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W+B Agentur-Presseaussendung Januar 2008
Buch- und Ereignisbesprechung
<<Hans-Werner Schmidt - Museum der bildenden Künste Leipzig und
Hubertus Gaßner - Hamburger Kunsthalle, Hrsg: Eine Liebe . Max
Klinger und die Folgen >>
Die Publikation erschien anlässlich der Ausstellung „Eine Liebe. Max
Klinger und die Folgen“, 2007/2008, Hamburger Kunsthalle.
Herausgegeben von Hans-Werner Schmidt,
Museum der bildenden Künste Leipzig und Hubertus Gaßner, Hamburger
Kunsthalle
Vorwort von Burkhard Jung. Mit Textbeiträgen von:
Werner Hofmann, Jürgen Pech, Christian Drude, Richard Hüttel,
Michael Scholz-Hänsel, Gerd Roos, Annegret Hoberg, Aya Soika,
Andreas Stolzenburg, Petra Roettig, Ursel Berger, Hans-Werner
Schmidt, Hubertus Gaßner und Felix Billeter
Format 23,5 × 30,5 cm, 368 Seiten inklusive Altarfalz mit 149
farbigen und 261 s/w-Abbildungen, Hardcover, gebunden, ISBN
978-3-86678-057-6, EUR 65,– ; SFR 107,–
www.kerber-verlag.de; christof.kerber@kerberverlag.com,
Alexandra.Pioch@hamburger-kunsthalle.de;
www.hamburger-kunsthalle.de;
Museum der bildenden Künste Leipzig,
http://www.mdbk.de/start.php4;
Inhalt
Zum 150. Geburtstag von Max Klinger dokumentiert der vorliegende
Katalog dessen überraschend vielfältige Wirkungen in der
europäischen Kunst um 1900 und danach.
Klingers naturalistische und symbolistische Impulse einerseits, vor
allem aber sein Einfluss auf Künstler des Surrealismus andererseits,
sind immer noch zu wenig bekannt. Klinger hat die Tür in das Reich
der Fantasie weit aufgestoßen und seine fantastischen Traumbilder
und Szenerien des Unwirklichen faszinierten und inspirierten
zahlreiche Künstler. So bezogen sich unter anderen Giorgio de
Chirico, Alberto Savinio, Max Ernst, Alfred Kubin aber auch Edvard
Munch immer wieder auf seine rätselhaften Bildmotive. Die
nachhaltige Etablierung der Grafik als künstlerische Form durch
Klinger ist dabei genauso zu beachten, wie sein Versuch, einen Weg
aus der „Stilverwirrung“ des Historismus zu finden.
Der Kunstkritiker Richard Muther nannte 1909 Max Klinger den „ersten
Modernen“. Tatsächlich wird man in den bezwingenden Bildern von
Liebe, Melancholie, Traum, Angst und Tod, in den
Realitätsmischungen, in der Dingisolierung und in der ironischen
Distanz zu Geschichte, Mythologie und Religion eine überraschende
Modernität finden.
Zum Verlag
Seit 1985 ist es das Ziel des Kerber Verlages, hochwertige und
individuelle Publikationen zur bildenden Kunst zu veröffentlichen.
In Zusammenarbeit mit internationalen Künstlern und Museen bietet
der Verlag ein breites Spektrum an thematischen und monografischen
Kunst- und Fotografiebildbänden, die vom 19. Jahrhundert über die
klassische Moderne bis hin zur Gegenwartskunst reichen.
Das Verlagsprogramm widmet sich darüber hinaus auch kunst- und
kulturhistorischen Inhalten. So thematisiert die Reihe art & forum
konzentrierte und zum Teil interdisziplinäre Untersuchungen im
Spannungsfeld von Kunst, Kultur und Wissenschaft. Hier steht nicht
das Bild im Vordergrund, sondern die theoretische Auseinandersetzung
mit der Kunst und ihren Facetten.
Ein besonderes Anliegen für den Verlag Kerber bleibt, junge Künstler
auf dem Sprung zu einer internationalen Karriere begleiten zu
können: Die Reihe edition young art bietet herausragenden Künstlern
mit ihren individuell gestalteten Büchern dafür eine besondere
Plattform.
Leidenschaft für Kunst und Bücher verbindet sich bei uns mit
Know-how.
Fazit
Die Liebe von "Max Klinger und die Folgen" ist gefesselt zwischen
realistischen und symbolisch durchtränkte traumverlorene Bildern und
Skulpturen. Klingers Werke vermitteln Szenen des Unwirklichen
bis Phantasmagorien, die uns den Um- und Aufbruch rund um
1900 deutlich prägend zeigen.
Klinger wirkt als Vermittler von Mythologie und Religion in denen
der Begriff "Liebe von Max Klinger" vor Melancholie, Traum, Angst
und Tod kongenial in Material und Form zelebriert wird. Auch hier
ist dem Verlag Kerber mit seinem Team gelungen eine Pracht-Edition
zur Kunst einer Kultur-Wendezeit zu schaffen. |