Taipeh - Schätze der Himmelssöhne
W+B Agentur-Presseaussendung September 2003
<<Schönheit des Fühlens – ein ergreifendes wie greifbares Muster
für hier und heute >>
Buch- und Ereignisbesprechung
Ausstellungen: Altes Museum, Berlin: bis 12. Oktober 2002
Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn
21.11.2003-15.2.2004
<<Schätze der Himmelssöhne>>
Die kaiserliche Sammlung aus dem Nationalen Palastmuseum, Taipeh
Herausgeber: Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik
Deutschland GmbH, Bonn;
Autoren: Roger Goepper, Regina Krahl, Wolfgang Kubin, Ursula
Lienert, Adele Schlombs, Shi Shou-chien, Ursula Toyka-Fuong,
WangYao-t’ing u.a.
Katalog-Buch: 472 S.; mit 501 Abbildungen, davon 479 farbig;
25,2x28,5 cm, Leinen mit Schutzumschlag; EUR 58,50
Hatje Cantz Verlag, München, 2003 /
www.hatjecantz.de
Wildente,
Ching Dynastie 1736-1795
Die Ausstellung Schätze der Himmelssöhne, mit 400 Skulpturen,
Gemälden und Kalligraphien, rekrutiert sich aus einer originären
Sammlung von 700.000 Objekten der chinesischern Kaiser in Taipeh.
Die präsentierte Zeitfolge enthält Objekte vom Neolithikum bis zu
den Dynastien (T‘ang, Sung -Yüan,10.-14.Jhdt., Ming, Ch’ing)
beginnend mit Abreibungen von einem Bronze-Weingefäss, ca. 1600 –
1100 v.Chr., wobei bereits die innige Verschmelzung, ja geradezu
mythische Einheit von Wort und Bild der chinesischen
Schriftauffassung sichtbar wird.
Inhaltlich enthält das Werk einführende Gedanken zur kaiserlichen
Sammlung. Dazu werden die Konstanzen der Geschichte des Kaiserreichs
dargestellt. Daran schliesst sich die Erörterung zu der immensen
Kalligraphie- und Gemäldesammlung der Kaiserhöfe.
Chi Jo-Hsin berichtet über die Schönheit des Fühlens, was vor
allem mit dem Material Jade ( Klaus Müller) deutlich wird,
sowie den Reiz der Bedeutung.
Auf eingehende Weise wird der Kunst der Kalligraphie breiter Raum
eingeräumt (Ursula Lienert). Seltenen und kostbaren Büchern (Liu
Cheng-Yun) sowie dem Porzellan und seinem tausendjährigen Monopol
(Regina Krahl) werden gleichfalls gebührende Aufmerksamkeit
gewidmet.
Sichtbar werden dabei, sowohl die kaiserlichen Tugenden, es den
Künstlern gleich zu tun und selbst eine grossartige künstlerische
Leistung zu erbringen, also auch die gleichermassen entfaltete
Sammelleidenschaft, die in anerkennender Weise durch permanente
Weiterbildung und –gabe zu künstlerischen Höchstleistungen geführt
hat. Ein zukunftsträchtiges Muster für Führungskräfte liegt da vor
und brach (u.a. Havel als Ausnahme...) – hier und heute.
Als Höhepunkt kann, neben dem vorzüglich erarbeiteten wie
zehnjährigen Ausstellungsprojekt, insbesondere das Verlagsprojekt
dieser Publikation gesehen werden: Die hervorragend, bibliophile wie
bildqualitative Ausdruckskraft der Publikation Schätze der
Himmelssöhne reflektiert in erstaunlicher Weise die Schönheit
des Fühlens, wie es Chi Jo-Hsin für die Chinesische Kultur so
treffend gleichermassen vorformuliert hat.
Für diese hervorragende, künstlerische Gestaltungsleistung
Schönheit des Fühlens verleihen wir dem kompetenten Verlagsteam
von Hatje-Cantz die KulturPunktAuszeichnung 2003 |
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