 2009 im Internet-Journal
<<kultur-punkt>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< Yves Netzhammer . Vorwort von Wulf Herzogenrath, Text von
Julia Draganovic, Nils Röller, Sabine Maria Schmidt, Tim Zulauf
>>
Deutsch, Englisch . 216 Seiten, 489 Abb., 23,80 x 31,70 cm,
gebunden, ISBN 978-3-7757-2318-3, € 39,80CHF 69,00
Hatje Cantz Verlag, Ostfildern, 2009;
www.hatjecantz.de;
Inhalt
Yves Netzhammers Arbeiten für die 52. Biennale Venedig und die
Begleitausstellung zur documenta 12 im Jahr 2007 sind international
breit wahrgenommen worden. Der Künstler (*1970 in Schaffhausen)
schafft komplexe, verstörende Bildwelten mit zahlreichen Referenzen
zur Kunstgeschichte, in denen sich Zeichnungen, Architektur,
computergenerierte Videobilder und Sound durchdringen. Menschen,
Tiere, Pflanzen und Dinge fließen beständig ineinander, verwandeln
sich zu neuen, rätselhaften Wesen. Angenehmes ist verzahnt mit
Unangenehmem, Totes verschmilzt mit Lebendigem. Mit seinen Werken
suche er, so der Künstler, nach Bildern, die jeder im Kopf hat, ohne
sie zu kennen. »Es geht um die Chance des Bildes in einer vom
Verstehen regierten Welt«, und darum, »nach den Mustern unserer
Wahrnehmung zu suchen, nach diesem untergründigen Parallelsystem, in
dem sich unsere Wünsche und Ängste, unsere Vorurteile und
Ambivalenzen verstecken.«
Reich bebildert dokumentiert das Buch die jüngsten Arbeiten Yves
Netzhammers – die Installationen für Venedig und Kassel sowie
Projekte für das Museum Rietberg, Zürich, und das SFMOMA, San
Francisco –, ergänzt um frühere Werke.
Fazit
Das Werkbuch mit Inszenierungen (?Installationen?) von »Yves
Netzhammer mit dem Vorwort von Wulf Herzogenrath und Texten von
Julia Draganovic, Nils Röller, Sabine Maria Schmidt und Tim Zulauf
gilt als Multitalent, ist es auch und sein etwas modisch- grafische
Stil an Auftrags-Grafik- und Produktdesign erinnernde Stil bestätigt
diese medial verbreitenden Auffassungen. Auch seine Bandaging-Serien,
die das Gefesselt-Sein vor allem
weiblicher Modells zeigend weisen auf Männerfantasien hin und
bestätigen den Erfolg solches Unterfangens.
Allein die gekonnte Linienführung der Konturen von Figuration zeigt
eine allgemeingültige Abstraktionskraft hin und das ist die
Kernkraft von Yves Netzhammer. 09-2.w.p. |