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Online-Publikation: April 2008 im Internet-Journal <<kultur-punkt>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< Marlene Dumas : Wet Dreams / Watercolors - Hrsg. Thomas
Knubben, Tilman Osterwold, Text von Jean-Christophe Ammann, Marlene
Dumas, Thomas Knubben, Tilman Osterwold. Deutsch/Englisch >>
Ausstellung: Städtische Galerie Ravensburg 28.9.-14.12.2003
2004. 128 Seiten, 70 Abb., davon 69 farbig, 17,40 x 24,60 cm,
gebunden, ISBN 978-3-7757-1343-6; € 19,00; CHF 33,00
Hatje Cantz Verlag, Ostfildern;
www.hatjecantz.de;
www.stadt-ravensburg.de/content/artikel_buerger/2946.htm;
Inhalt
Marlene Dumas: Wet Dreams / Watercolors
Expressive Aquarellarbeiten der südafrikanischen Malerin in einem
schön gemachten, kleinen Kunstband.
Neben Collagen, Zeichnungen und Objekten kennzeichnen besonders
Aquarelle das Werk der in Südafrika geborenen, heute in den
Niederlanden lebenden Marlene Dumas, die sich als eine der
bedeutendsten zeitgenössischen europäischen Künstlerinnen etablieren
konnte. Ihre suggestiven Arbeiten beziehen sich größtenteils auf
Fotografien aus Illustrierten, die von ihr unscharf, beschnitten
oder verzerrt verarbeitet werden. Dumas untersucht dabei die
sexualisierte Dynamik zwischen Bild, Maler und Betrachter. Stets
beschäftigen sich ihre offensiv sensualistischen Repräsentationen
menschlicher Körper und Gesichter mit zentralen Fragen des Lebens.
Der vorliegende Band versammelt eine breite Auswahl der aufgeladenen
und expressiven Aquarellarbeiten der Künstlerin, anhand derer sich
die Hauptthemen in Marlene Dumas' Werk erkennen lassen:
Klischeebilder des Weiblichen, Geschlechterbeziehungen,
Rollenspiele, Sexualität und Pornografie, Schuld und Gewalt, Geburt
und Tod. Einen besonderen Akzent bildet eine Reihe von
Collaborations - Arbeiten, die Marlene Dumas mit ihrer Tochter
Helena und dem Maler Bert Boogaard geschaffen hat.
Zur Künstlerin:
Marlene Dumas *1953 in Kapstadt. 1972-75 Studium der Bildenden Kunst
an der Universität Kapstadt, 1976-78 Studium in den Ateliers'63 in
Haarlem. Zahlreiche Einzelausstellungen u.a. Bonner Kunstverein;
Tate, London; Institute of Contemporary Art, Boston; Centre
Pompidou, Paris; New Museum of Contemporary Art, New York; Teilnahme
an documenta 7, documenta IX, Biennale Venedig. Lebt und arbeitet in
Amsterdam.
Fazit
Zwischen expressiver Geste und durchaus gekonnter Portätsicherheit
durchbricht Marlene Dumas in ihren " Wet Dreams" mit ihrer
Aquarell-Tusche-Malerei die Realität und nähert sich so den
Zen-Geste und ihrer fragenden Offenheit und Hinterbödigkeit. w.p.
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