Onlinejournal    Kultur . >        < Suchen  > > >   Finden  >

 

Online-Publikation: Juni 2010 im Internet-Journal <<kultur-punkt.ch>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< REM / Reiss-Engelhorn-Museen, Mannheim: Die "Rückkehr der Götter". Berlins verborgener Olymp >>
Katalogbuch: Verlag Schnell & Steiner, ISBN: 978-3-7954-2114-4; 19,90 Euro
Reiss-Engelhorn-Museen, Mannheim, www.rem-mannheim.de

Fazit, vorangestellt
Torsi (Die restaurierte Nase, Gogol ?), Masken, Kriegs-Schutzbekleidungen,
eine arkanische Architektur (dank einem genialen Schinkel)
und gleichwohl harmonische Körper(rest)-Oberflächen sowie -Proportionen weisen
die menschheitsbegleitenden Konflikte der humanen Existenz in erhellender Weise auf, während
ihrer "Erschaffung" und Weltreise (Brasilien: São Paulo, Niterói - Europa: DDR - REM) bei ihrer "Rückkehr der Götter" und ihrem Verweil in Mannheim. Die in grossartiger Weise und Dichte und der Im- und Expression
der ausgestellten Werke sind unglaublich bewegend, die körpernah in Relief und Skulpturzum Ausdruck kommen. Diese verdichtete Ansammlung von Figurationen der Antike ins Hier und Jetzt ist eine intensive Konfrontation zwischen angezielter Schönheit und gleichzeitigem Verfall durch narrative wie langzeitliche Wirkkräfte, ist erstaunlich frischen Geistes und in dieser Schau dank aller beteiligten Kräfte vollauf gelungen. w.p.10-6



ÜBERBLICK
Die "Rückkehr der Götter"
Die in der Ausstellung gezeigten etwa 170 antiken Kunstwerke stammen aus der Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin und haben eine wechselvolle Geschichte. Der Großteil der Objekte war während des Zweiten Weltkrieges nach Moskau und Sankt Petersburg gelangt und wurde nach 13jährigem Exil im Jahre 1958 an die DDR zurückgegeben. Hier lagerten die wertvollen Objekte der Öffentlichkeit unzugänglich bis zum Jahr 2006 im Depot der Antikensammlung.
Das 50. Jubiläum ihrer Rückgabe würdigte die Antikensammlung mit der Konzeption einer Ausstellung dieser Kunstwerke, die seit 1939 erstmals wieder öffentlich präsentiert werden sollten. Dafür wurden die bedeutenden Götterbilder zunächst mit Unterstützung der Stiftung Fundação Armando Alvares Penteado aufwändig restauriert und 2006-2007 zuerst mit großem Erfolg in São Paulo und Niterói in Brasilien und anschließend von November 2008 bis April 2011 im Pergamonmuseum in Berlin präsentiert, wo 600.000 Menschen sie bestaunten.
Die Reiss-Engelhorn-Museen sind stolz und freuen sich, diese bedeutende Sammlung antiker Kunstwerke, die viele Jahre im Verborgenen lagen, in Mannheim einer breiten Öffentlichkeit präsentieren zu können. Die Götter steigen vom verborgenen Olymp Berlins, den reichen Depots der Antikensammlung, herab und erzählen bilderreich ihre faszinierende Geschichte

INHALT
Mit der Ausstellung „Berlins verborgener Olymp in Mannheim: Die Rückkehr der Götter“ sind einmalige Schätze aus der Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin zu Gast in den Reiss-Engelhorn-Museen. Lange Zeit schlummerten sie in Depots. Jetzt erstrahlen sie nach aufwändiger Restaurierung wieder im alten Glanz. Gewinnen Sie einen umfassenden Einblick in die griechisch-römische Götterwelt! Begegnen Sie den olympischen Göttern – vom Vater Zeus über seine Lieblingstochter Athena, die Zwillinge Apollon und Artemis, die Liebesgöttin Aphrodite oder den Wein- und Theatergott Dionysos bis hin zur Enkelgeneration um den Heilgott Asklepios.
Rund 150 Marmorskulpturen – darunter Originalfragmente vom Großen Altar in Pergamon –, Bronzestatuetten, Terrakotten, Vasen, Gebrauchsgegenstände und Schmuck illustrieren eindrücklich die Vielschichtigkeit und die enorme Wandlungsfähigkeit der antiken Götterbilder. Ihr Erscheinungsbild änderte sich im Laufe der Zeit und wurde dem jeweils herrschenden Schönheitsideal angepasst. Viele der Götterdarstellungen werden in ihrem ursprünglichen Aufstellungs- und Verwendungskontext präsentiert. Es erwarten Sie eindrucksvolle Zeugnisse des verborgenen Berliner Olymps, die „herabsteigen“, um ihre Geschichten zu erzählen.

***


Um diesen Artikel zu drucken markieren Sie ihn bitte mit gedrückter Maustaste und kopieren ihn in Ihr
Textverarbeitungsprogramm z.B. Word. !
   Stand: FEBRUAR 2012

Copyright © 1999 - 2012 [kultur-punkt.ch]. Alle Rechte vorbehalten.

.